Die TÜV-Plakette verrät, wann die nächste Hauptuntersuchung fällig ist.
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Die TÜV-Plakette verrät, wann die nächste Hauptuntersuchung fällig ist.

Wann ist die HU fällig?

TÜV-Plakette: Was die Farben und Zahlen auf dem runden Aufkleber bedeuten

  • Sebastian Oppenheimer
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Für viele ist die Hauptuntersuchung ein unangenehmer Termin - verpassen sollte man ihn aber auf keinen Fall. Wann die nächste TÜV-Prüfung ansteht, verrät ein Aufkleber.

  • Die TÜV-Plakette verrät, wann die nächste Hauptuntersuchung fällig ist.
  • Es gibt sie in sechs Farben - und alle haben eine Bedeutung.
  • Wir erklären, wie man den Aufkleber richtig liest.

Von Zeit zu Zeit läuft Autobesitzern ein kalter Schauer über den Rücken: Wann muss mein Auto eigentlich wieder zur Hauptuntersuchung (HU)? Der kleine runde Aufkleber auf dem hinteren Kennzeichen verrät es - wenn man ihn denn lesen kann.

Im Alltag reden die meisten Menschen natürlich nicht von der HU - sondern vom TÜV*. Wobei der TÜV ja nur eine der Organisationen ist, die die Hauptuntersuchung durchführen dürfen. Der TÜV* ist allerdings Marktführer. Wer will, kann sein Auto aber beispielsweise auch von der DEKRA (Deutscher Kraftfahrzeug-Überwachungs-Verein), der GTÜ (Gesellschaft für Technische Überwachung) oder der KÜS (Kraftfahrzeug-Überwachungsorganisation freiberuflicher Kfz-Sachverständiger) untersuchen lassen.

Die TÜV-Plakette - wozu sie auf dem Kennzeichen angebracht ist

In Deutschland müssen Autos alle zwei Jahre zur HU (Ausnahme: Neuwagen erst nach drei Jahren). Die Prüfer stellen bei dieser Untersuchung fest, ob das Auto noch in einem technisch einwandfreien Zustand ist. Wird das Fahrzeug als verkehrssicher eingestuft, bekommt es - quasi als Beleg - die Plakette. Gleichzeitig weist die Prüfplakette aber auch schon auf den nächsten HU-Termin hin.

Lesen Sie auch: Alle Informationen rund um die Hauptuntersuchung.

Das bedeutet die Farbe der TÜV-Plakette

Wer sich mal ein paar Auto-Kennzeichen anschaut, wird schnell feststellen: Die TÜV-Plakette gibt es in verschiedenen Farben. Die Farbe - von denen es nur sechs gibt - steht immer für das Jahr, in dem die HU fällig ist. Blau steht beispielsweise für das Jahr 2020, Gelb für das Jahr 2021, Rot für das Jahr 2022, Rosa für 2023, Grün für 2024 und Orange für 2025.

Ab dem Jahr 2026 wiederholen sich die Farben wieder - beginnend mit Blau. Durch die Farben können beispielsweise Polizisten schnell erkennen, ob bei einem Fahrzeug der TÜV schon lange abgelaufen ist.

Das bedeuten die Zahlen auf der TÜV-Plakette

Die Zahl, die oben steht, gibt immer den TÜV-Monat an - in diesem Fall wäre es der Februar.

Am einfachsten ist die Zahl in der Mitte der Prüfplakette erklärt: Sie steht für das Jahr, in dem die HU fällig ist. Die Zahlen von eins bis zwölf, die kreisförmig um die Jahreszahl herum angeordnet sind, stehen für den Monat, in dem das Auto geprüft werden muss. Doch welcher der zwölf Monate ist es denn nun? Das kommt darauf an, wie der Prüfer beim letzten Mal den Aufkleber angebracht hat: Es ist immer der Monat, der oben steht. Ist die Zahl ganz oben (dort wo bei einer Uhr immer die Zwölf steht) beispielsweise eine Zehn, dann ist der TÜV im Oktober fällig - steht oben die drei, muss das Auto im März zur HU. 

