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Der neue Stier von Lamborghini

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Der Huracán ist nicht nur wegen seiner Leistung unter der Haube auffällig, auch die Farben springen direkt ins Auge.
Der Huracán ist nicht nur wegen seiner Leistung unter der Haube auffällig, auch die Farben springen direkt ins Auge. © Hersteller

Der neuste Stier im Lamborghini-Stall hört auf den Namen Huracán. 5,2 Liter Hubraum und 610 PS helfen ihm dabei sein Revier kraftvoll zu verteidigen. Der Nachfolger des erfolgreichen Gallardo sieht nicht nur gut aus, er hat es auch faustdick unter der Haube.

Der Lamborghini Gallardo verkaufte sich von 2003 bis 2013 rund 14.000 Mal und wurde als Einstiegs-Lamborghini konzipiert. Er sollte das Konkurrenz-Modell zum Ferrari 360 werden. Seit kurzem rast sein Nachfolger über die Straßen. Der Huracán LP 610-4 verdankt seinen Namen einem unbesiegbaren Stier aus Alicante. Das LP hingegen bedeutet „longitudinale posteriore“ und weist auf den längs eingebauten Mittelmotor hin. Die 610 verrät die PS-Leistung und die vier den Allradantrieb.

Für die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h braucht der Huracán lediglich 3,2 Sekunden, um auf 200 km/h zu kommen, müssen rund 9,9 Sekunden eingeplant werden. Der 5,2 Liter Motor mit seinen zehn Zylindern und eine Spitzengeschwindigkeit von 325 km/h machen mächtig Spaß. Wie bei Lamborghini üblich, wird auf einen Turbolader verzichtet. Die italienische Rennwagen-Schmiede vertraut erneut einem Saugmotor, der zwar gewisse Nachteile hat, aber als zuverlässig gilt. Neu ist hingegen das Doppelkupplungsgetriebe.

Bei soviel Power wurde es schwer, die strengen EU-Abgasnormen einzuhalten. Daher kombinierten die Entwickler zwei Einspritz-Systeme: Eine Direkteinspritzung und eine Multipointeinspritzung mit mehreren Ventilen pro Zylinder. Der Verbrauch wird mit 12,5 Litern angegeben. Wer sich allerdings den gut 200.000 Euro teuren Boliden leisten kann, der dürfte auch das nötige Kleingeld für den Sprit haben.

Dank Kohlfasern und Aluminium wiegt der Renn-Bolide konkurrenzfähige 1422 Kilogramm. Genau wie bei seinem Vorgänger wurde auf einen großen Spoiler verzichtet. Die vier Auspuffrohre und das breite Heck lassen jedoch keinen Zweifel daran aufkommen, dass vor einem gerade ein Sportwagen fährt.

Das lediglich 1,16 Meter hohe Dach, die schmalen Scheiben und das fast ovale Lenkrad verstärken das Sportwagen-Feeling. Auch der Startknopf, der mit einem roten Hebel zusätzlich gesichert ist, gibt einem das eher Gefühl in einem Düsenjet als in einem Auto zu sitzen. Statt Bremsfalschirm hat der Huracán allerdings sehr direkt greifende Carbon-Keramik-Bremsen. Und auch bei den Farben ist extravanganz angesagt: giftgrün, knallgelb, poppiges orange.

Per Knopfdruck am Lenkrad lässt sich der Fahrmodus von „Sport“, auf „Corsa“ oder „Strada“ einstellen. Während letzterer für Flanierfahrten gedacht ist, sind die beiden ersteren dafür geeignet, den Stier bei den Hörnern zu packen und ordentlich Gas zu geben. (dmn)

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