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Alte Schätzchen mit H-Kennzeichen dürfen auch in Umweltzonen Gas geben.

Ausnahmen

Umweltzonen ohne Plakette befahren

Auch für Umweltzonen gibt es Ausnahmen: Feuerwehr und Krankenwagen brauchen natürlich keine Feinstaubplakette. Doch auch Oldtimer mit H-Kennzeichen und Anwohner mit Ausnahmegenehmigung kommen ohne den Aufkleber weiter.

Viele deutsche Innenstädte sind für Autos ohne gültige Feinstaubplakette tabu. Doch es gibt Ausnahmen: Ohne entsprechenden Aufkleber dürfen zum Beispiel Oldtimer mit H-Kennzeichen oder rotem Oldtimerkennzeichen in den betreffenden Umweltzonen unterwegs sein.

Eine allgemeine Sondergenehmigung gilt auch für Kfz, „mit denen Personen gefahren oder gefahren werden, die außergewöhnlich gehbehindert, hilflos oder blind sind“, so der entsprechende Gesetzestext. „Alle allgemeinen Ausnahmen sind durch die Bundesimmissionsschutzverordnung geregelt“, sagte Heiko Balsmeyer vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) in Berlin dem dpa-Themendienst.

Freie Fahrt für Bundeswehr und Motorräder

Freie Fahrt in den Umweltzonen haben ohne Plakette laut Gesetz unter anderem auch Krankenwagen oder Ärzte im Einsatz sowie „zivile Kraftfahrzeuge, die im Auftrag der Bundeswehr genutzt werden, soweit es sich um unaufschiebbare Fahrten zur Erfüllung hoheitlicher Aufgaben“ handelt.

Auch benötigen alle zwei- und dreirädrigen Kraftfahrzeuge keine Plakette, also auch Motorräder. „Für Quads gilt dies ebenfalls“, fügte Balsmeyer hinzu.

Härtefall-Regelungen der Kommunen

Daneben könnten Halter in einigen Städten und Kommunen eine zeitlich begrenzte Sondergenehmigung beantragen. Diese sei etwa möglich, wenn Fahrzeuge zur Einhaltung der Abgasgrenzwerte technisch nicht nachgerüstet werden können.
Auch gebe es Ausnahmen im Falle „wirtschaftlicher und sozialer Härten“. „Solche Ausnahmegenehmigungen gelten allerdings nur in der Kommune, für die sie bewilligt wurden“, betonte Balsmeyer.

Polizei: Bitte Folgen!

Eine weitere Ausnahme gilt, wenn Autofahrer polizeilichen Anweisungen folgen. Darauf weist der Auto Club Europa (ACE) hin. Leitet die Polizei etwa wegen einer Vollsperrung den Verkehr in eine Umweltzone, spielt es dem ACE zufolge keine Rolle, ob auf den umgeleiteten Autos eine rote, gelbe oder grüne Schadstoffplakette klebt.

Wer mit unzureichender Plakette in Umweltzonen unterwegs ist, riskiert normalerweise 40 Euro Bußgeld und einen Punkt in der Flensburger Verkehrssünderkartei.

Am Montag hatte die Deutsche Umwelthilfe eine Untersuchung vorgelegt mit dem Ergebnis, dass viele Städte und Kommunen ihre Umweltzonen gar nicht oder nur unzureichend kontrollieren. Die Umwelthilfe will nun per Klage erwirken, dass Städte verstärkt Bußgelder für das unerlaubte Einfahren in Umweltzonen verhängen. (dpa, dmn)

Fahrzeuge des Baujahres 1983 werden 2013 zu Oldtimern und können, wenn sie in gutem Zustand sind, ein H-Kennzeichen bekommen, mit dem man frei durch alle Umweltzonen fahren kann. Sehen Sie hier die kommenden Oldtimer des Jahres.

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