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Fast 20 Jahre nach der Euro-Bargeldeinführung

So viele D-Mark-Stücke liegen noch immer daheim in den Schubladen

Anfang 2002 löste das Euro-Bargeld die D-Mark ab. Doch immer wieder werden noch D-Mark-Schätze durch Zufall entdeckt. Nicht nur alte Geldstücke sind gefragt.

Auch fast 20 Jahre nach der Euro-Bargeldeinführung scheint der Abschied von der D-Mark schwer zu fallen. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) schreibt, waren Mitte Juli 2021 Scheine im Wert von rund 5,77 Milliarden Mark (2,95 Mrd. Euro) und Münzen im Wert von etwa 6,61 Milliarden Mark noch nicht umgetauscht. Das gehe aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des FDP-Bundestagsabgeordneten Markus Herbrand hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliege.

D-Mark-Schätze fast 20 Jahre nach Euro-Bargeldeinführung

In diesem Jahr ging demnach bis zum Stichtag 22. Juli D-Mark* im Wert von insgesamt 16,2 Millionen Mark in den Filialen der Deutschen Bundesbank ein, berichtete dpa am 1. August.

Größte Einzelsumme belief sich auf 711.355 Mark

Die größte Einzelsumme belief sich demnach auf 711.355 Mark. Anders als in vielen anderen Euroländern können die D-Mark-Banknoten und Münzen bei der Bundesbank unbefristet gewechselt werden, wie die Nachrichtenagentur schildert. Aber: „Zu viele Bürger wissen nicht, dass sie die großen Summen an alten Münzen und Scheinen, die brach unter Matratzen und in alten Sparschweinen und Schubladen schlummern, noch immer in Euro umtauschen können“, sagte FDP-Politiker Herbrand laut dpa.

Der allergrößte Teil der Bestände wurde dem dpa-Bericht zufolge rund um die Einführung des Euro-Bargeldes Anfang 2002 umgetauscht. Immer wieder würden jedoch noch D-Mark-Schätze durch Zufall entdeckt. Da sich unter anderem Sammler zudem alte Münzen und Scheine gesichert hätten, dürfte ein Teil der Bestände wohl nie zurückgegeben werden.

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Beliebt bleibt zudem der 500-Euro-Schein

Großer Beliebtheit seit seinem Ausgabestopp im Jahr 2019 erfreut sich dpa zufolge weiterhin der 500-Euro-Schein: Zum Stichtag 22. Juli waren Scheine im Wert von gut 145 Milliarden Euro im Umlauf, wie aus der Antwort weiter hervorgehe, die auf Daten der Bundesbank beruhe. Noch am 26. April 2019 seien es rund 175 Milliarden Euro gewesen, wie dpa berichtet – an diesem Tag hatten demnach die Bundesbank und die Österreichische Nationalbank den lilafarbenen Schein zum letzten Mal herausgegeben. Zuvor, am 26. Januar 2019, hätten bereits die anderen 17 nationalen Zentralbanken des Eurosystems die Ausgabe des 500er-Scheins beendet.

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Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hatte entschieden, dass Produktion und Ausgabe der 500-Euro-Banknote eingestellt werden. Die im Umlauf befindlichen 500er bleiben allerdings gesetzliches Zahlungsmittel, so dpa, sie könnten ohne zeitliche Begrenzung bei den nationalen Notenbanken im Euroraum umgetauscht werden. (ahu) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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Das Geld vor dem Euro: Kennen Sie diese EU-Währungen noch?

