1. Startseite
  2. Ratgeber
  3. Buchtipps

Kampfzone Frankfurter Wohnungsmarkt

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Jessica Bradley

Kommentare

Das Cover des Frankfurt-Krimis „Faule Mieten“ von Sonja Rudorf
Cover „Faule Mieten“ von Sonja Rudorf © Societäts Verlag

Eine Thematik, die uns auch im realem Leben betrifft. Der heißumkämpfte Wohnungsmarkt in Deutschland. Doch in dem Krimi „Faule Mieten“ von Sonja Rudorf gehen so manche sogar über Leichen.

Hinweis an unsere Leser*innen

Wir erstellen Produktvergleiche und Deals für Sie. Um dies zu ermöglichen, erhalten wir von Partnern eine Provision. Für Sie ändert sich dadurch nichts

Eine alte Villa, ein Mord und eine eingeschworene Hausgemeinschaft - darum geht es in dem Roman von Sonja Rudorf. Doch was haben ein Erbe und eine Immobilienfirma mit der ganzen Sache zu tun? Die Psychologin Jona Hagen kommt den Geheimnissen der Villa und seinen Bewohnern nahe- zu nahe.

Sonja Rudorf „Faule Mieten“: Über das Buch

Der Frankfurter Wohnungsmarkt ist Kampfzone. Als Jona Hagen eine kleine Mansarde in einer Villa findet, kann sie ihr Glück kaum fassen. Aber die Ruhe trügt. Ihr Vormieter, ein Immobilienmakler, wurde im nahegelegenen Sinaipark brutal ermordet, und ausgerechnet ihr Freund ist leitender Ermittler. Während die ersten Blüten den Frühling in Frankfurt ankündigen, ziehen in Jonas Leben dichte Wolken auf. Ein Haus ist noch kein Zuhause. Das muss auch Ellen Beetz am eigenen Leib erfahren. Einst Altenpflegerin, hat sie sich nun der Pflege der alten Villa verschrieben, in der sie lebt. Kein leichtes Unterfangen bei diesen Mietern. Als die scheue Bankangestellte aus dem 1. Stock plötzlich ein Mordgeständnis ablegt, gerät neben Jona auch Ellen in einen Strudel der Ermittlungen. Leidet die Rentnerin im Rollstuhl wirklich an Demenz, lebt der Weinhändler nur für sein Lädchen, sind die Ansichten des Philosophiestudenten über Schuld rein philosophischer Natur? Und wie kam die Vermieterin überhaupt dazu, Haupterbin zu werden? (Klappentext)

Sonja Rudorf „Faule Mieten“: Sprache und Aufbau

Das Buch ist sehr leicht lesbar. Die Charaktere sind interessant und abwechslungsreich. Hier und da haben sich kleine Klischees eingemogelt aber ich denke, das dies von der Autorin beabsichtigt wurde. Das hat aber keinerlei Auswirkung auf das Lesevergnügen. Es wurde mehr Wert auf die zwischenmenschlichen Ebenen gelegt, die Spannung steigt erst zum Ende hin.

Sonja Rudorf „Faule Mieten“: Mein Fazit

Ich hatte oft beim Lesen von „Faule Mieten“ das Gefühl, den ein oder anderen Charakter mal ordentlich durchzuschütteln. Das es nicht nur in Frankfurt* schwer ist geeigneten Wohnraum zu finden, macht die Geschichte auch außerhalb von Frankfurt interessant. Es war dennoch ein entspannter Roman. Wer nicht viel Aufregung mag und trotzdem gerne Krimis liest, ist hier an der richtigen Stelle. Man hat alle Ruhe, sich das Rätsel um die Wohngemeinschaft, anzunehmen und mitzuspekulieren. Perfekt für einen verregneten Tag auf dem Sofa.

Sonja Rudorf: „Faule Mieten“

Hier bestellen!

Societäts-Verlag, ISBN 978-3-95542-409-1

Preis: Taschenbuch 15€, 304 Seiten

Sonja Rudorf - die Autorin

Die Frankfurter Autorin (55) schreibt seit Beendigung ihres Germanistik Studiums 1991. Sonja Rudorf arbeitet neben der Schriftstellerei noch als Dozentin für Kreatives Schreiben und Poesie- und Bibliotherapeutin. (jb) FR.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare