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Vincent Voss: „Im Eis“ - Gewinner des Vincent Preis „bestes Buch national“ 2021

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Von: Jessica Bradley

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Das Cover des Horror-Thrillers „Im Eis“ von Vincent Voss
Cover „Im Eis“ Vincent Voss © Verlag Torsten Low

Fast zwei Jahrzehnte hat der Autor Vincent Voss für die Fertigstellung seines Romans „Im Eis“ benötigt. Spannend und gruselig ist das Ergebnis geworden: Mein Buchtipp

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Meine erste Assoziation mit dem Roman „Im Eis“ von Vincent Voss war „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“ gemischt mit der Frostszene im Film Shining. Das Setting und die unterschwellige, nicht zu greifende Gefahr innerhalb des Anfangs, passten da perfekt ins Bild. Zur Mitte hin musste ich an Moby Dick denken. Aufgrund der Metapher „des weißen Wales“, der Suche nach der Antwort, nach dem Ziel. Wie nah ich, bei dieser Empfindung, bei der Story Idee von Vincent Voss war, stellte sich später heraus. So wie sich die Crew der Pequod der Gefahr stellt, so geht es auch der Crew der Frost.

Vincent Voss „Im Eis“: Über das Buch

Allein das Cover vermittelt den Lesenden einen direkten Eindruck was sie erwartet. Mir selbst wurde des Öfteren bitterkalt.

Amelie Fischer ist Professorin am Institut für Ethnologie in Hamburg und weiß alles über die dritte deutsche Polarexpedition 1878 zum Nordpol. Das denkt sie jedenfalls, bis ihr ein Dachbodenfund in die Hände gespielt wird. Nicht die Entdeckung einer eisfreien Passage, nicht die Erforschung des ewigen Eises war das eigentliche Ziel, sondern ein Schiff namens »Sirene« sicher ins Eis zu geleiten. Je mehr sie herausfindet, umso geheimnisvoller erscheint die Expedition in der Nachbetrachtung. Und als sie beschließt, selbst eine Gruppe von Wissenschaftlern in den Nord-Osten Grönlands zu führen, um die Sirene zu bergen, bringt sie ihr Leben in Gefahr … 

Klappentext „Im Eis“ von Vincent Voss

Die Geschichte beginnt langsam und doch mit einem Knall. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und die Stimmung perfekt eingefangen. Insbesondere die QR-Codes, die die Lesenden zu Fachartikeln und weiteren Informationsquellen führen, finde ich richtig klasse. Ob es nun Quellen zum Schmelzen der Polarkappen sind oder dem Versuch, Grönland käuflich zu erwerben. Auch die Abwechslung am Anfang zwischen Amelie Fischer und den Einträgen aus den Tagebüchern sind toll gemacht. An manchen Stellen war ich traurig, dass die normale Geschichte weiterging, wollte ich doch bei den Tagebucheinträgen gerne weiter lesen.

Vincent Voss „Im Eis“: Mein Fazit

Meiner Meinung nach hat der Autor Vincent Voss zurecht den 1. Platz beim „Besten Buch national“ des Vincent Preises gemacht. Dieser Roman kann sich durchaus Frank Schätzings „Schwarm“ oder Dan Simmons‘ „Terror“ über behaupten. Ein faszinierendes Buch, spannend geschrieben, auch wenn mal laue Winde wehen. Ich kann es allen empfehlen, die Abenteuer-, Horror- und Thriller Romane lieben. Ich freue mich in Zukunft noch viel von Vincent Voss zu lesen.

Vincent Voss „Im Eis“

2021 Verlag Torsten Low, ISBN 13-978-3-966-29018-0

Preis: Taschenbuch 14,90€, Seitenzahl: 400 Jetzt bestellen

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