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Opel jetzt auf ganzer Linie mit Autogas präsent

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Bis zum vierten Quartal dieses Jahres wird Opel seine Modellpalette vollständig zur Umrüstung auf Autogas anbieten. Bisher gab es lediglich für Zaphira und den Combo eine Erdgas-Alternative bei Bestellung eines Neufahrzeuges. Fotostrecke: CO2-Ausstoß deutscher Massenmodelle Fotostrecke: Die schlimmsten Klimasünder nach Marken

Rüsselsheim - Zwischen 2200 und 2600 Euro kostet künftig die Nachrüstung (einschließlich Einbau) auf Autogas ausgewählter Motoren von Astra, Corsa, Meriva, Vectra und Zafira. Die Opel Service Partner bieten den Umbau ab März an. Auf die Komponenten - etwa den Tank in der Reserveradmulde - gibt es laut Opel zwei Jahre Garantie.

Im laufenden Betrieb kann mit einem Schalter zwischen Autogas und Benzin gewechselt werden. Die Reichweite der umgerüsteten Fahrzeuge verdoppele sich quasi. Und der Autogasbetrieb vermindert die Kraftstoffkosten nach heutigem Stand um ungefähr 40 Prozent, rechnet Opel vor. Zudem sei Autogas mit 20 Prozent weniger Stickoxid und 15 Prozent weniger Kohlendioxyd deutlich sauberer als Benzin.

"Die Aufnahme der Umrüstkits in unser Produkt-Portfolio ist eine Entscheidung für Autogas und nicht gegen Erdgas", sagt der Direktor Service bei Opel, Todd Gaffner. Die Zielgruppen sind nach Auffassung von Opel klar abgegrenzt. Dennoch bricht Opel mit diesem Angebot als erster großer deutscher Hersteller aus der bisher fest geschlossenen Phalanx der Erdgasanbieter (CNG = Compressed Natural Gas) so massiv aus. Schon vorher hatte die Opel-Schwestermarke Chevrolet für ihre Fahrzeuge sehr erfolgreich eine Umrüstung auf Autogas ins Händlerangebot aufgenommen.

Bis zum vierten Quartal 2007 - so Todd - werde es für alle Opel-Fahrzeuge wie etwa den Vivaro oder Combo die für jeden Fahrzeugtyp speziell entwickelten Nachrüstsätze geben. Opel hatte bisher den Zaphira und den Combo in einer CNG-Variante ab Werk im Programm. Die Autogas-Umrüstung ist Sache der Opel-Servicepartner und Teil einer Strategie, die das Geschäft und die Attraktivität der Betriebe stärken soll.

Das ist keine Zufälligkeit. In der Opel-Chefetage ist längst die wachsende Bedeutung dieses so genannten "Aftersales-Bereiches" erkannt worden. 60 Prozent des Gesamtumsatzes wird dort abgewickelt. Zur neuen Strategie gehört auch ein weiteres Angebot. Für die älteren 1.3- und 1.7-Liter-Diesel Motoren von Astra, Corsa, Tigra TwinTop, Meriva, Agila und Combo gibt es für 795 Euro einschließlich Einbau Dieselpartikelfilter zum Nachrüsten. Für die 2,0- und 2,2-Diesel und den 1,9-Liter des Vivaro hält Opel-Partner Irmscher solche Filter bereit.

Eine kleine Sensation ist die demonstrative Öffnung von Opel für freie Werkstätten. Sie seien in erster Linie Kunden und keine Wettbewerber, sagt Todd, und sichert ihnen beste Betreuung zu. Frank W. Methlow

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