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BMW überträgt mit dem 3er GT das Fließheck des 5er GT auf die erfolgreiche 3er-Serie.

Genfer Salon

Neuheiten der deutschen Marken

Zahlreich sind die Neuheiten der deutschen Auto-Marken auf dem Genfer Salon – besser gesagt variantenreich – aber nicht unbedingt einfallsreich. Die meisten Neuheiten sind Ableger erfolgreicher Modelle. VW macht die Messe zum „Golf-Platz“.

VW hat gleich ein ganzes Golf-Rudel mit nach Genf gebracht. Neben dem bis zu 230 PS starken Golf GTI und der stärksten Diesel-Variante GTD ist der Golf unter anderem auch als Golf Variant zu sehen und als sparsamer Golf TGI Blue Motion. Außerdem ist ein neuer Up-Leger der VW-Kleinwagenfamilie mit von der Partie, der VW Cross Up. Nach Polo, Golf und Touran kommt nun auch der Up im rustikalen Look mit schwarzen Planken an Radhäusern und Schwellern sowie rundum verlaufenden Türschutzleisten.

BMW 3er GT

Auch BMW erweist sich als geschickt im Varianten-Spiel erfolgreicher Modelle. Die Münchener übertragen das Fließheck des 5er GT in die 3er-Reihe. Neben dem BMW 3er GT ist in Genf das 560 PS starke M6 Gran Coupé zu sehen – das allerdings seine Premiere bereits bei der Messe in Detroit gefeiert hat.

Mercedes A 45 AMG

Mercedes zeigt in Genf die leistungsstärkste Variante der neuen A-Klasse, den 360 PS starken A 45 AMG. Der Zweiliter-Turbobenziner mit 360 PS lässt das Auto in 4,6 Sekunden auf Tempo 100 spurten. Den Verbrauch gibt Mercedes mit 6,9 Liter an. Der coupé-artige kleine Viertürer Mercedes CLA wurde bereits am Vorabend der Messe in Detroit präsentiert, ist aber in Genf zum ersten Mal für das breite Publikum zu sehen. Auch er basiert auf der neuen A-Klasse.

Opel wagt Experimente

Immerhin, ein paar Autos wagen kleine Experimente, allen voran Opel mit dem eleganten Cabrio Opel Cascada und der seriennahen Studie Adam Rocks. Das Concept Car Adam Rocks ist in zweierlei Hinsicht interessant. Auf der einen Seite gibt es einen Ausblick auf eine Cabrio-Variante des Kleinstwagens, um die sich schon seit geraumer Zeit Gerüchte ranken. Andererseits zeigt sie einen Adam im Crossover-Look, der eventuell eines Tages Mini Paceman und Fiat Panda Trekking Konkurrenz machen könnte.

Audi von „e-tron“ bis „g-tron“

Audi variiert in Genf vor allem die Antriebe. Die Ingolstädter zeigen den sportlichen Kombi RS6 Avant. Bei der Neuauflage sorgt ein Biturbo-V8 mit vier Liter Hubraum und 560 PS für Vortrieb. Außerdem ist eine Sport-Version des SUV Q3 zu sehen. Herzstück des RS Q3 ist ein Fünfzylinder-Turbobenziner mit 2,5 Liter Hubraum und 310 PS. Der Audi A3 Sportback wird vom Plug-in-Hybriden „e-tron“ bis zum Erdgas-Auto „g-tron“ durchdekliniert.

Porsche feiert 50 Jahre 911er

Porsche zeigt seit Jahrzehnten immer neue Ablager seiner Legende, des 911ers. Genau gesagt, seit fünf Jahrzehnten, und das feiert die Sportwagen-Marke mit der neuesten Generation des Straßen-Sportwagens 911 GT3 und dessen Rennsportableger GT3 Cup. Der 3,8-Liter-Boxer des GT3 entwickelt 475 PS – kein Saugmotor von Porsche ist stärker. In 3,5 Sekunden passiert der 911 GT3 die 100-km/h-Marke.

VW XL1 und die Zukunft

Alternative Antriebe – vor allem reine Elektromobile – sind in Genf zur Rarität geworden, und der VW XL1 als Ein-Liter-Auto für die Kleinserie bleibt das, was Entwicklungschef Ulrich Hackenberg versprochen hat: „Ein Leuchtturm, der zeigen soll, was technisch möglich ist.“ Allerdings soll der XL1 zum Vorbild zahlreicher weiterer Elektro- und Hybridfahrzeuge werden. „Alles, was wir bei diesem Auto gelernt haben, setzen wir auch in der Großserie um“, so Hackenberg.

Elektro-Transporter von VW

VW Nutzfahrzeuge zeigt in Genf eine der wenigen Elektro-Studien. Die Studie e-Co-Motion, ein elektrisch angetriebener Stadtlieferwagen, ist für den innerstädtischen Lieferverkehr konzipiert. Die bescheidene Dauerleistung – sie beträgt 50 Kilowatt oder 68 PS – reicht dafür aus und macht auch Überlandfahrten mit bis zu 120 km/h möglich. Die Batterie des Transporters gibt es in drei Größen für 100, 150 oder 200 Kilometer Reichweite. (autonews, dpa, dmn, qui)

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