TÜV-Plakette: So liest man die dicken schwarzen Balken am Rand

Weil die Zahlen aus der Entfernung nicht so leicht zu erkennen sind, gibt es eine weitere Methode das TÜV-Datum abzulesen. Das funktioniert wie bei einer Uhr: Stehen die beiden dicken schwarzen Balken etwa zwischen 2 und 4 Uhr, dann steht oben die Drei - und das bedeutet, dass der TÜV am März fällig ist. Stehen die beiden Balken zwischen 5 und 7 Uhr, dann steht oben die 6 - deshalb ist die HU in diesem Fall im Juni fällig.

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Sebastian Oppenheimer

Die 50 häufigsten und dümmsten Autofahrer-Ausreden bei TÜV Süd

Wenn es um die Begründung von Mängeln am Auto geht, werden die Fahrer offenbar kreativ: Der TÜV Süd hat in seinen Service-Centern außergewöhnliche Ausreden gesammelt, wie er am Dienstag in München mitteilte. Heraus kam, dass die “die guten, die schrägen und die skurrilen Ausreden“ keineswegs ausgestorben sind. Nachfolgend 50 Ausreden, die wohl jeden TÜV-Prüfer verzweifeln lassen. Es seien die "häufigsten, respektive originellsten", so TÜV Süd. © dpa
1. „Das Auto kriegt morgen meine Frau zum Geburtstag als Überraschung, ich muss jetzt sofort TÜV haben." © dpa
2. „Mit dem Wagen fährt nur meine Frau." © dpa
3. „Da habe ich keine Ahnung, mit dem Auto fährt nur mein Mann." © dpa
4. „Meine Frau bringt mit dem Auto bloß die Kinder zur Schule." © dpa
5. Attraktive Frau: „Mein Freund meinte, wenn ich beim TÜV vorfahre, bekommen wir vielleicht die Plakette." © dpa
6. Kundin: „Mein Mann hat gesagt, ich soll alles unterschreiben, wir verkaufen das Auto eh an die Werkstatt." © dpa
7. „Der Ölverlust kommt vom Danebenleeren beim Einfüllen." © dpa
8. „Ich fahr eh bloß bei Tag." (bei Beleuchtungsmangel) © dpa
9. „Die Nebelschlussleuchte brauch ich nicht, bei so Wetter bleib ich sowieso zuhause." © dpa
10. „Da passiert doch nichts, den Riss hab ich schon seit einem Jahr in der Scheibe." © dpa
11. „Versprochen, nächste Woche mach ich Winterreifen drauf." © dpa
12. „Da hinten sitzt bei mir nie jemand." (fehlende Sicherheitsgurte) © dpa
13. „Ist alles in Ordnung, hab isch original im ebay ´kauft." © dpa
14. „Wozu brauch ich eine Handbremse, das ist doch ein Automatik!" © dpa
15. „Da ist nur schlechter Sprit drin vom Urlaub, normal sind die Abgaswerte gut." © dpa
16. „Je lauter mein Auspuff, desto sicherer, weil man mich besser herannahen hört." © dpa
17. „Müssen Sie so streng sein, das könnte ja genauso noch nach der Prüfung hier kaputt gehen." © dpa
18. „Da darf kein Mangel im Prüfbericht stehen, ich will den Wagen verkaufen!" © dpa
19. „Wenn ich das machen lass, dann hält das eh' wieder nicht lange!" © dpa
20. „Schreiben Sie´s ruhig drauf, ich mach es eh' nicht!" © dpa
21. „Dann meld´ ich den halt ab. Dann gehen dem Staat aber die Steuern weg, wollen Sie das verantworten?" © dpa
22. „Nach hinten brauch ich nichts sehen, mich überholt keiner!" © dpa
23. „Ich fahre doch nicht viel." © dpa
24. „Vor zwei Jahren hat der Kollege kein Wort gesagt, dass mit den Bremsen etwas nicht stimmt." © dpa
25. „Die Ersatzteile für den amerikanischen Wagen sind erst in drei Monaten wieder lieferbar." © dpa
26. „Das ist das Auto von meinem Nachbarn." © dpa
