Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

+

Nissans Offroad-Van "Qashqai"

Nichts für die Mitte

In vier Wochen steht der neue Nissan Qashqai bei den Händlern. Die Mischung aus Van und Offroader verzichtet auf selten gebrauchten Firlefanz. Dafür hat der Wagen vieles an Bord, wofür bei der Konkurrenz ein Aufpreis fällig wird. Fotostrecke: Der neue Nissan Qashqai

Von FRANK W. METHLOW

Preisbewusste Kunden jenseits der 50 und junge Familien, noch ohne Kinder weil wirtschaftlich erst im Antritt: Das ist das etwas merkwürdige Zielgemisch, welches Nissan mit seinem neuen Qashqai (sprich: Kasch-kai) im Auge hat. Der Grund erschließt sich erst im zweiten Hinsehen. Die Mischung aus Van und Offroader (Crossover) verzichtet auf jeden selten gebrauchten Firlefanz. Dafür hat die von Nissan erwartete Volumenausstattung Acenta vieles an Bord, wofür bei der Konkurrenz ein Aufpreis fällig wird.

Doch der Reihe nach: Das Äußere des Qashqai wirkt hoch modern ohne zu polarisieren. Zwei mächtige "positive" Falten auf der Motorhaube verlängern optisch die Linien des Kühler-Logos. Zusammen mit den abgeschrägten Augen bekommt der Qashqai so etwas sprunghaftes. Die Seitenansicht mit ihren großen, stark betonten Radhäusern hat sich dem modernen Trend gebeugt mit hoher Seitenlinie und niedrigen Fenstern. Zusammen mit dem seitlich hochgezogenen Heckfenster nach Murano-Art leidet darunter die Übersichtlichkeit beim Rangieren. Die große Bodenfreiheit ist nicht nur optisch schick. Mit dem wahlweise lieferbaren Allrad wird der Ritt durchs Gestrüpp zum Spass. Insgesamt ein Outfit, von dem eigentlich zu erwarten sein könnte, dass sich auch das Mittelalter zwischen 30 und 50 dafür begeistern kann.

Einfachst umklappen

Das allerdings - so meint zumindest Nissan - steht heute auf der Eierlegendewollmilchsau mit vier Rädern oder auf Neuhochdeutsch dem Multipurpose-Vehicle. Solch vielfache Einsatzmöglichkeiten verlangen aber nach mannigfachen Sitz-, Schieb- und Klappposition des Gestühls im Fahrzeug. Und dies wiederum verursacht nicht unerhebliche Herstellungskosten. Nicht so beim Qashqai: Da lassen sich nur die hinteren Lehnen nach alter Väter Sitte schlicht nach vorne klappen - Punktum. Nissan glaubt, das langt. Wer nun glaubt, der Qashqai sei insgesamt spartanisch ausgestattet wie Konzernbruder Dacia Logan irrt gewaltig. Das Innere strahlt eine in dieser Fahrzeugklasse überraschende Eleganz und Verarbeitungsqualität aus. CD-Radio, Klima Bluetooth, Isofix-Kindersitzbefestigungen (trotz der Zielgruppe), ESP und elektrische Servolenkung sind bei allen Versionen Serie. Letztere überzeugt mit Perfektion. Zusammen mit einem Wendekreis von knapp über zehn Metern entsteht so eine beachtliche Beweglichkeit. Bei den Dieseln ist allerdings der Partikelfilter nur im 2-Liter Serie, eine Motorisierung, die auch erst Mitte des Jahres zur Verfügung stehen wird. Da lohnt aber das Warten. Bei den Spitzenwerten lag der Glühzünder nur ganz knapp hinter dem ebenfalls angebotenen 2-Liter Benziner. Der aber will laut Nissan 8,2 Liter Super für 100 Kilometer. Der Diesel soll es mit 6,9 machen.

Für die 2-Liter-Motoren wird auch eine Automatik angeboten. Die passt aber nicht zum sonstigen Charakter des Fahrzeuges. Das serienmäßige Sechsgang-Schaltgetriebe (Einstiegsmotorisierungen mit 5-Gang) machte bei ersten Fahrten einen sehr ordentlichen Eindruck. Wie der 1,6 Liter Benziner und der 1,5 Liter Diesel mit den immerhin fast zwei Tonnen zurecht kommen, war bei dieser ersten Vorstellung noch nicht auszuprobieren. Die Qashqai-Preise sind ein Thema für sich. Das erwartete Volumenmodell Acenta mit Frontantrieb und kleinem Diesel kostet immerhin 23.190 Euro und liegt damit eher in der oberen Hälfte des Konkurrenzangebotes. Da hilft nur der Ausstattungsvergleich weiter. Mit Ausstattung ist der Qashqai mit Allrad und Diesel aber auch über die 30.000 Euro Marke zu treiben.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare