Bei allem Überschwang auf die Sicherheit achten: Auch im Autokorso kann es zu gefährlichen Situationen kommen.
+
Bei allem Überschwang auf die Sicherheit achten: Auch im Autokorso kann es zu gefährlichen Situationen kommen.

EM-Euphorie

Schrittgeschwindigkeit im Autokorso

Der ADAC warnt: In einem Autokorso tragen die Fahrer tragen die Verantwortung für alles, was passiert - und nicht die Mitfahrer.

München (dpa) - Nach einem Sieg ihrer Mannschaft sollten Autofahrer der EM-Euphorie nicht völlig freien Lauf lassen. So müssten sie in einem Autokorso auch bei Schrittgeschwindigkeit aufmerksam sein und Gefahren ausschließen, rät Jürgen Grieving vom ADAC in München.

Zum einen gelten selbst bei Schritttempo dieselben Verkehrsregeln wie sonst auch. Zum anderen tragen die Fahrer laut Grieving die Verantwortung für alles, was passiert - und nicht die Mitfahrer.

Eine Hauptquelle für Gefahren sind ADAC-Sprecher Maximilian Maurer zufolge ausgelassene Fans, die sich beim Fahnenschwenken zu weit aus dem Auto lehnen. Fällt jemand aus dem Auto und wird dabei verletzt, muss der Fahrer unter Umständen dafür haften. "Denn er trägt die Verantwortung dafür, dass die Leute in seinem Auto dort sitzen, wo sie hingehören." Gleiches gelte, wenn ein Mitfahrer eine große Fahne schwenkt, die sich an einer Verkehrsampel verheddert oder gegen ein anderes Auto stößt.

Laut Jürgen Grieving sollte zumindest der Fahrer angeschnallt sein, die Spur halten, absolut nüchtern sein und sich nicht ablenken lassen. Denn im Korso ist Aufmerksamkeit umso wichtiger: Die Autoschlange stoppt immer wieder, Menschen drängen auf die Fahrbahn, und im Extremfall purzelt auch mal jemand aus einem Wagen. Relativ unbedenklich für Mitfahrer sei es, eine Fahne aus dem Dachfenster zu schwenken und auf dem Dach sitzend zu jubeln, so Maurer. "Verboten ist streng genommen aber auch das."

Mehr zum Thema

Kommentare