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Edgar Wallace - „Der Frosch mit der Maske“: Neuauflage zum 100. Jubiläum des Goldmann Verlags

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Von: Jessica Bradley

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Das Portraitfoto von Richard Horatio Edgar Wallace, Schriftsteller
Portrait von Edgar Wallace © Classic Vision/imago

Edgar Wallace war ein immens produktiver Thriller-Autor. Und „Der Frosch mit der Maske“ ist zweifellos sein bekanntestes Werk: Mein Buchtipp.

„Es ist unmöglich, nicht von Edgar Wallace gefesselt zu sein“ war der Slogan, unter welchem der „King of Thriller“ vermarktet wurde. Und das zurecht. Selbst wenn man ihnen ihr Alter ein bisschen anmerkt, haben sie in dieser Hinsicht wenig verloren. „Der Frosch mit der Maske“ erschien im Original immerhin schon 1925. 1926 folgte die deutsche Erstausgabe – und dabei handelt es sich zugleich um das legendäre Goldmann-Taschenbuch Nr. 1.

Edgar Wallace „Der Frosch mit der Maske“: Über das Buch

Edgar Wallace war ein immens produktiver Thriller-Autor. Und „Der Frosch mit der Maske“ ist zweifellos sein bekanntestes Werk: Mein Buchtipp.
Cover „Der Frosch mit der Maske“ Edgar Wallace © Goldmann Verlag

England wird von der „Fellowship of the Frog“ („Die Gefolgschaft des Froschs“ so der Originaltitel) terrorisiert: einer Verbrecherbande, die zum Großteil aus Landstreichern, aber doch auch einigen sehr gewieften Gangstern besteht. Im Zentrum steht der geheimnisvolle „Frosch“, den niemand kennt. Als Erkennungszeichen tragen die Landstreicher einen tätowierten Frosch am linken Arm. Ist es besonders stümperhaft, sich so zu erkennen zu geben, oder steckt dahinter ein ausgewieftes Versteckspiel?

Für Scotland Yard ermitteln der bald zum Inspektor beförderte Sargent Elk und Staatsanwalt Richard „Dick“ Gordon. Der ist Hals über Kopf in Ella Bennett verliebt, deren Bruder Ray sich unvorsichtig vom „Frosch“ vor dessen Wagen spannen lässt. Bald geht es – wie es sich für einen Thriller gehört – um Leben und Tod. Scharfschützen und Giftgas sind im Einsatz. Die Leichen stapeln sich, die Gefängniszellen füllen sich, aber immer ist der „Frosch“ den Ermittlern ein paar Sprünge voraus.

Auch wenn „Der Frosch mit der Maske“ eine altertümliche Sprache, im Gegensatz zur heutigen, verwendet, liest sich der Roman flüssig. Allein durch den lockeren, fast ausgelassenen Schreibstil ist man relativ schnell in der Geschichte. Für Krimi-Liebhaber*innen eine großartige Buchempfehlung

Edgar Wallace „Der Frosch mit der Maske“: Mein Fazit

Je enger sich die Schlinge um den „Frosch“ zieht, desto gefährlicher wird er auch. Und so zieht die Spannung immer mehr an, je weiter man mit der Lektüre voranschreitet. Das macht das Buch kurzweilig und lesenswert. Über kleine Schwächen muss man allerdings hinwegsehen, so scheint es den abgebrühten Ermittlern zum Beispiel wenig auszumachen, auf „Froschs“ Abschussliste zu stehen: Dass man nach einem Mordanschlag Sicherheitsmaßnahmen ergreifen müsste, scheint ihnen nicht in den Sinn zu kommen. Toll ist, wie sich am Schluss alle Handlungsstränge zusammenfügen: am bemerkenswertesten während eines Mordes in Gloucester. Es hat mir viel Spaß gemacht, dem „alten“ Meister in die Geschichte zu folgen.

Edgar Wallace „Der Frosch mit der Maske“ (ab 16.05.2022 verfügbar)

2022, Goldmann Verlag, ISBN 13-978-3-442-49331-9

Preis: Taschenbuch 11€, gebundenes Buch 19,90€, Seitenzahl: 400 (abweichend vom Format) Hier (vor)-bestellen!

Edgar Wallace

Edgar Wallace verfasste 175 Romane, 24 Theaterstücke, eine große Anzahl von Kurzgeschichten, Essays, Zeitungs- und Zeitschriftenartikeln und Drehbüchern. Kurz vor seinem Tod (1932) beendete er das Drehbuch zu „King Kong und die weiße Frau“, deren Kinoerfolg er nicht mehr miterlebte.

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