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Sekt und Selters in der Rennversion

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Nur sieben Monate nach der Vorstellung des neuen Opel Corsa, kommt nun die sportliche OPC-Version zu den Händlern. Eigentlich kein guter Zeitpunkt, angesichts der C02-Diskussion ein kleines 192-PS-Kraftpaket vorzustellen. Fotostrecke: Der sportliche Opel Corsa OPC

Von ELFRIEDE MUNSCH

Nur sieben Monate nach der Vorstellung des neuen Opel Corsa, kommt nun die sportliche OPC-Version zu den Händlern. Eigentlich kein guter Zeitpunkt, angesichts der C02-Diskussion ein kleines 192-PS-Kraftpaket vorzustellen: Es verspricht zwar jede Menge Fahrspaß, überbietet aber natürlich mit einem Durchschnittsverbrauch von 7,9 Litern den Durst seiner schwächeren Brüder. Doch Opel gibt sich selbstbewusst. Schließlich offeriere man auch Erdgas-Fahrzeuge und viele sparsame Motoren. Sekt und Selters lautet also das Motto.

OPC steht für Opel Performance Center: Dort werden Serienautos in sportliche Fahrzeuge verwandelt. Seit 1999 fanden sich in Europa rund 30 000 Käufer, die sich für die getunte Version eines Astra, Meriva oder Vectra begeistern konnten. Keine großen Verkaufszahlen, allerdings sei das sportliche Image wichtig für die Marke, um auch jüngere Käufer für den Blitz zu gewinnen.

Man muss nicht gleich auf die Rennstrecke, um Gefallen am neuen Corsa OPC zu finden. Der jüngste Sprössling ist ein Energiebündel. Die Ingenieure haben ihm ein kraftvolles Turbo-Sportlerherz eingebaut. Aus 1,6-Liter Hubraum werden 192 PS mobilisiert. In nur 7,2 Sekunden gelingt der Spurt von 0 auf Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit ist erst bei 225 Kilometer pro Stunde (km/h) erreicht. Die Kraftreserven vermitteln zum einem ein beruhigendes Gefühl, wenn etwa zum Überholen angesetzt wird. Zum anderen ermöglichen sie natürlich Fahrspaß: Er hängt gut am Gas, das Sechsgang-Getriebe überträgt präzise und knackig die Schaltvorgänge. Die Fahrwerksabstimmung wird dem sportlichen Anspruch des Wagens gerecht und vermittelt dem Fahrzeuglenker jederzeit die Rückmeldung zwischen Straßenlage, Schnelligkeit und seinem fahrerischen Können. Stimmt der fahrerische Wille nicht mit dem Können überein, greift das breite Sortiment an elektronischen Helfern, allen voran ESP, stabilisierend ein. Für eine leistungsgerechte Verzögerung sorgt die 16-Zoll-Bremsanlage mit großzügig dimensionierten Scheiben. Punkten kann das Aggregat mit guten Abgaswerten. (CO 0,364; HC 0,071; NOx 0,017)

Natürlich unterscheidet sich der Corsa OPC auch äußerlich von seinen Serienbrüdern. Markante Front- und Heckschürzen, die in Wagenfarbe lackierte Querspange im Kühlergrill, sportlich modellierte Seitenschweller und - nicht zu vergessen - ein großer Heckspoiler und das mittig platzierte Dreiecks-Auspuff-Endrohr sorgen für einen selbstbewussten Auftritt. Im Innenraum setzt sich der sportive Charakter fort. Dazu gehören unter anderem ein Lederlenkrad, Recaro-Sportsitze mit integrierten Kopfstützen und Seitenairbags. Eine Klimaanlage, eine Audioanlage mit MP3-Funktion und weitere Komfortmerkmale sind im Grundpreis ab 22 560 Euro inbegriffen. Trotz des moderaten Preises bleibt die Kundschaft eher übersichtlich: Opel rechnet mit knapp 800 deutschen Kunden im Jahr.

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