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Kennzeichen für Fahrräder: Briten wollen Radlern an den Kragen

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Von: Simon Mones

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Brauchen Fahrradfahrer in Großbritannien in Zukunft ein Kennzeichen? Geht es nach der amtierenden Regierung, ist die Antwort: Ja! 

Wer mit dem Auto am Straßenverkehr teilnehmen will, der braucht ein Kennzeichen. Gleiches gilt auch für Roller und manche E-Bikes. Entsprechend gibt es in Deutschland eine Vielzahl verschiedener Nummernschilder. Eines für normale Fahrräder gibt es hierzulande jedoch ebenso wenig wie in Großbritannien. In dem ehemaligen EU-Staat könnte sich das jedoch bald ändern.

In der Regierung von Noch-Premierminister Boris Johnson gebe es eine „wachsende Überzeugung“, dass Radfahrer „gezwungen werden sollten, Kennzeichen anzubringen und dieselben Tempolimits zu beachten wie Autofahrer“, berichtet die britische Zeitung Daily Mail unter Berufung auf Verkehrsminister Grant Shapps.

Ein schweizer Fahrradkennzeichen.
In Großbritannien könnten bald Kennzeichen für Fahrräder Pflicht werden. (Symbolbild) © viennaslide/Imago

Kennzeichen für Fahrräder: Briten wollen Radlern an den Kragen

Auf der Insel waren Autos zuletzt deutlich durch neue Tempolimits und Regeln zu Gunsten von Radfahrern ausgebremst worden. So gibt es viele neue Zonen in denen maximal 20 Meilen (etwas mehr als 30 km/h) erlaubt sind. Diese sollen nun aber auch für Radler gelten.

Denn viele Fahrradfahrer halten sich nicht an die Verkehrszeichen, was zunehmend für Frust unter den britischen Autofahrern sorgt. Um künftig auch bei den Zweirädern Bußgelder kassieren zu können, ist nun eine Kennzeichenpflicht oder „eine andere Form der Identifizierung“ in Planung, wie die Mail berichtet.

Kennzeichen für Fahrräder: Forderungen auch in Deutschland

Doch damit nicht genug, zusätzlich zur Kennzeichenpflicht, könnten britische Radfahrer künftig auch gezwungen sein, eine Versicherung abzuschließen. Anders als Autofahrer könne man die Radler bei selbst verschuldeten Unfällen nur schwer haftbar machen.

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Shapps machte deutlich, dass er den Fahhrad-Trend auf der Insel unterstütze, aber keinen Grund sehe, „warum Radfahrer die Verkehrsregeln brechen sollten“. Aus diesem Grund wollen man nun tätig werden, ob das aber unter der Führung von Shapps passiert, ist unklar. Denn nach dem Rücktritt von Johnson als Premier steht in Großbritannien eine Kabinettsumbildung bevor.

Doch nicht nur in dem ehemaligen EU-Staat gibt es vermehrt Forderungen den Radverkehr mehr zu überwachen. Auch in hierzulande macht sich der Autoclub „Mobil in Deutschland“ dafür stark, wie Focus Online berichtet. „Nicht nur Autofahrer, auch Radler sollten öfter kontrolliert werden. Wenn das nicht reicht, dann sollte man über Kennzeichen für Fahrräder nachdenken“, betonte Michael Haberland, Präsident des Autoclubs. Immerhin riskieren auch Radler durch ihr Fehlverhalten ihren Autoführerschein. In der Schweiz wurde eine ähnliche reglung wiederum 2012 abgeschafft.

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