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Seit diesem Jahr müssen auch Altverträge bei der betrieblichen Altersvorsorge vom Arbeitgeber bezuschusst werden

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Von: Janine Napirca

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Kleine Tafel auf der mit Kleide Betriebliche Altersvorsorge steht
Welche finanziellen Vorbereitungen haben Sie für das Alter getroffen? © imagebroker/Imago

Seit 2022 sind Arbeitgeber dazu verpflichtet auch Altverträge bei der betrieblichen Altersvorsorge zu bezuschussen.

Die Vorsorge fürs Alter ist etwas, womit sich im Grunde jeder und jede früher oder später auseinandersetzen muss. Denn wer nicht rechtzeitig vorsorgt, wird es im Alter schwer haben, finanziell über die Runden zu kommen. Längst reicht die gesetzliche Rente* häufig nicht mehr aus – trotz Rentenerhöhung –, um finanzielle Standards, die während des Berufslebens selbstverständlich waren, aufrechtzuerhalten. Damit Sie den Gürtel im Rentenalter nicht enger schnallen müssen, empfiehlt es sich, vorzusorgen. Das geht beispielsweise mit Pensionskassen, aber auch die betriebliche Altersvorsorge ist ein Weg, um für die Rente vorzusorgen.

Einer Pressemitteilung der Lohnsteuerhilfe Bayern zufolge sind Arbeitgeber seit Anfang dieses Jahres dazu verpflichtet, auch alte Verträge bei der betrieblichen Altersvorsorge zu bezuschussen. Warum sich die betriebliche Altersvorsorge nicht nur für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, sondern auch für den Arbeitgeber lohnt, erfahren Sie hier.

Ab 2022 muss der Arbeitgeber alle abgeschlossenen Verträge zur betrieblichen Altersvorsorge bezuschussen

Aus der Mitteilung geht hervor, dass seit dem 1. Januar 2022 auch Altverträge zur betrieblichen Altersvorsorge mit 15 Prozent vom Arbeitgeber bezuschusst werden müssen. Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist die betriebliche Altersvorsorge interessant, weil die Beiträge bei einigen Formen steuer- und sozialversicherungsfrei sind. Bereits seit 2019 müssen Arbeitgeber für neu geschlossene Verträge 15 Prozent Zuschuss abgeben, nun gilt das auch rückwirkend für zuvor geschlossene Verträge.

Arbeitgeber müssen betriebliche Altersvorsorge für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer anbieten

Seit 2002 ist der Mitteilung zufolge der Arbeitgeber dazu verpflichtet, seinen Angestellten die betriebliche Altersvorsorge zu ermöglichen. Dabei wird monatlich ein Teil des Bruttolohns in einen Vertrag zur betrieblichen Altersvorsorge abgeführt. Das nennt man Entgeltumwandlung. Welches Modell zur betrieblichen Altersvorsorge der Arbeitgeber anbietet, bleibt ihm in der Regel aber selbst überlassen. Manche Menschen haben Zeit ihres Arbeitslebens nicht ausreichend in die Rentenversicherung eingezahlt und haben im Alter deshalb erhebliche finanzielle Schwierigkeiten – wer einen Anspruch auf Grundrente hat, lesen Sie hier.

Tipp der Lohnsteuerhilfe Bayern

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können in Gehaltsverhandlungen das Thema betriebliche Altersvorsorge nutzen. Denn wenn es nicht mehr Bruttogehalt gibt, können Sie über eine Erhöhung des Zuschusses für die betriebliche Altersvorsorge verhandeln. Das ist für den Arbeitgeber häufig günstiger als eine Gehaltserhöhung. So bekommen Sie zwar nicht mehr Gehalt, haben aber später eine höhere Rente.

Warum sich die betriebliche Altersvorsorge für Arbeitgeber trotzdem lohnt

Zum einen sind Arbeitgeber ja gesetzlich dazu verpflichtet, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern die betriebliche Altersvorsorge anzubieten. Zum anderen lohnt es sich für den Arbeitgeber aber auch. Denn er spart der Mitteilung nach immerhin noch 5 Prozent bei den Sozialabgaben. Zudem kann der Arbeitgeber die Zuschüsse als Betriebsausgaben von der Steuer absetzen. (jn) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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