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Der Lamborghini Veneno debütiert in Genf. Lediglich drei Exemplare des Veneno werden zu einem Preis von je rund 3,5 Millionen Euro gefertigt – und sind bereits ausverkauft.

Genfer Salon

Die PS-stärksten Modellneuheiten

Der Genfer Autosalon (7. bis 17. März) ist im Wortsinn eine Leistungsschau. Sportwagen mit vielen PS, leistungsstarke Luxus-Limousinen aber auch Sport-Versionen alltäglicher Modelle werfen ihre Leistung in die Waagschale.

Der Lamborghini Veneno debütiert auf dem Genfer Salon (7. bis 17. März). Lediglich drei Exemplare des Veneno werden zu einem Preis von je rund 3,5 Millionen Euro gefertigt – und sind bereits ausverkauft.

Sein komplettes Chassis ist aus karbonverstärktem Kunststoff (CFK) als Monocoque gefertigt. Zusätzlich besteht die gesamte, extrem zerklüftete Außenhaut aus Karbon. Der Supersportler hat ein Trockengewicht von lediglich 1.450 Kilogramm – das sind 125 Kilo weniger als beim Aventador – und ein Leistungsgewicht von gerade einmal 1,93 Kilogramm pro PS.

Die Pferdestärken bringt ein Zwölfzylinder mit 6,5 Litern Hubraum. Die Leistung beläuft sich auf brutale 750 PS. Sie reicht, um das Geschoss in nur 2,8 Sekunden von null auf 100 km/h zu katapultieren, der Vortrieb endet erst bei 355 km/h. Um den Veneno – der Name stammt von einem berüchtigten Kampfstiers aus dem Jahr 1914 – wieder zu zügeln, kommen Karbon-Keramik-Bremsscheiben zum Einsatz.

McLaren mit 916 PS

Der britische Supersportler McLaren P1 ist einer der stärksten Sportwagen in Genf. Mit Ausnahme von zusätzlichen Lufteinlässen vor den Vorderrädern wurde das Design komplett von der 2012 auf dem Pariser Autosalon gezeigten Studie übernommen.

Der Antrieb des P1 ist eine Kombination des aus dem MP4-12C bekannten Achtzylinder-Biturbo mit einem Elektromotor. Der modifizierte Verbrenner leistet 737 PS, gemeinsam mit dem 179 PS starken Elektromotor entsteht so eine Systemleistung von brachialen 916 PS.

Null auf 300 in 17 Sekunden

Die 300er-Marke fällt nach 17 Sekunden, ehe die Höchstgeschwindigkeit von elektronisch begrenzten 350 km/h erreicht ist. Der Elektromotor unterstützt den Verbrenner beim Anfahren und bei schnellen Zwischenspurten. Zusätzlich lässt sich auf Knopfdruck die volle Leistung abrufen, ähnlich wie bei der KERS-Technik in der Formel 1.

Ein ähnlicher Leistungsprotz mit Hybrid-Antriebsstrang verspricht der Nachfolger des Ferrari Enzo zu werden. Seit geraumer Zeit macht die Sportwagenschmiede aus Maranello ein großes Geheimnis um den neuen Supersportwagen.

Ferrari lüftet Geheimnis um Enzo-Nachfolger

Der legendäre Ferrari Enzo bekommt einen würdigen Nachfolger. In Genf hat der italienische Sportwagenhersteller sein neues Flaggschiff präsentiert, das in einer limitierten Auflage von 499 Exemplaren im Sommer in den Handel kommt.

Der schlicht LaFerrari genannte Supersportwagen soll Rekorde brechen: Er soll das stärkste und schnellste Straßenmodell in der Firmengeschichte sein. Und wahrscheinlich auch das teuerste. Zwar gibt es offiziell noch keinen Preis, doch ist auf der Messe von mindestens einer Million Euro die Rede.

Was den Zweisitzer neben seinem spektakulären Design und seiner Karosserie aus Karbon so besonders macht, ist sein Antrieb. Erstmals nutzt Ferrari das Hybridsystem KERS aus der Formel 1 und kombiniert den 6,3 Liter großen V12-Motor mit 800 PS mit einem Elektromotor, der auf 163 PS kommt. Mit einer Systemleistung von 963 PS gelingt der Sprint von 0 auf 100 km/h in deutlich unter drei Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit soll bei über 340 km/h liegen.

Porsche 911 GT3

Der Porsche feiert 2013 den 50. Geburtstag der 911er Modellreihe, die den Weltruhm der Sportwagen-Marke begründete. Aus diesem Anlass werden in Genf der neue Porsche 911 GT3 und dessen Rennsport-Version GT3 Cup enthüllt.

Nach 14.145 produzierten GT3-Modellen seit 1999 übernimmt auf dem Genfer Automobilsalon die fünfte Generation das Zepter. Kein Porsche-Sportwagen mit Saugmotor ist stärker. Der 3,8-Liter-Boxermotor entwickelt 475 PS. In 3,5 Sekunden passiert der Porsche 911 GT3 die 100-km/h-Marke, in weniger als zwölf Sekunden rast die Nadel über die 200. Maximal sind 315 km/h drin.

In unter 7:30 Minuten bewältigt der neue 911 GT3 die Nordschleife des Nürburgrings. Nebenbei: Rund 80 Prozent aller 911 GT3 werden auf Rennstrecken gefahren. Für diesen Zweck bietet Porsche den GT3 in einer 460 PS starken Cup-Version an, die nochmals gut 250 Kilogramm leichter ist. Der konventionelle GT3 steht ab August 2013 beim Händler, den Preis gibt Porsche mit 137.303 Euro an.

Sportliche Cabrios und starke Limousinen

Kaum hat die neueCorvette C7 in Detroitihre Hüllen fallen lassen, ist auch schon in Genf die Cabrio-Variante des US-Sportwagens zu sehen. Toyota zeigt derweil mit der Studie FT-86 Open Concept, wie eine offene Version des GT 86 aussehen könnte.

Bentley und Maserati zeigen Limousinen, die zumindest in Sachen Motorleistung den Vergleich mit Sportwagen nicht zu scheuen brauchen. Bentley überarbeitet den Continental Flying Spur gründlich und nennt ihn künftig nur noch Flying Spur. Der Sechsliter-W12-Motor leistet jetzt 625 statt 560 PS. Zum 50. Jubiläum der Baureihe feiert derMaserati Quattroportein Genf sein Europadebüt. Die sportliche Luxus-Limousine wird größer und erhält neue, bei Ferrari gefertigte Motoren mit 410 und 530 PS.

Kompakte und SUV mit Sport-Genen

Auch abseits der Sportwagen und Luxus-Limousinen profilieren sich die Hersteller mit leistungsstarken Varianten ihrer Modelle. Einer der stärksten Kombis der Welt ist zum Beispiel der Audi RS 6 Avant. Bei der Neuauflage sorgt ein Biturbo-V8 mit vier Liter Hubraum und 560 PS für Vortrieb. Der Audi RS 6 Avant spurtet in 3,9 Sekunden auf Tempo 100.

Mercedes schickt ab Juni 2013 auch eine 360 PS starke AMG-Variante der seit September 2012 erhältlichen A-Klasse an den Start, denA 45 AMG. Derart gestärkt soll der A 45 AMG in nur 4,6 Sekunden auf Tempo 100 spurten. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei elektronisch begrenzten 250 km/h. (autonews, dpa, dmn, qui)

Sehen Sie die Sportwagen und PS-Protze unter den Neuheiten des Genfer Salons 2013 in unserer Bildergalerie.

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