Pesetas, italienische Lire oder Franc: Jedes europäische Land hatte vor dem Euro eine eigene Währung.
Pesetas, italienische Lire oder Franc: Jedes europäische Land hatte vor dem Euro eine eigene Währung. © pixabay
Die Deutsche Mark, auch DM oder D-Mark genannt, war als Bargeld von 1948 bis Ende 2001 die offizielle Währung der Bundesrepublik Deutschlands. Eine Deutsche Mark war wiederum unterteilt in einhundert Pfennig. Neben Münzen gab es sie auch in fünf- bis tausend-DM-Scheinen. Noch heute sollen Milliarden D-Mark im Umlauf sein. Ein Euro soll heutzutage zwei DM wert sein.
Die Deutsche Mark, auch DM oder D-Mark genannt, war als Bargeld von 1948 bis Ende 2001 die offizielle Währung der Bundesrepublik Deutschlands. Eine Deutsche Mark war wiederum unterteilt in einhundert Pfennig. Neben Münzen gab es sie auch in fünf- bis tausend-DM-Scheinen. Noch heute sollen Milliarden D-Mark im Umlauf sein. Ein Euro soll heutzutage zwei DM wert sein. © pixabay
Die italienische Lira war von 1861 bis zur Einführung des Euro das offizielle Zahlungsmittel Italiens. Sie war zudem auch in den beiden Zwergenstaaten San Marino und Vatikanstadt offizielle Währung. Doch vor 2001 spielten wegen einer anhaltenden Inflation nur noch die Werte 50, 100, 200, 500 und 1.000 Lire eine Rolle im Zahlungsverkehr. Ein Euro beträgt nach heutigem Umrechnungskurs etwa 2.000 Lire.
Die italienische Lira war von 1861 bis zur Einführung des Euro das offizielle Zahlungsmittel Italiens. Sie war zudem auch in den beiden Zwergenstaaten San Marino und Vatikanstadt offizielle Währung. Doch vor 2001 spielten wegen einer anhaltenden Inflation nur noch die Werte 50, 100, 200, 500 und 1.000 Lire eine Rolle im Zahlungsverkehr. Ein Euro beträgt nach heutigem Umrechnungskurs etwa 2.000 Lire. © pixabay
Die griechische Drachme galt von 1831 bis 2001. Sie war das offizielle Zahlungsmittel in Griechenland. Der Name ist bereits seit der Antike geläufig und bezeichnete schon damals eine Gewichts- und Münzeinheit aus Silber. Ihre Untereinheit war das Lepto, 100 davon ergaben eine Drachme. Umgerechnet wäre heutzutage ein Euro circa 340 griechische Drachmen wert.
Die griechische Drachme galt von 1831 bis 2001. Sie war das offizielle Zahlungsmittel in Griechenland. Der Name ist bereits seit der Antike geläufig und bezeichnete schon damals eine Gewichts- und Münzeinheit aus Silber. Ihre Untereinheit war das Lepto, 100 davon ergaben eine Drachme. Umgerechnet wäre heutzutage ein Euro circa 340 griechische Drachmen wert. © pixabay
Der Franc (zu deutsch: Franken) war vor der Einführung des Euro die Währung Frankreichs. Zudem galt er seit 1795 in der Schweiz sowie Belgien, Luxemburg und Monaco und den ehemaligen französischen Kolonien wie dem Kongo, Guinea, Ruanda oder Französisch-Polynesien. Ein Franc war wiederum unterteilt in 100 Centimes. Ein Euro wären etwa 6,5 Franc.
Der Franc (zu deutsch: Franken) war vor der Einführung des Euro die Währung Frankreichs. Zudem galt er seit 1795 in der Schweiz sowie Belgien, Luxemburg und Monaco und den ehemaligen französischen Kolonien wie dem Kongo, Guinea, Ruanda oder Französisch-Polynesien. Ein Franc war wiederum unterteilt in 100 Centimes. Ein Euro wären etwa 6,5 Franc. © pixabay
Die spanischen Peseta (zu deutsch: Peseten) und wurde 1869 in Spanien eingeführt. Sie galt ebenfalls im Pyrenäenstaat Andorra. Der offizielle Umrechnungskurs beträgt heute für einen Euro etwa 165 Pesetas. Laut der spanischen Nationalbank können übrig gebliebene Peseten sogar noch bis zum 31. Dezember 2020 in Euro umgetauscht werden.
Die spanischen Peseta (zu deutsch: Peseten) und wurde 1869 in Spanien eingeführt. Sie galt ebenfalls im Pyrenäenstaat Andorra. Der offizielle Umrechnungskurs beträgt heute für einen Euro etwa 165 Pesetas. Laut der spanischen Nationalbank können übrig gebliebene Peseten sogar noch bis zum 31. Dezember 2020 in Euro umgetauscht werden. © pixabay

Rubriklistenbild: © picture alliance / Bernd Wüstneck/Zentralbild/dpa

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