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Kinder, die noch regelmäßig einnässen, sollten über den Tag verteilt mindestens einen Liter trinken.

Toilettentraining hilft

Einnässende Kinder sollten ausreichend trinken

Eltern sollten sich keine Sorgen machen: Auch bei eingeschulten Kindern kann es hin und wieder zu einem kleinen Pipi-Malheur kommen. Mit etwas Übung bekommt man dieses Problem jedoch wieder in den Griff.

Nässen Schulkinder plötzlich wieder ein, ist das in der Regel kein Grund zur Sorge. Vor allem frisch eingeschulte Kinder müssten sich dem neuen Rhythmus erst anpassen, erklärt Chefarzt Hansjörg Keller vom Sana Klinikum Hof.

Viele seien zu Anfang so auf den Unterricht fokussiert, dass sie gar nicht merken, wenn sich die Blase entleert. Eltern können ihren Kindern aber helfen, wieder trocken zu werden: Wichtig sei etwa, dass die Kinder ausreichend trinken.

Ein Liter sollte es über den Tag verteilt sein, drei Viertel davon möglichst bis 17.00 Uhr. Dann ist die Blase nachts nicht zu voll. Zwei Stunden vor dem Schlafengehen sollten betroffene Kinder nichts mehr trinken.

Auch ein Toilettentraining hilft, eine bewusste Steuerung der Blase zu erlernen. Alle zwei Stunden sollten die Kinder tagsüber auf die Toilette gehen, auch wenn sie nicht müssen.

Dass Schulkinder noch nicht ganz trocken sind, komme häufiger vor, als viele Eltern denken, sagt Keller: Etwa 10 bis 15 Prozent der Sechsjährigen seien betroffen. Da das Einnässen in diesem Alter auch organische Ursachen haben kann, die behandelt werden müssen, lohnt sich jedoch ein Gespräch mit dem Kinder- und Jugendarzt.

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