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Werden die eigenen Eltern im Alter, sollte man sie nicht darauf ansprechen. Besser ist es, ihnen unauffällig zu helfen.

Frage für einen Freund

Darf man den Eltern sagen, dass sie senil werden?

Zeigen sich bei älteren Menschen Verhaltensänderungen, fällt es den eigenen Kindern meist besonders schnell auf. Doch wie spricht man das sensible Thema an, ohne dabei Gefühle zu verletzen?

Manche Frage traut man sich kaum zu stellen - nicht einmal dem Partner, und auch nicht einem Arzt oder Anwalt. Das Thema ist unangenehm, der Einblick in die persönlichen Lebensumstände könnte peinlich und tief werden, vielleicht drohen sogar rechtliche Konsequenzen.

Doch wie gut, dass einen Freund gerade ganz genau dasselbe Problem beschäftigt. Fragen wir also doch mal für ihn...

Die Frage heute: Darf ich es meinen Eltern sagen, wenn sie senil werden?

„Lieber nicht“, sagt Christine Sowinski vom Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA). „Das empfinden viele als Eingriff in ihre Persönlichkeitsrechte - gerade wenn es von den eigenen Kindern kommt.“

Stattdessen rät die Psychologin, hier und da ein bisschen übergriffig zu werden: „Sind Sie das nächste Mal zum Kaffee eingeladen, räumen Sie unauffällig gleich mal die Spülmaschine mit aus.“ Geht man bei den Eltern auf die Toilette, kann man da auch einfach mal einen Lappen zur Hand nehmen.

Auf Dauer heißt es, Hilfe geschickt einzuschleichen. Ein paar Haltegriffe fürs Bad kann man auch einfach mitbringen. Und hat eine Bekannte neuerdings eine Haushaltshilfe, ist das ein guter Ansatzpunkt, um zu sagen: „Probier das doch auch mal aus.“ Zwingen können Kinder ihre Eltern natürlich nicht, sich einzugestehen, dass hier und da Hilfe vonnöten ist.

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