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Wo geht es hin mit der Gaming-Branche?

Gaming-Boom geht weiter

Was sich in den nächsten Jahren ändern wird

Manche Unterhaltungsbereiche sind quasi unsterblich. Wer das nicht glaubt, der braucht nur einmal die Spiele-Ecke zu betrachten.

Es wird immer gespielt und was einst Brett- oder Würfelspiele waren, sind jetzt Computer- und Onlinegames. Dabei erdenkt die Branche bei Weitem nicht nur Neuigkeiten, oft genug werden althergebrachte Spiele virtualisiert. Zudem kommen immer wieder neue Ideen und Möglichkeiten auf, sodass die Branche für jedermann offen und vor allem spannend bleibt. Aber was könnte in den nächsten Jahren kommen und welche interessanten Neuerungen stehen an? Dieser Artikel schaut sich das einmal an.

Cloud-Gaming als nächstes großes Ding?

Bestimmte Onlinespiele konnten bislang nicht wirklich mit dem Begriff der Inklusion beschrieben werden. Leistungsfordernde, hochauflösende und schnelle Games setzen in der Regel einen hochwertigen Rechner voraus, der nun einmal nicht in jedem Haushalt steht. Echte Gaming-PCs kosten rasch den Preis eines günstigen Kleinwagens und selbst das Aufrüsten belastet das Konto. Kommt nun aber der von Google erdachte Ansatz des Cloud-Gamings in den Umlauf, dürfte sich dies ändern:

  • Internet als Voraussetzung – ein guter Internetzugang ist praktisch das, was Gamer dann noch benötigen. Die Spiele selbst liegen in der Cloud und werden auch dort verarbeitet. Sie können also auch auf einem ganz normalen Rechner gespielt werden, selbst wenn dessen Grafikkarte und Prozessor das Spielen eigentlich nicht unterstützen würde.
  • Streaming – das Cloud-Gaming würde dem Online-Streaming gleichen. Auch das bietet wieder Vorteile, denn anstatt, dass sich Gamer sämtliche Spiele oder Zugänge zu Spielen kaufen müssen, bräuchten sie nur noch den Streaming-Zugang. Auch hier würden also Kosten eingespart werden.
  • Unabhängig – und wieder kommt der Vorteil vom Internet und dem Streaming zutage. Müssen Gamer für gewöhnlich an ihrem Gaming-PC sitzen, können sie beim Cloud-Gaming überall zocken. Die Voraussetzung ist immer nur, dass irgendein Endgerät – Smartphone oder Tablet beispielsweise – vorhanden ist, sowie dass auf das Internet zugegriffen werden kann.

Rational betrachtet ist das Cloud-Gaming und Game-Streaming nur eine Weiterentwicklung des Entertainmentstreamings. Dabei hat es freilich Vorteile, dennoch dürfen die Nachteile nicht verschwiegen werden. Denn wird einzig der Zugang zum Stream gezahlt, ist es gut möglich, dass Games ebenso aus dem Angebot verschwinden, wie es bei Serien oder Filmen bei Streaming-Anbietern der Fall ist. Der Spieler zahlt schließlich nur den Zugang zum Gesamtangebot, nicht aber für die Lizenz des einzelnen Spiels.

VR sorgt für neue Dimensionen

VR, also Virtual Reality, mitsamt den Brillen ist etwas, das viele Menschen zwar interessiert und begeistert, doch bislang schlägt sich diese Begeisterung noch nicht wirklich auf dem Markt nieder. Kein Wunder, denn die VR-Brillen sind überwiegend klobig, schwer und das Angebot ist noch längst nicht so breit gefächert, wie bei anderen Games. Künftig könnte sich das allerdings ändern, denn die Spielebranche hat die Vorteile der VR-Technik längst erkannt:

