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So wird Kindern im Auto nicht langweilig

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Reist man mit Kindern, sollten regelmäßige Pausen sollten eingelegt werden.
Reist man mit Kindern, sollten regelmäßige Pausen sollten eingelegt werden. © obs/ADAC/Sandra Seckinger

Eine Fahrt in den Urlaub mit dem Familienauto kann – unter Umständen – sehr lang dauern. Doch mit einfachen Tricks hält man die Kinder bei Laune und steigert so die Stimmung in der Familienkutsche. Gegen Schwindel und Reisekrankheit hilft ein einfacher Trick.

Lange Autofahrten in den Urlaub sind für Familien ein ganz besonderer Stresstest. Damit die Kinder auf der Rückbank nicht zu quengeln beginnen, ist es gut, sich vorab Spiele zu überlegen. Der Auto Club Europa schlägt dazu folgende Ablenkungsmanöver vor:

- Überraschungspäckchen packen: Einfach kleine Tüten mit Spielsachen, Bastelzeug oder Süßigkeiten füllen - mit dem Auspacken sind Kinder eine ganze Weile beschäftigt. Für Eltern bedeutet dieses Spiel ein wenig Vorbereitungsarbeit, es erspart ihnen aber schlechte Stimmung. - Bandwurmgeschichten erzählen: Bei diesem Spiel werden gemeinsam Geschichten erfunden. Ein Mitspieler beginnt mit einem Satz - ein anderer führt die Geschichte so lange fort, bis ihm nichts mehr einfällt und nennt dann jemand anderen, der weitermachen muss. So geht es reihum, bis ein Ende gefunden ist. - Gegenstände raten: Der erste Mitspieler sagt in Gedanken das ABC auf. Ein anderer sagt irgendwann „Stopp!“. Der Buchstabe, bei dem angehalten wurde, wird laut gesagt. Nun müssen alle Spieler einen Gegenstand nennen, der mit dem entsprechenden Buchstaben beginnt.

Blick aus dem Fenster mildert Schwindel

Doch was ist, wenn es von der Rückbank schallt: „Mama, mir ist schlecht!“ Auf diese alarmierende Mitteilung vom Rücksitz folgt oft der Rat: „Setz dich gerade hin und schau genau auf die Straße“ – stimmt die alte Elternweisheit?

„Ja“, sagt Professor Martin Westhofen, Direktor der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde am Aachener Uniklinikum. „Der Rat ist absolut gerechtfertigt und wissenschaftlich fundiert. Die Reisekrankheit entstehe durch widersprüchliche Signale an das Gehirn. Das gelte besonders, wenn man im Auto lese. „Der Blick ins Buch sagt: Ich sitze still aufeinem Stuhl. Aber der Sinneseindruck vom Gleichgewichtsorgan im Ohr sagt: Wir fahren ganz schnell über die Autobahn und dabei holpert es. Da sagt sich dann das Hirn: Das kenne ich nun aber nicht!“

Die Folge: Alarm im zentralen Nervensystem. Dem Kind wird übel. „Was Mutter empfohlen hat, heißt im Grunde: Bring doch die Signale wieder zur Deckung! Guck nicht ins Buch, sondern gib dem Hirn auch visuell die Information,die ihm das Gleichgewichtsorgan gibt! Dann passen die Informationen wieder und das Hirn sagt: Das kenn' ich. Damit werd' ich fertig“, sagt Westhofen. (mit Material der dpa)

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