1. Startseite
  2. Ratgeber
  3. Auto

Modellpflege beim Opel Astra

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Alles Gute kommt von Opel - diese leicht abgeänderte Redensart könnten die Rüsselsheimer in diesen Tagen locker über ihre Lippen bringen.

Von GUNDEL JACOBI

Alles Gute kommt von Opel - diese leicht abgeänderte Redensart könnten die Rüsselsheimer in diesen Tagen locker über ihre Lippen bringen. Erst neulich wurde der Mikrovan Meriva im TÜV-Report zum zuverlässigsten deutschen Auto gekürt und nach der notwendigen Qualitätsoffensive vor einigen Jahren verbucht der Autohersteller mittlerweile auch zahlenmäßig gute Erfolge. Zwar haftet dem Astra das Prädikat des ewig Zweiten hinter dem Maßstab setzenden Golf an. Aber mit rund 102 000 Stück, die hierzulande im letzten Jahr verkauft wurden, gibt es nur wenig bis nichts zu meckern.

Deshalb waren die Designer recht ratlos, als es darum ging, zu einer Modellpflege anzusetzen. Warum sollte man sich von der offensichtlich gelungenen Blechhaut im englischen Landhausstil verabschieden, die der einst von Audi gekommene und mittlerweile zu Ford abgewanderte Martin Smith entworfen hatte? In solchen Fällen heißt die Devise: "Die Linien verfeinern!"

Der erneuerte Astra trägt nun eine breitere Chromspange und hell blitzende Lamellen im Kühlergrill. Der Spalt zur Motorhaube wurde verringert, ein paar Stricheleien rund um die Nebelscheinwerfer samt dreidimensionaler Zeichnung an den Rückleuchten schließen die äußeren Veränderungen ab. Alles Kleinigkeiten, und zusätzliche Chromringe um die Klima- und Radioregler sind wirklich keiner Erwähnung Wert.

Wenden wir uns dem umfangreichen Motorenangebot zu: Unter nicht weniger als elf Triebwerken zwischen 90 PS/66 kW und 240 PS/177 kW kann der Astra-Kunde wählen. Darunter sind zwei neue 1,6-Liter-Benziner und zwei neue 1,7-Liter-Selbstzünder, die im Falle des 115 PS/85 kW starken Ecotec-Ottomotors und des 180 PS/132 kW leistenden Turboaggregats mit verbesserten Verbrauchswerten durch variable Nockenwellensteuerung auftrumpfen können. In Verbindung mit dem automatisierten Fünfganggetriebe Easytronic verbraucht beispielsweise der 115-PS-Astra nach der Norm 6,3 Liter Superbenzin auf 100 Kilometer - 0,2 Liter weniger als im zehn PS schwächeren Vorgänger. Das ist durchaus nennenswert in der heiß umkämpften Kraftstoffarena unserer Tage.

Die beiden 1,7-Liter-Diesel-Astra weisen die bislang von Fiat bezogenen 1,9-Liter-Selbstzünder durch weniger Hubraum und mehr Leistung in die Schranken. Für den 110 PS/81 kW-Turbomotor wird ein Normverbrauch von 5,2 Litern Diesel genannt, sein 125 PS/92 kW starker Bruder benötigt 0,2 Liter mehr. Beide sind mit Sechsganggetriebe und wartungsfreiem Partikelfilter kombiniert. Übrigens kommen sie etwas später in Fahrt als dieselüblich: Das höchste Drehmoment von 260 beziehungsweise 280 Newtonmeter liegt jeweils erst bei 2300 Umdrehungen an.

Die Preisgestaltung des überarbeiteten Astra-Programms bleibt erfreulicherweise auf dem bekannten Niveau. Somit kostet der neue 1,6-Liter-Benziner mit 115 PS/85 kW sowohl im Astra GTC als auch im fünftürigen Modell ab 18 325 Euro. Die Preise für die ab März erhältlichen 1,7-Liter-Dieselmodelle liegen noch nicht fest, beginnen aber vermutlich wie die Vorgänger bei knapp 20 000 Euro.

Auch interessant

Kommentare