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Mit der Kfz-Versicherung unzufrieden? Vergessen Sie nicht den Stichtag.

Aufgepasst

Sie wollen die Kfz-Versicherung wechseln? 2019 gilt eine andere Kündigungsfrist

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Sie sind mit Ihrer Kfz-Versicherung unzufrieden? Normalerweise ist der 30. November der Stichtag für die Kündigung. Nicht so in diesem Jahr.

  • Die Frist für die Kündigung der Kfz-Versicherung rückt näher.
  • Dieses Jahr gilt ein anderer Stichtag.
  • Zu bestimmten Anlässen gilt ein Sonderkündigungsrecht.

Wer mit seiner Kfz-Versicherung unzufrieden ist oder eine günstigere Alternative gefunden hat, kann diese bei den meisten Versicherern zum 30. November eines Jahres kündigen. Das liegt daran, dass Policen normalerweise vom 1. Januar bis zum 31. Dezember laufen und eine einmonatige Kündigungsfrist gilt - was den 30. November zum Stichtag macht. In diesem Jahr verschiebt sich die Frist jedoch um ein paar Tage.

Kfz-Versicherung kündigen: Das ist der Stichtag 2019

Der 30. November fällt 2019 auf einen Samstag. Darum verschiebt sich die Kündigungsfrist auf den nächsten Werktag, was den 2. Dezember zum Stichtag macht. Sie haben also noch etwas länger Zeit, sich für eine neue Versicherung zu entscheiden. Warten Sie damit aber nicht zu lange: Bei der Kündigung der Kfz-Versicherung zählt das Datum, an dem das Kündigungsschreiben beim Versicherer eingeht. Es reicht deshalb nicht, die Kündigung am Stichtag in die Post zu geben. Wenn Sie die Frist verpassen, wird die Versicherung automatisch um ein Jahr verlängert.

Kfz-Versicherung außerhalb der Frist kündigen - geht das?

In bestimmten Fällen gilt bei der Kfz-Versicherung ein Sonderkündigungsrecht. Das können folgende Anlässe sein:

  • Schadensfall: Nachdem Sie der Versicherung einen Schadensfall melden, haben Sie immer das Recht, diese zu kündigen. Dabei ist es völlig egal, ob die Versicherung die Kosten für den Schaden trägt oder nicht. Wichtig ist nur, dass die Verhandlung über die Leistung abgeschlossen ist. Ab diesem Zeitpunkt haben Sie einen Monat lang das Recht zu kündigen.
  • Beitragserhöhung: Bei jeder Beitragserhöhung haben Sie das Recht, die Kfz-Versicherung zu kündigen und zu wechseln. Eine Beitragserhöhung kann verschiedene Gründe haben: Zum Beispiel kann Ihr Fahrzeug aufgrund der Schadensstatistik in eine andere Typklasse rutschen oder sich die Risiko-Einstufung Ihres Zulassungsbezirks ändern. Werfen Sie deshalb einen genauen Blick auf Ihre jährliche Beitragsrechnung: Darin muss Sie der Versicherer nämlich über die Beitragserhöhung informieren. Manchmal fällt die Beitragserhöhung gar nicht auf, weil der Schadensfreiheitsrabatt zugleich erhöht wurde und somit die zu zahlende Summe niedriger ist als die im Vorjahr. Trotzdem haben Sie in diesem Fall ein Sonderkündigungsrecht, von dem Sie innerhalb von vier Wochen nach Erhalt der Beitragsrechnung Gebrauch machen müssen.
  • Fahrzeugwechsel: Sobald Sie das Fahrzeug gewechselt haben, ist es ebenfalls möglich, die Kfz-Versicherung ordentlich zu kündigen. Für das neue Fahrzeug benötigen Sie nämlich eine neue Kfz-Versicherung. Die alte Versicherung müssen Sie nicht kündigen, da sich der Vertrag bei Abmeldung des alten Fahrzeugs auflöst oder bei einem Verkauf als gekündigt gilt, wenn die Zulassung auf einen neuen Halter läuft.

Auch interessant: Kfz-Versicherung: So viel kosten 1.000 Kilometer mehr pro Jahr.

Video: Kfz-Versicherung wechseln: So sparen Sie am meisten Geld

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Kfz-Versicherung fristgerecht kündigen

Stichtag zum Kündigen der bestehenden Kfz-Versicherung ist in der Regel der 30. November. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
Stichtag zum Kündigen der bestehenden Kfz-Versicherung ist in der Regel der 30. November. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn © Andrea Warnecke
Mathias Zunk ist Versicherungsexperte vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. Foto: GDV/dpa-tmn
Mathias Zunk ist Versicherungsexperte vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. Foto: GDV/dpa-tmn © GDV
Michael Wortberg ist Versicherungsexperte bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Foto: VZ Rheinland-Pfalz/dpa-tmn
Michael Wortberg ist Versicherungsexperte bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Foto: VZ Rheinland-Pfalz/dpa-tmn © VZ Rheinland-Pfalz
James Wallner ist Vorstandsvorsitzender der ADAC Autoversicherung AG. Foto: ADAC/dpa-tmn
James Wallner ist Vorstandsvorsitzender der ADAC Autoversicherung AG. Foto: ADAC/dpa-tmn © ADAC
Geringere Beiträge sind für viele ein wichtiger Grund für den Wechsel der Autoversicherung. Doch man sollte alle Klauseln prüfen - nicht nur den Preis. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Geringere Beiträge sind für viele ein wichtiger Grund für den Wechsel der Autoversicherung. Doch man sollte alle Klauseln prüfen - nicht nur den Preis. Foto: Christin Klose/dpa-tmn © Christin Klose

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