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Wenn Ami-Schlitten durch die Eifel cruisen

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Mehr Klischee geht nicht: Ein amerikanische Corvette mit lackierter US-Flagge.
Mehr Klischee geht nicht: Ein amerikanische Corvette mit lackierter US-Flagge. © Ampnet

Am Pfingstwochenende war es in Mendig mit der Ruhe vorbei. Jede Mange aufgemotzte Pick-Ups, Pony- und Muscle-Cars, fette Vans und skurrile Hot-Rods ratterten durch das Eifel-Örtchen. Anlass war das US-Car Treffen. Motto: Bitte, recht auffälllig!

Der ehemalige Militärflugplatz in der Eifel war am Pfingst-Wochenende 2015 – mal wieder – der Treffpunkt etlicher Freunde amerikanischer Fahrzeuge und ihrer Mobile.

In Mendig sind wuchtige Geländewagen ebenso vertreten wie Pick-Ups, leistungsstarke Pony- und Muscle-Cars aus aller Jahrzehnte, Vans, kraftstrotzende Streetmachines oder Hot-Rods. Aber auch viertürige Limousinen, elend lange Kombis mit irrsinnig viel Platz, kultige CJ-Jeeps oder aufgebrezelte Hummers aller drei Baureihen fahren dort vor. Die Palette reicht von AC, AMC, Buick, Cadillac, Chevrolet, Dodge, Ford, Jeep, Mercury und Oldsmobile bis zu Peterbilt, Pontiac und Studebaker.

Brutal modfiziert

Das wohl kleinste und flachste, was auf dem Platz war eine Handvoll Ford Model T. Teils brutal modifiziert, waren sie zwar nicht gut zu sehen zwischen den verflixt hohen Geländewagen und Vans – aber verdammt gut zu hören.

Sonorer im Ton blubberten Pick-Ups vom Schlage eines Chevy El Camino über das alte Militärgelände. Der Camino taugt wunderbar, um sich auf seiner Ladefläche mit einem geklühlten Getränk zu zweit gemächlich über den Platz chauffieren zu lassen.

Klar durften auch die allradgetriebenen Pritschenwagen von Ford, Chevrolet und Dodge nicht fehlen. Sie gehören in den USA zu den meist verkauften Fahrzeugen und finden sich regelmäßig zu mehreren unter den Top-Ten der meistverkauften Mobile in Nordamerika.

In der Eifel rollten sie auf grobstolligen Reifen herum, teilweise so hoch gelegt, dass man beinahe eine Leiter für den Einstieg ins Fahrerhaus benötigt.

Groß, größer, Van

Auch erstaunliche viele Vans kamen zu dem Treffen. Der größte Teil der Großraum-Limousinen, die mit Familienschleudern aus deutschen Städten nur wenig gemeinsam haben, präsentiert sich im Originalzustand:

Also mit zwei bis vier Captains-Chairs, plus zur Liegefläche umklappbarer Sitzbank im Heck. Doch einige sind in liebevoller Handarbeit höchst individuell modifiziert, vom Innenausbau bis zur Design-Lackierung. Das ganze Styling zeigt sich dann Ton in Ton, meist im traditionellen US-Style: Mit Airbrush-Lackierungen mit Weißkopf-Seeadlern, Flaggen mit Stars and Stripes und Motiven aus der Cowboy- und Western-Zeit.

Nicht fehlen durfte natürlich auch die Fraktion der Pony-Cars: Für damalige Verhältnisse waren die Pony-Cars in den USA schon beinahe „kleine“ Coupés und Cabrios, mit dafür eher großvolumigen Motoren mit sechs oder acht Zylindern. Sie waren relativ preiswert in der Anschaffung und damit ein Angebot für eher jüngere Kunden, die für verhältnismäßig kleines Geld Motorleistungen von teilweise mehr als 400 PS einkauften.

In der Eifel gab es Mustangs, Camaros, Firebirds, Challengers und Co. zu bestaunen. Besonderer Hingucker waren die wenigen „real american sportscars“, die Corvette. Sie stand als Coupe und Cabrio – teils selbst unter der Motorhaube lackiert – auf dem Platz. Neben diversen Harleys und einer echt fetten Boss Hoss mit üppigem V8-Antriebsaggregat. Deren Hinterreifen ist so breit geraten, dass sie schon beinahe ohne Seitenständer parken könnte.

Der Dodge RAM ist überragend

Der allradgetriebene Dodge RAM ist nicht nur in die Breite, sondern mindestens ebenso kräftig-deftig in die Höhe gewachsen. Der RAM mit dem Widderkopf auf der Haube überragt die meisten Fahrzeuge deutlich. Seilwinde und Abschleppseil an der Front, dicke Scheinwerfer-Batterien auf dem Dach, eine meterbreite LED-Lightbar auf dem Kuhfänger und grobstollig bereifte Reserveräder auf dem massiven Dachgepäckträger machen deutlich, dass der RAM - und sein Besitzer es durchaus ernst meinen.

Und mit satt über 400 PS und zehn Zylindern können sie es auch so richtig krachen lassen. Armdicke Auspuffrohre recken sich beim ein oder anderen Pick-Up-Bruder des RAM schon fast aufreizend lässig aus der Ladefläche, auf die locker die Laube deutscher Kleingärtner passen würde, in die Höhe. (mit Material von Ampnet/rk)

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