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Verbraucher kaufen in der Corona-Krise weniger Konsumgüter. Daher werden bei den Banken auch weniger Finanzierungsverträge nachgefragt. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
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Verbraucher kaufen in der Corona-Krise weniger Konsumgüter. Daher werden bei den Banken auch weniger Finanzierungsverträge nachgefragt. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Gesunkene Kauflaune

Banken vergeben in Corona-Krise weniger neue Konsumkredite

Seit Ausbruch der Corona-Pandemie verhalten sich Verbraucher beim Kauf von Konsumgütern zurückhaltend. Das bekommen auch die Banken zu spüren. Sie schließen weniger Finanzierungsverträge ab.

Frankfurt/Main (dpa) - Die Corona-Pandemie hat den Konsum ausgebremst - und damit auch die Nachfrage nach Krediten. Mit 53,7 Milliarden Euro lag das Neugeschäft der auf Kredite spezialisierten Banken in Deutschland im ersten Halbjahr um 17 Prozent unter dem Wert des Vorjahreszeitraums, wie der Bankenfachverband mitteilte.

Insgesamt hatten die Institute Ende Juni 172,4 Milliarden Euro an Verbraucher und Unternehmen verliehen. An Privatleute vergaben die Institute in der ersten Jahreshälfte 7,3 Prozent weniger neue Kredite als ein Jahr zuvor. Finanziert wurden damit Konsumgüter - Autos, Möbel, Computer - im Gesamtwert von 26 Milliarden Euro.

«Die Coronavirus-Pandemie hat den privaten Konsum und die Investitionstätigkeit der Unternehmen stark gebremst», erklärte Verbands-Geschäftsführer Jens Loa die Entwicklung. Entsprechend konnten die Kreditbanken weniger Finanzierungsverträge abschließen. Dies gelte insbesondere für Einkaufsfinanzierungen mit Händlern.

Der allgemeine Trend zur Digitalisierung in Zeiten des grassierenden Virus machte sich auch bei den Kreditbanken bemerkbar. Fast jeder vierte der Konsumkredite wurde online abgeschlossen: 6,2 Milliarden Euro sagten die Banken via Internet zu - ein Plus von fast 14 Prozent zum ersten Halbjahr 2019.

© dpa-infocom, dpa:200826-99-315343/2

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