27. „Ich bin doch auch hergefahren, da kann es ja nicht so schlimm sein." © dpa
28. „Man kann ein Auto auch tot-reparieren." © dpa
29. „Den Defekt hat mein Auto seit Jahren, das hat noch nie gestört." © dpa
30. „Die Nebelschlussleuchte brauche ich nie, ich weiß nicht einmal, wo ich die einschalten muss." © dpa
31. Bei der HU werden fehlende Wischerblätter bemängelt: „Gestern war die noch dran, jetzt hat die schon wieder jemand geklaut." © dpa
32. „Die Mängel jetzt zu beheben ist völlig sinnlos. Das Auto ist für einen Crashversuch vorgesehen, braucht aber für den Crash einen gültigen TÜV." © dpa
33. „Ich brauch den TÜV aber jetzt, mein Kurzzeitkennzeichen läuft ab." © dpa
34. Prüfer: „Ihr Verbandskasten ist abgelaufen." Sie: „Das macht nichts, ich bin Krankenschwester!" © dpa
35. Prüfer: „Sie haben starken Ölverlust am Motor." Autofahrer: „Macht nix, ich habe in der Garage eine Wanne unters Auto gestellt. © dpa
36. "Abgefahrene Reifen an Zugmaschinen: „Wir fahren kaum auf der Straße". © dpa
37. Bei der Abgasuntersuchung an einem Fahrzeug, das hinten komplett mit Matratzen ausgelegt ist, sagt die Dame aus dem Rotlichtmilieu: „Wenn das Abgas nicht klappt, ist es nicht schlimm, ich stehe nur an der Ingolstädter Straße und brauche den Motor nur zum Heizen. © dpa
38. "Bei der HU funktioniert kein Abblendlicht. „Ich fahre nicht bei Dunkelheit." © dpa
39. Bei der HU reißt ein Handbremsseil. In der schriftlichen Beschwerde findet sich der Satz: „Das Seil ist nur gerissen, weil der Prüfer an der Handbremse gezogen hat wie ein Ochse." © dpa
40. Prüfer: „Ihre Federn scheinen lahm zu sein." Autofahrer: „Wundert mich nicht, ich habe 5 Zentner Kartoffeln im Auto." © dpa
41. „Wenn ich die Scheibe austauschen muss, wer zahlt mir dann meine Vignette?" © dpa
42. Bei einem Eintrag wurde die zulässige Achslast um 100 kg reduziert. Daraufhin der Kunde: „Dann kann ich mei Oide nimma mitnehmen." © dpa
43. Anruf an der Prüfstelle: „Wieso hat mein Nachbar den TÜV bekommen? Der versaut mir immer die Straße!" © dpa
44. Bei der HU: „Bitte schaun Sie genau hin und schreiben alles auf. Ich will ein neues Auto und meine Frau hat es mir verboten. Vielleicht schaffe ich es so, sie zu überzeugen." © dpa
45. An einem russischen Auto funktioniert die Hinterradbremse nicht. „Das ist ein russischer Wagen, der hat hinten keine Bremse. © dpa
46. "Vor der Probefahrt mit dem Motorrad bemerkt der Prüfer den zu geringen Reifenluftdruck. Er misst nach und sagt dem Besitzer, dass nur 0,3 bar Druck auf dem Reifen sind. Kunde: „Ich dacht schon: Mein Gott, sind die Straßen schlecht!" © dpa
47. Anfrage eines Kunden, für dessen Wohnwagen die TÜV-Plakette abgelaufen war: „Mein Wohnwagen steht in Spanien, reicht es, wenn ich Ihnen Bilder zeige und sie machen mir dann den Stempel in die Papiere? © dpa
48. Bei einem Traktor funktioniert die Hupe nicht, sagt der Landwirt: „Ja mei, ich kann ja schreien, ist eh alles offen, da hört man mich schon." © dpa
49. „Brauchst nicht genau schauen bei meinem Traktor – mit dem fahre ich nur im Obstgarten." © dpa
50. „Früher habe ich mich vor dem TÜV mehr gefürchtet, als vor dem Zahnarzt. Aber heute hat es mir echt gut gefallen." © dpa

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