Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Steuererklärung
+
Welche Ausgaben zahlen sich steuerlich aus? Und welche gehören zum Privatvergnügen?

Werbungskosten

Abo für Fachzeitschriften kann Steuern sparen

Steuerzahler, die eine Tageszeitung abonniert haben, können die Ausgaben dafür nur in Ausnahmefällen bei der Steuer absetzen. Kosten für Fachzeitschriften sollten beim Finanzamt aber geltend gemacht werden.

Berlin - Zeitunglesen ist grundsätzlich Privatvergnügen. Die Kosten dafür können prinzipiell nicht bei der Einkommensteuer abgesetzt werden. Eine Ausnahme kommt nur dann in Betracht, wenn die Lektüre nahezu ausschließlich betrieblich oder beruflich veranlasst ist.

„Das ist etwa bei Fachzeitschriften der Fall“, sagt Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler. Bei Tageszeitungen wird es hingegen schwierig, wie ein Urteil des Finanzgerichts Düsseldorf zeigt (Az.: 10 K 3253/17 E).

Im konkreten Fall klagte der Sprecher eines Bankvorstands gegen seinen Einkommensteuerbescheid. Er wollte die Kosten für sein Tageszeitungsabo - zumindest anteilig - als Werbungskosten bei der Steuer absetzen.

Er trug vor, dass die tagesaktuelle Information über Finanzen, Politik und Wirtschaft wesentlicher Bestandteil seiner Tätigkeit sei. Aus Sicht des Finanzamtes enthält die Tageszeitung aber in großem Umfang auch Informationen über Politik, Kultur und Sport, was nicht zum Berufsbild des Klägers gehöre.

Das sah auch das Finanzgericht so: Aufwendungen der privaten Lebensführung - wozu auch das Zeitungslesen gehöre - seien keine Werbungskosten. Auch ließe sich nicht aufteilen, in welchem Umfang der Kläger die Tageszeitung privat beziehungsweise beruflich liest.

„Allerdings sollten Aufwendungen für Tageszeitungen und Zeitschriften, die für den Betrieb etwa von Gaststätten, Hotels und Friseursalons sowie für Arztpraxen bezogen werden, immer als Betriebsausgaben bei der Steuererklärung angegeben werden“, rät Klocke. Auch Ausgaben für Fachzeitschriften gehören in die Steuererklärung. dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare