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Unter Welchblechdächern rosteten in West-Frankreich 60 wertvolle Oldtimer vor sich hin.

60 Oldtimer

Sensationeller Scheunenfund in Frankreich

In Garagen und Scheunen des vor zehn Jahren verstorbenen französischen Unternehmers Roger Baillon wurden 60 zum Teil extrem seltene Oldtimer im Gesamtwert von über 15 Millionen Euro entdeckt.

Von Christian Krämer

Nicht schlecht staunten die Autoexperten Matthieu Lamoure und Pierre Novikoff, als man ihnen zeigte, was da in ein paar Scheunen und Garagen in West-Frankreich gefunden wurde: Der Enkel des vor zehn Jahren verstorbenen Transport-Unternehmers Roger Baillon hatte auf dem Anwesen seines Großvaters in Echire über 60 Oldtimer entdeckt, darunter einige echte Raritäten. Der Gesamtwert wird auf rund 15 Millionen Euro geschätzt. Ein Sensationsfund!

Auto von König Faruk

Unter Abdeckplanen und alten Zeitungen hatten über viele Jahrzehnte legendäre Bugattis, Hispano-Suizas, Panhard-Levassors, Maseratis, Ferraris, Delahayes und ein Talbot-Lago vor sich hin gerostet - letzterer wurde beispielsweise vom ägyptischen König Faruk gefahren.

Wertvollster Fund ist wohl aber ein 1961 Ferrari 250GT SWB California Spider, der früher den französischen Schauspiel-Legenden Gerard Blain und Alain Delon gehörte. In dem Prachtstück ließen sich schon Jane Fonda und Shirley MacLaine ablichten. Ein solches Modell wurde 2008 für knapp sieben Millionen Euro versteigert.

Baillon plante ein Museum

Ein weiteres Highlight ist der 1956 Maserati A6G 200 Berlinetta Grand Sport mit einer Karosserie des prominenten Designers Frua - diesen Sportwagen gibt es nur dreimal auf dem Planeten. Er soll knapp 1,3 Millionen Euro wert sein.

Baillon sammelte die Autos zwischen 1950 und 1970. Er hatte davon geträumt, sie zu restaurieren und ein Museum zu eröffnen. Doch aufgrund einiger finanzieller Schwierigkeiten klappte das nicht. Im Laufe der Zeit gerieten die Schätze dann unter Wellblechdächern in Vergessenheit - bis zum Besuch des Enkelsohns.

Restaurierung ist möglich

Die meisten der 60 Wagen sind stark verrostet, doch eine Restaurierung ist möglich. Zudem wurden noch wertvolle Teile von 40 weiteren Oldtimern gefunden. Für die Autoexperten ist es wie das Grab von Tutanchamun. „Nie wieder wird ein solcher Auto-Schatz gefunden werden“, glaubt Novikoff.

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