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Moderner Allradantrieb und Vollausstattung

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Fahrbericht: Honda Legend glänzt mit modernem Allrad und Vollausstattung. Wenn Asiaten aus ihrem "angestammten" einstigen Kleinwagen-Billig-Image gegen deutsche Größen antreten, haben sie es in der veröffentlichten deutschen Meinung auch heute noch schwer. Fotostrecke: Der neue Honda Legend

Von FRANK W. METHLOW

Wenn Asiaten aus ihrem "angestammten" einstigen Kleinwagen-Billig-Image gegen deutsche Größen antreten, haben sie es in der veröffentlichten deutschen Meinung auch heute noch schwer. Trotz solcher Technik-Innovationen wie etwa der Hybrid von Toyota oder der unbestrittenen Allrad-Traditionen etwa von Subaru.

Bei so viel gelebten Vorurteilen, versteigt sich auch schon einmal der Autoableger eines bekannten Massenblattes, und münzt semantisch einen Vorteil zum Nachteil um. Da wird eine serienmäßige Vollausstattung zur Brockhausliste und beim Vergleich zum deutschen Konkurrenten wird das Gefühl gegen den vergleichsweise günstigen Preis gesetzt.

So geschehen beim neuen Honda Legend mit einer bisher einzigartigen neuen Allradtechnik und einer Preisliste, die außer dem Grundpreis von rund 56 000 Euro keine Extras kennt. Ein vergleichbar ausgestatteter Audi A6 Quattro würde rund 10 000 Euro mehr kosten. Bestimmte Features sind gar nicht erst zu haben. So viel zu den Fakten.

Der Legend gibt sich optisch eher bescheiden, unauffällig - ein Kandidat für Menschen, die Leistung und Sportlichkeit nicht mit dem Outfit einer bunten Kuh bezahlen wollen. Tatsächlich ist der Legend fürs gediegene Fahren mit hohen aktiven und passiven Sicherheitsreserven ausgelegt und keinesfalls ein Pseudosportler. So zählt ein gut funktionierender (getestet!) Radar gestützter automatischer Auffahrschutz zur Serienausstattung.

Im Inneren herrscht lederne Gediegenheit, das Armaturenbrett hinkt etwas hinter dem guten Gesamteindruck hinterher. Auch weil die große Zahl an Bedienknöpfen etwas wahllos und schwer erreichbar verteilt wurden.

In den Fahrleistungen ist die klassische Limousine mit V6 Benzinmotor jedem vergleichbaren deutschen Konkurrenten zumindest ebenbürtig wenn nicht besser. Das gilt fürs Spitzentempo (250 km/h) und die Beschleunigung auf Tempo 100 (7,3 Sekunden). Die 295 PS und das stattliche Drehmoment von 351 Newtonmetern haben mit der doch rund zwei Tonnen schweren Karosse keine Probleme. Die gibt's schon eher beim Verbrauch. 17 Liter innerorts sind kein Pappenstiel, auch wenn beim Zyklus gemischt 11,9 Liter bleiben. Und auch der CO2 Ausstoß von 282 Gramm pro Kilometer ist verbesserungsbedürftig. Alternativ sollten die Honda-Leute über ein ordentliches, modernes Diesel-Aggregat nachdenken. Das würde deutlich besser auf den deutschen Markt passen.

Die eigentliche Innovation steckt im Antriebsstrang und macht den Legend trotz des mit 12,4 Metern beachtlichen Wendekreises, zu einem Handlingmeister auch in schwierigen Situationen. Statt wie ein ESP im Notfall Räder einzeln abzubremsen, wird mittels eines besonderen Getriebes am hinteren Achsdifferential das Außenrad zusätzlich beschleunigt. Damit wird das Fahrzeug quasi in die Kurve hineingedrückt. Erst wenn auch das nicht mehr hilft, greift die Honda Sicherheitstechnik zu den auch bei der Konkurrenz bisher üblichen Abbremsverfahren.

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