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Buchtipp - Henrik Siebold: „Inspektor Takeda und das schleichende Gift“

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Von: Jessica Bradley

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Das Cover des Kriminalromans „Inspektor Takeda und das schleichende Gift“ von Henrik Siebold
Cover „Inspektor Takeda und das schleichende Gift“ Henrik Siebold © Aufbau Verlag

Der sechste Band um den japanischen Inspektor Takeda ist erschienen und verspricht Spannung pur. Mein Buchtipp.

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Die Hamburg-Liebe des Autors Henrik Siebold kann ich sehr gut nachvollziehen. Ist es doch eins meiner beliebtesten Urlaubsziele innerhalb Deutschlands. Auch die Liebe zu guten Krimis verbindet uns, weshalb ich mich frage, warum ich nicht schon eher auf seine Romane mit Inspektor Takeda gestoßen bin. Ich schulde es den unzähligen guten Krimis, die es mittlerweile aus deutscher Feder gibt.

Henrik Siebold: „Inspektor Takeda und das schleichende Gift“: Über das Buch

Einen toller Einstieg hat der sechste Band über den Inspektor aus Japan. Siebold schreibt recht offen darüber, wie es anfänglich schwierig war und wie stark Takeda mit Rassismus innerhalb der Polizei umgehen musste. Er hebt aber auch die Vorteile hervor, die Takedas Austausch in Deutschland beinhaltet. Nach einem Jahr fühlt sich der Inspektor in Hamburg bereits heimisch. Auch wenn ihm nur noch ein weiteres Jahr bleibt, bis er zurück in seine Heimat muss.

Inspektor Kenjiro Takeda, mittlerweile in Deutschland heimisch geworden, und Claudia Harms vor ihrem heikelsten Fall. Ein stadtbekannter Rechtsanwalt ist in seiner Villa getötet worden. Schnell steht sein letzter Mandant unter Verdacht: ein berühmter Schauspieler, dem eine Vergewaltigung vorgeworfen wird. Doch dann weisen die Spuren plötzlich in die ferne Vergangenheit: zu einem Mord an einem Mädchen, in das der Anwalt als Jugendlicher verliebt war. Und noch jemand war damals in den Fall verwickelt – der regierende Bürgermeister von Hamburg. 

Henrik Siebold „Inspektor Takeda und das schleichende Gift“

Die Hinweise sind zahlreich, und es dauerte ein bisschen länger als gewöhnlich, bis ich meinen ersten Verdacht hatte. Die Charaktere sind wunderbar gezeichnet und das Gefühl, den Geruch der Elbe in der Nase zu haben, begleitete mich beim Lesen.

Der Bezug auf „MeToo“ Bewegung und die Darstellung von Cyber-Gewalt hat mich beeindruckt. Denn so, wie es der Autor in seinem Roman schreibt, fühlt es sich auch im realen Leben an. Meinungen werden heutzutage über soziale Medien geprägt und gefestigt. Existenzen können vernichtet oder Menschen in den Suizid gedrängt werden. Aber trotzdem haben auch die sozialen Medien einen Vorteil: Menschen, die früher nicht gehört worden sind, können sich nun austauschen und Gehör verschaffen.

Henrik Siebold: „Inspektor Takeda und das schleichende Gift“: Mein Fazit

Der leichte Sprachstil und die Charaktere haben mich regelrecht gepackt. Das heißt zwar für mich, ich muss irgendwann mal fünf weitere Bücher von Henrik Siebold und Inspektor Takeda lesen, aber damit kann ich leben. Eine Leseempfehlung für alle Krimifans.

Henrik Siebold: „Inspektor Takeda und das schleichende Gift“

2022, Aufbau Verlag, ISBN 13-978-3-746-63896-6

Preis: Taschenbuch 11 €, E-Book 8,99 €, Seitenzahl: 352 (abweichen vom Format) Jetzt bestellen (werblicher Link)

Henrik Siebold

Henrik Siebold ist Journalist und Buchautor. Er hat unter anderem für eine japanische Tageszeitung gearbeitet sowie mehrere Jahre in Tokio gelebt. Unter einem Pseudonym hat er mehrere Romane veröffentlicht. Er lebt in Hamburg. Bisher sind als Taschenbuch und Hörbuch erschienen: „Inspektor Takeda und die Toten von Altona“, „Inspektor Takeda und der leise Tod“, „Inspektor Takeda und der lächelnde Mörder“, „Inspektor Takeda und das doppelte Spiel“, „Inspektor Takeda und der leise Tod“ sowie „Inspektor Takeda und das schleichende Gift“.

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