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Bitcoins kaufen?

Vor- und Nachteile im Vergleich!

Kryptowährungen wie Bitcoins zählen zu den interessantesten Finanzthemen der jüngeren Vergangenheit. Nachdem sie zunächst einen Höhenflug nach dem anderen erlebt haben, ging ihr Hype durch sämtliche Medien – und der Kurs nach unten. Trotzdem horchen Anleger auf.

Der rechtzeitige Erwerb von Bitcoins hat so manchen Spekulanten reich gemacht. Andere wiederum haben viel investiert und noch mehr verloren. Wir haben herausgefunden, ob die Hochphase der Kryptowährung vorbei ist und ob es sich überhaupt noch lohnt, ein Investment vorzunehmen. Alle Vor- und Nachteile im kompakten Überblick!

Darum kann es sich lohnen

Bitcoins lassen sich binnen weniger Minuten auf virtuellen Marktplätzen erwerben. Dabei wird ein Kleinbetrag auf das Konto überwiesen, um es zu verifizieren, bevor die personenbezogenen Daten per Video- oder Post-Ident-Verfahren abgeglichen werden. Doch wie sinnvoll ist es, den ersten Bitcoin kaufen zu wollen? Diese drei Vorteile sprechen für den Erwerb der Kryptowährung!

  • Unabhängigkeit. Mögen wir auch Geld sparen und es horten: Niemand von uns weiß, welchen Gegenwert es in wenigen Jahren besitzen wird. Die Ersparnisse können von Behörden problemlos eingefroren oder besteuert werden. Bei Kryptowährungen wie dem Bitcoin geht das nicht! Sie gehören ausschließlich ihrem Besitzer – frei vom Einfluss von Banken, Staaten oder anderen Drittparteien. Während Hausbanken zusammenbrechen würden, sollte morgen jeder Kunde sein gesamtes Geld vom Konto abheben, sind Bitcoins in zumindest dieser Hinsicht krisensicher.
  • Sicherheit vor Inflationen. Apropos Gegenwert: Kryptowährungen sind nur begrenzt verfügbar. Bei potentiellen Schulden etwa ist es einem Staat nicht möglich, schlichtweg mehr Geld zu drucken und subsequent eine Inflation herbeizuführen. Der Wert einer Bitcoin wird permanent durch eine komplexe Computerformel berechnet. Das sogenannte „Mining“, die Herstellung von Bitcoins, ist mit dem Schürfen von Gold zu vergleichen. Er kostet Zeit und Aufwand, funktioniert nicht unkompliziert zwischen Tür und Angel. Stimmt der Kurs, sind die Ersparnisse sicher.
  • Geheimhaltung. Die Entwicklung zum gläsernen Menschen ist nicht mehr aufzuhalten. Jeder unserer Schritte kann online wie offline nachvollzogen werden. Die potentielle Bargeldabschaffung würde den Vorgang beschleunigen. Ebenfalls der Einfluss vom Staat, hätten doch Bargeldreserven von jetzt auf gleich jede Bedeutung verloren. Auch wenn Bitcoins ebenfalls virtuell berechnet und eingetauscht werden, so ist wenigstens nicht nachvollziehbar, wohin Besitzer ihr Geld schicken. Sie genießen Freiheiten, die sie bei keiner Bank besitzen.

Diese Risiken bestehen

Wer in Bitcoins investieren möchte, sollte sich der Risiken bewusst sein. Schließlich gibt es keine Garantie, dass Käufer nach Vertragsabschluss von sicheren Renditen profitieren können. Es ist durchaus denkbar, dass der Geldbetrag, ähnlich wie beim Glücksspiel, verloren geht. Trotz vieler Vorteile ist mit diesen Nachteilen zu planen.

  • Kursschwankungen. Bitcoins genießen ein beständig wachsendes Vertrauen. Doch es handelt es sich immer noch um eine junge Währung, die Akzeptanz in der breiten Öffentlichkeit sucht. Dementsprechend sind weiterhin heftige Kursschwankungen einzuplanen, die nicht immer logisch und nachvollziehbar erscheinen. Momentan entspricht ein Bitcoin knapp 3.500 Euro. Doch wer weiß, wie lang dieser Kurs gehalten werden kann. Kryptowährungen funktionieren nur dann, wenn ein wachsender Teil der Bevölkerung bereit ist, ein Investment vorzunehmen und auf den Zug aufzuspringen.
  • Hacker und Dezentralisierung. Gibt es Probleme mit Ihrer Bank, werden Sie vollumfänglich entschädigt. Für Ihre Bitcoins hingegen haften Sie ausschließlich selbst! Das ist unangenehm, wenn die Kryptowährung in virtuellen Wallets aufbewahrt wird. Denn wenn der Anbieter doch einmal von Hackern attackiert wird, ist das angelegte Geld für immer verschwunden. Ganz ohne Erstattung!
  • Mangelnde Verfügbarkeit. Kryptowährungen haben sich mehr denn je etabliert und sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Doch wir sind weit davon entfernt, unseren Lebensalltag mit ihrer Hilfe gestalten zu können. Natürlich mag es bereits die ersten Hotels oder Automobil-Marken geben, die eine Bezahlung mit Bitcoin erlauben, doch gegenwärtig handelt es sich lediglich um Ausnahmen der Regel. Immerhin: Je populärer die Internet-Währungen, desto mehr Unternehmen werden Transaktionen mit ihnen erlauben.

2019 in Bitcoin investieren?

Der Bitcoin wurde 2008 als Reaktion auf die anhaltende Finanzkrise geboren – als Kontrastprogramm zum sinkenden Vertrauen in Banken. Doch der revolutionäre Gedanke ist heute kaum mehr spürbar. Nicht zuletzt, weil die Blockchain-Technologie in der Finanzwelt angekommen ist. Was der Branche fehlt, sind alltägliche Anwendungsmöglichkeiten und das damit einhergehende Potential für neue Nutzer.

Kryptowährungen werden nicht überall als sinnvolle Alternative zur potentiellen Abschaffung des Bargelds gefeiert. Ein hausgemachtes Problem, werden sie doch immer noch von betrügerischen Projekten durchzogen, die einen abschreckenden Effekt auf Geldgeber und Anleger ausüben. Dazu bedingen Kryptowährungen große und aufwändige Updates. Sie erscheinen sperrig, wo sie einen zugänglichen Charakter aufweisen sollten. Dennoch wurde der Absturz des Bitcoins gebremst. Im neuen Jahr sehen Experten einen erneuten Aufwärtstrend voraus.

Anthony Pompliano vom Vermögensberater Morgan Creek Digital Assets ist der Überzeugung, dass der Bitcoin Ende des Jahres einen Wert von 10.000 Dollar besitzen könnte. Tim Draper, ein Risikokapitalgeber, geht sogar davon aus, dass es nur drei oder vier Jahre dauern wird, bis sein Wert auf 250.000 Dollar steigt. Es kann sich lohnen, rechtzeitig in den Bitcoin zu investieren. Garantien jedoch gibt es nicht.

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