1. Startseite
  2. Ratgeber
  3. Auto

Spritsparpläne bei BMW

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Thermoelektrischer Generator: Die Stromerzeugung soll durch die Nutzung von Abgashitze erfolgen.
Thermoelektrischer Generator: Die Stromerzeugung soll durch die Nutzung von Abgashitze erfolgen. © dpa

BMW will den Spritverbrauch und Schadstoffausstoß seiner Fahrzeuge verringern: Neben Sonnenenergie soll künftig auch die Motoren-Abwärme zur Stromerzeugung genutzt werden.

München (dpa) - Mit neuen Ansätzen zur Effizienzsteigerung will BMW den Spritverbrauch und Schadstoffausstoß seiner Fahrzeuge verringern. So soll künftig neben der Sonnenenergie auch die Motoren-Abwärme zur Stromerzeugung an Bord genutzt werden.

Im Sinne eines "vorausschauenden Fahrzeugs" sollen sich Autos darüber hinaus aus den Daten des Navigationssystems und verschiedener Sensoren besser auf die jeweilige Fahrsituation einstellen können. Das teilte der Hersteller bei einer Veranstaltung in München mit.

Auch in effizienten Verbrennungsmotoren wird laut BMW nur ein Drittel der Kraftstoffenergie in Fortbewegung umgesetzt. Der Rest verpuffe als Abwärme. Zumindest einen Teil davon will der Hersteller künftig retten, indem er einen sogenannten thermoelektrischen Generator in den Auspuff einbaut.

Mittelfristig wollen die Entwickler auf diese Weise bis zu 1000 Watt gewinnen. Würde diese Energie ins Bordnetz eingespeist und zudem zum Beispiel Motor und Klimaanlage beim Kaltstart mit der Abwärme vorgeheizt, könne der Verbrauch im realen Betrieb um fünf Prozent gesenkt werden.

Dazu könnten künftige BMW-Modelle bald mit Solardach vom Band laufen. Schon heute kann dem Hersteller zufolge auch in Mitteleuropa mit einem Quadratmeter Solarzellen eine elektrische Leistung von bis zu 200 Watt erzeugt werden. Werden diese Module nicht nur im Schiebedach, sondern auf der ganzen Dachfläche montiert, sei die Stromleistung deutlich höher.

Mit der Energie lasse sich zum Beispiel die Starterbatterie laden und der Generator des Wagens entlasten. Wenn eine Kilowattstunde Strom von der Sonne statt vom Motor erzeugt wird, gehe der Verbrauch pro 100 Kilometer um etwa 0,3 Liter zurück.

Mittelfristig will der Hersteller darüber hinaus die Daten des Navigationssystems und vieler Fahrzeugsensoren zum Spritsparen nutzen. Eine neue Software soll im "vorausschauenden Fahrzeug" aus allen verfügbaren Informationen den momentanen Fahrzustand und die nächsten Manöver ermitteln. Damit ließen sich laut BMW zum Beispiel das Auf- oder Abfahren an der Autobahn, ein Überholvorgang oder ein Stau vorhersagen. Entsprechend könnten die Motoröl-Temperatur angepasst, der Klimakompressor oder die Lichtmaschine abgekoppelt oder die Antriebstechnik auf einen Stau eingestellt werden. Wie groß das Einsparpotenzial dieser Datenanalyse ist und bis wann die Technik in Serie gehen könnte, teilte BMW allerdings noch nicht mit.

Auch interessant

Kommentare