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2002 tranken noch knapp 30 Prozent der deutschen Teenager wöchentlich Alkohol. 2014 lag die Zahl nur noch bei etwa 12,5 Prozent.

WHO-Bericht

Deutsche Teenager trinken weniger Alkohol

Das dürfte Eltern beruhigen: Teenager interessieren sich weniger für Alkohol. Laut WHO-Studie ist die Zahl der Jugendlichen, die regelmäßig zur Flasche greifen, deutlich gesunken.

Alkoholkonsum wird einer Studie zufolge bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland und Europa immer unpopulärer: Jungen und Mädchen im Alter von 11 bis 15 Jahren trinken seit Jahren weniger Alkohol, wie ein Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigt.

Während 2002 noch knapp 30 Prozent der deutschen Teenager im Alter von 11 bis 15 Jahren wöchentlich Alkohol tranken, waren es 2014 noch etwa 12,5 Prozent. Einen Rückgang stellt die Studie auch für andere europäische Länder fest. Als Gründe nennt die WHO strengere Richtlinien sowie ein besseres Wissen über die Gefahren von Alkohol.

In Deutschland tranken 2014 laut der Studie 7 Prozent der Mädchen und 18 Prozent der Jungen zwischen 11 und 15 Jahren wöchentlich Alkohol. Während europaweit 2002 noch fast jeder zweite 15-Jährige (46 Prozent) angab, bis zum Alter von 13 Jahren mit Alkoholkonsum angefangen zu haben, waren es 2014 noch 28 Prozent.

Trotz der rückläufigen Tendenz sieht die WHO keinen Grund zur Entwarnung: „Soweit wir wissen, ist jeglicher Alkoholkonsum in diesem kritischen Entwicklungsstadium besonders schädlich“, sagte die WHO-Regionaldirektorin für Europa, Zsuzsanna Jakab. Zudem belegten Studien, dass ein später Beginn von Alkoholkonsum das Risiko senke, ein problematisches Trinkverhalten zu entwickeln. Ferner stehe Alkoholkonsum in Zusammenhang mit ungewollten Schwangerschaften, sexuell übertragbaren Krankheiten, Gewalt und schlechten Schulnoten.

An der Studie unter Leitung der schottischen Universität St. Andrews waren auch Wissenschaftler der Universität Halle-Wittenberg beteiligt.

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