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Bei Sturzregen langsam fahren

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Bei heftigem Regen wie hier auf der A2 in Sachsen-Anhalt sollten Fahrer den Fuß vom Gas nehmen.
Bei heftigem Regen wie hier auf der A2 in Sachsen-Anhalt sollten Fahrer den Fuß vom Gas nehmen. © Foto: dpa

Wenn die Sicht durch heftigen Regen getrübt ist, sollten Autofahrer auf der Autobahn die Geschwindigkeit auf jeden Fall drosseln oder notfalls auf dem Standstreifen stoppen. Vorsicht auch vor Aquaplaning.

Stuttgart (dpa) - Sturzregen führt bei hoher Geschwindigkeit schnell zu einem Kontrollverlust über das Fahrzeug. Die Geschwindigkeit muss daher aufgrund der schlechten Sicht unbedingt gedrosselt werden, so der Auto Club Europa (ACE) in Stuttgart.

Sobald die Scheibenwischer auf höchster Stufe keine freie Sicht mehr ermöglichen, sollte die Fahrt unterbrochen werden. "Ideal ist ein Rastplatz oder ein Parkplatz. Im Notfall ist ausnahmsweise auch ein Stopp auf dem Standstreifen zulässig", rät ACE-Sprecher Rainer Hillgärtner.

Staut sich zu viel Wasser auf der Straße, bildet sich ein Keil zwischen Reifen und Fahrbahn. Das Reifenprofil kann das Wasser nicht mehr verdrängen - das ist das sogenannte Aquaplaning. Bremsen und Lenken ist dann nicht mehr möglich, warnt Hillgärtner. Hier helfe nur eins: Kupplung treten und Fuß vom Gaspedal nehmen, so dass das Tempo verringert wird. Keinesfalls darf das Bremspedal betätigt werden, da das Auto sonst ins Schlingern gerät.

Auf der rechten Fahrbahn ist die Aquaplaning-Gefahr laut Hillgärtner wegen der Spurrillen besonders hoch, da sich das Wasser schneller staut. Deswegen dürfen Autofahrer aber nicht nach links ausweichen: "Auch auf den Autobahnen gilt das Rechtsfahrgebot. Die Fahrbahn darf nicht ausschließlich aus dem Grund der erhöhten Aquaplaning-Gefahr gewechselt werden. Der Autofahrer muss hier einfach noch mehr aufpassen und langsamer fahren", sagt der Experte.

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