  • Erlebnis – VR bietet ein insgesamt anderes Spielerlebnis, denn vom Empfinden her ist der Spieler tatsächlich mitten im Spiel. Sicherlich ist es möglich, sich auf den Bildschirm eines PCs oder den TV zu konzentrieren, doch die Umwelt bleibt weiterhin im Blick. Wer jedoch die VR-Brille aufsetzt, sperrt die reale Welt praktisch aus und ist nun wirklich mitten im Spiel.
  • Technik – die Technik der Brillen verbessert sich ständig. Bislang konnten sie nur in Verbindung mit Konsolen, PC oder, im schlechteren Umfang, mit dem Smartphone gekoppelt werden. Künftige Brillen sollen auf diese Zwischenlösungen verzichten und selbst die Berechnung herstellen.
  • Optionen – mit der verbesserten Technik wird die VR natürlich für immer mehr Anbieter interessant, sodass die Game-Auswahl größer wird. Hier bleibt aber auch zu hoffen, dass die Brillen anbieterunabhängig genutzt werden können. Für Gamer ist es nicht von Interesse, wenn sie mehrere VR-Brillen erwerben müssen, nur weil die einzelnen Brillen ausschließlich bei Spielen eines einzelnen Herstellers genutzt werden können.

„Through the darkest of Times“: Auf dem Computer zum NS-Widerstandskämpfer werden

Wichtig ist zudem, dass die Steuerung künftig verändert wird. Brauchen VR-Brillen nicht mehr mit der Konsole oder dem PC verbunden werden, ist es natürlich möglich, in der Bewegung zu spielen. Dafür müssen aber neue Steuerungselemente verwendet werden. Diese dürften die VR-Brille auch für den breiten Markt tauglich machen.

Die Spielauswahl wird immer größer

Die Virtualisierung herkömmlicher Spiele und Klassiker ist eine fortlaufende Geschichte, die auch heute noch die Gamingwelt beschäftigt. Irgendwann kommt immer der Zeitpunkt, an dem "Kindheitsspiele" auf dem PC oder einer Konsole zu spielen sind. Darüber hinaus kommen freilich immer wieder neue Spiele hinzu. Und selbst die einstige Casino-Welt hat es längst ins Gaming geschafft:

  • Zocken mit Spielgeld – Poker, Black Jack, Roulette – wer heute zocken will, der braucht nicht mehr echtes Geld zu bezahlen. Viele Casinospiele sind längst kostenlos verfügbar. Gespielt wird um Punkte oder Spielgeld, wobei das Echtgeldspiel für interessierte Erwachsene natürlich auch zu haben ist.
  • Virtuele Wetten – ob es nun FIFA-Games sind, Pferderennen oder auch Tennisturniere: Viele Sportwetten können heute nicht nur virtuell durchgeführt werden, sondern auch der Sport an sich ist virtuell und kann live geschaut werden. Gerade die Pferderennen werden heute oft auf diese Weise angeboten.
  • Live-Spiele – wer es wünscht, kann zudem am virtuellen Pokertisch sitzen und live mitspielen. Das Pokerspiel ist nun praktisch ein Multi-Player-Game mit dem Unterschied, dann gepokert und keine Stadt eingenommen wird.

In der Gamingwelt gibt es unglaublich viele Nischen. Darüber hinaus warten indes unterschiedliche Spiele auf Nutzer, sofern sie verschiedene Geräte nutzen. Längst hat die Spieleindustrie das Smartphone und Tablets erkannt und bietet hierfür spezielle ressourcenschonende Games an, Browsergames warten für Nutzer jeglicher Endgeräte und die ersten Streaming-Plattformen feilschen ebenfalls schon um Gamer.

Fazit – ein unendliches Erlebnis

Es ist heute schon unmöglich, dass ein noch so passionierter Gamer sämtliche Spiele, die es gibt, zockt. Daran dürfte sich auch in der Zukunft nichts ändern, denn mit jeder Neuerfindung der Industrie und dem Fortschreiten der Technik entwickeln sich die Games weiter. Wer weiß, wann der Zeitpunkt kommt, zu dem der Spieler via Chipimplantat ins Spiel eintaucht oder das Puzzlespiel morgens passend zum Zähneputzen auf die Badfliesen gestreamt wird.

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