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A. M. Ollikainen: „Die Tote im Container – Team Helsinki“

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Von: Sven Trautwein

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Finnland steht hoch in der Thrillerkunst. A. M. Ollikainen zeigt mit „Die Tote im Container“ wie finnische Krimis funktionieren.

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Nicht allzu lange ist es her, dass mir mit Max Seecks „Teufelsnetz“ ein erster Thriller nach langer Zeit in die Hände fiel, der in Helsinki spielte. Die Autoren aus dem hohen Norden wissen, wie man eine spannende Lektüre konstruiert. Ich wollte es nur selten aus der Hand legen. Nun trudelte „Die Tote im Container“ ein. Auch hier spielt die Geschichte mit dem Team um Paula Pihjala in Helsinki.

A. M. Ollikainen „Team Helsinki – Die Tote im Container“: Das Buch

Cover zum Krimi von A. M. Ollikainen „Team Helsinki – Die Tote im Container“
Cover zu A. M. Ollikainen „Team Helsinki – Die Tote im Container“ © Lübbe

Am Morgen des Mittsommertags werden Kommissarin Paula Pihlaja und ihr Team zu einem grauenvollen Fund westlich von Helsinki gerufen. Vor dem Gutshof einer Unternehmerfamilie wurde ein Container abgestellt, in dem eine ermordete dunkelhäutige Frau liegt. Sie ist qualvoll darin ertrunken, nachdem Meerwasser eingefüllt wurde. Niemand scheint die Frau zu kennen. Die Ermittler misstrauen jedoch den allzu geschliffenen Antworten der Unternehmerfamilie. Kurze Zeit später kann die Identität der Toten geklärt werden: Die Universitätslehrerin Rauha Kalando war wenige Stunden vor ihrem Tod aus Namibia eingeflogen. In ihrem Hotelzimmer liegt ein Dokument, unterschrieben vom ehemaligen Unternehmenschef ...

Klappentext, Lübbe

„Die Tote im Container“ ist als Auftakt einer fünfbändigen Reihe angelegt, die international in 15 Ländern erscheint. Die erzählte Geschichte ist eng mit der finnischen Geschichte verwoben. Es bietet Einblicke in die finnische und namibische Gesellschaft. Historisch hatte das nördliche Land enge Beziehungen nach Afrika unterhalten, die bis in die heutige Zeit reichen.

A. M. Ollikainen „Team Helsinki – Die Tote im Container“ – Mein Fazit

Ich tat mich ein wenig schwer beim Einstieg in das Buch. Das Team um Paula Pihjala ist nicht ganz so facettenreich, wie bei Max Seecks „Teufelsnetz“. Hier ist in der Entwicklung noch Luft nach oben. Das Team wirkt in sich sehr sympathisch. Ich habe als Leser noch nicht so viele Details mitbekommen. Ich hoffe, dass diese in den kommenden Bänden nachgelegt werden.

„Die Tote im Container“ versucht die finnisch-afrikanische Geschichte aufzugreifen und die Verbindungen, die bis in die Gegenwart reichen, aufzuschlüsseln. Das gelingt gut. Hierüber möchte ich als Leser mehr erfahren und freue mich auf eine Fortsetzung der Reihe.

A. M. Ollikainen „Die Tote im Container“

2022, Lübbe, ISBN-13: 978-3-7857-2794-2

Preis: Taschenbuch 16,99 €, EBook 11,99 €, 351 Seiten (Abhängig vom Format) Hier bestellen!

A. M. Ollikainen

Hinter A. M. Ollikainen verbirgt sich das Ehepaar Aki und Milla Oliikainen. Aki Oliikainen hat bisher schon drei Romane veröffentlicht und unter anderem den Helsingin Sanomat Literature Prize gewonnen. Die Romane standen zudem auf der Longlist des Man Booker Prize. Auch von Milla sind bisher drei Romane erschienen. Eines ihrer Bücher gewann den Finnish Detectove Society‘s Crime Novel. Sie leben mit ihren zwei Kindern in Lohja.

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