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Nach Benzin-Gas-Kombination kommt Chevrolet jetzt mit zwei Diesel-Antrieben.
Nach Benzin-Gas-Kombination kommt Chevrolet jetzt mit zwei Diesel-Antrieben. © Hersteller

Jeder zehnte verkaufte Chevrolet wird bereits von einer Benzin-Gas-Kombination angetrieben. Jetzt kommen zwei Diesel hinzu.

Von FRANK NÜSSEL

Es darf getrost behauptet werden, dass die Chevy-Leute zu den Pionieren im Autogas-Geschäft gezählt werden dürfen: Inzwischen ist vom kleinsten "Ladykracher" Matiz bis zum 4x4-Captiva jedes Chevrolet-Modell auch auf Autogas umrüstbar. Jeder zehnte verkaufte Chevy ist eine Benzin-Gas-Kombination.

Eine Dieselgeneration fehlte bislang. Jetzt aber sind für den kompakten Lacetti, den großräumigen Nubira Kombi und die Mittelklasse-Limousine Epica ebenfalls Selbstzünder-Motoren erhältlich. Der Captiva kann bereits seit seiner Markteinführung mit einem 2-Liter-Diesel geordert werden. Exakt dieser Motor wurde für den Epica adaptiert und verhilft diesem mit seinen 150 PS und dem kräftigen Drehmoment von 320 Newtonmetern zu ausgesprochen munteren Fahrleistungen, die vom Sicherheitsfahrwerk ganz locker umgesetzt werden. Der Motor passt folglich ausgezeichnet zum technischen Gesamtcharakter des Epica.

Das Epica- Geheimnis: Dort hat der Captiva-Motor beachtliche 350 Kilogramm weniger zu bewegen. Um diesem Leistungspaket auf die Sprünge zu helfen, bietet Chevrolet ein handgeschaltetes 5-Gang-Getriebe und eine 5-Gang-Automatik an. Die Epica-Automatik mit neuem Setup arbeitet spürbar zügig. Das Schaltgetriebe lässt sich in präzisen Gassen kurz und flott durcheilen und weiß mit besten Anschlüssen zu überzeugen. Die beim Testwagen aufgezogenen Hankok-Reifen erwiesen sich als zu laut im Abrollgeräusch, was bei der sehr zurückhaltenden Fahrgeräusch-Entwicklung beim Epica umso stärker auf fiel.

Douglas E. Trombley, der technische Ziehvater und Chefkonstrukteur der neuen Dieselfamilie, tat gut daran, die leistungsmäßig schwächere Variante mit 121 PS, die zunächst dem Lacetti und dem Nubira Kombi vorbehalten bleibt, auf der Basis des gleichen zwei-Liter Motors zu entwickeln. Mit dessen 28o Newtonmeter Drehmoment lassen sich Lacetti und Nubira Kombi dank ihres geringeren Gewichts ( Lacetti 1355 Kilogramm, Nubira Kombi 1430 Kilogramm) ausgesprochen flott und mit etwa sechs Litern Leichtöls auch preiswert durch die Lande bewegen.

Bei dieser Motorcharakteristik kann der Kunde sogar mit einer nicht mehr so ganz aktuellen Vier-Gang-Automatik leben, da ja schon ab knapp über Leerlaufdrehzahl ordentlich viel Schub auf Abruf wartet. Die fehlende fünfte Fahrstufe haben wir eigentlich nie so richtig vermisst.

Beide Motoren sind nach der Diesel-Euro 4 zertifiziert und haben Rußpartikelfilter nachgeschaltet. Der CO2-Ausstoß liegt zwischen 175 und 192 Gramm pro Kilometer Fahrstrecke.

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