Schick allein reicht nicht mehr: Mercedes will mit mehreren Neuerungen den Verbrauch etlicher Modelle senken.
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Schick allein reicht nicht mehr: Mercedes will mit mehreren Neuerungen den Verbrauch etlicher Modelle senken.

Spritsparmodelle

Mercedes will Verbrauch senken

Mercedes schickt in diesen Tagen die Spritsparmodelle in der C-Klasse an den Start. Alle Benzinmotoren sollen zudem künftig über Direkteinspritzung und Turbolader verfügen.

Sevilla (dpa) - Mercedes hat mehrere Initiativen vorgestellt, um den Verbrauch seiner Autos zu senken. So gehen in diesen Tagen die Spritsparmodelle in der C-Klasse an den Start. Alle Benzinmotoren sollen zudem künftig über Direkteinspritzung und Turbolader verfügen.

Die verbrauchsoptimierten Limousinen der C-Klasse seien rund 500 Euro günstiger als die konventionellen Modelle, teilte der Stuttgarter Hersteller bei einer Veranstaltung in Sevilla mit. Angeboten wird das "BlueEfficiency"-Paket zunächst im C 180 Kompressor für 31 089 Euro und im C 200 CDI, der mit mindestens 32 517 Euro in der Liste steht. Beim 115 kW/156 PS starken Benziner ist der Verbrauch im Vergleich zum konventionellen Modell um 0,9 Liter geringer und liegt bei 6,5 Liter. Das entspricht einem CO2-Ausstoß von 156 Gramm pro Kilometer (g/km).

Für den Diesel nennt Mercedes einen Verbrauch von 5,1 Litern und einen CO2-Ausstoß von 135 g/km, was einer Verminderung um 10,5 Prozent entspreche. Um den Verbrauch zu senken, haben die Schwaben nach Angaben von Umweltchef Prof. Herbert Kohler unter anderem das Fahrzeuggewicht reduziert, das Getriebe modifiziert, eine Schaltanzeige eingebaut und den Luftwiderstand verringert. Außerdem wurden den Angaben nach Reifen mit einem geringeren Rollwiderstand aufgezogen.

Die Sparpakete sollen nicht der C-Klasse vorbehalten bleiben. Auch in A- und B-Klasse hat Mercedes zur Modellpflege in diesem Frühjahr "BlueEfficency"-Varianten aufgelegt. "Sukzessive werden wir solche Lösungen in allen Baureihen einführen", kündigte Kohler an.

Der Hersteller will künftig zudem alle Benzinmotoren auf Direkteinspritzung und Turbolader umstellen. Damit könnten gleichzeitig die Leistung der Aggregate gesteigert und ihr Verbrauch gesenkt werden, sagte Kohler und nannte als Beispiel den kürzlich eingeführten E 350 CGI. Dieser Motor habe mit der zweiten Generation der Direkteinspritzung bei der Leistung um 15 kW/20 PS zugelegt und verbrauche dennoch zehn Prozent weniger. "Diese Technik führen wir sukzessive in allen Ottomotoren ein", sagte Kohler. Einen konkreten Zeitrahmen nannte er nicht.

Der Zweisitzer Smart soll demnächst mit Elektromotor fahren. "Noch in dieser Modellgeneration wird es einen E-Smart mit Lithium-Ionen-Batterie geben. Und zwar in nennenswerten Stückzahlen", sagte Umweltchef Kohler, ohne weitere Details zu nennen.

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