+
Einige Brettspiele bringen kleine Kinder in Stresssituationen, denn ihr Selbstbewusstsein ist noch nicht stark genug, um mit Niederlagen umgehen zu können.

Gemeinsam gewinnen

Mit Enkeln im Kita-Alter kooperative Spiele spielen

Kleine Kinder können noch nicht verlieren. Mit Enkeln, die noch im Kindergartenalter sind, sollten Großeltern daher nicht unbedingt Brettspiele spielen. Ein Experte gibt Auskunft über Hintergrund und Alternativen.

Viele Großeltern spielen gern Brettspiele mit ihren Enkeln - und kennen die Dramen, die sich abspielen, wenn das Kind verliert.

Sorgen um den Gemütszustand des Kindes müssen sich Oma und Opa dann nicht machen, sagt der Psychologe Hans Berwanger: „Kinder unter fünf Jahren können noch nicht verlieren“. Dafür sei ihr Selbstbewusstsein einfach noch nicht stark genug. Berwanger rät daher, bis zum Vorschulalter auf kooperative Spiele zu setzen, bei denen man gemeinsam auf ein Ziel hinarbeitet. Alternativ können Großeltern ihre Enkel auch gewinnen lassen.

Dem Kind in diesem Alter das Verlieren beibringen zu wollen, hält der Experte dagegen für den falschen Weg: „Es treibt Kinder in eine Stresssituation, in der sie ohnehin nichts lernen.“ Im Vorschulalter könnten Großeltern dann aber langsam beginnen, ihr Enkelkind ans Verlieren heranzuführen. Oma und Opa sollten dann noch nicht gleich mit hundertprozentigem Einsatz spielen - aber ab und an dürfen sie auch mal gewinnen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion