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Jede dritte Röhre fällt durch

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© FR-/dpa-Infografik

Viele Tunnel in Europa bleiben ein Verkehrsrisiko: Beim zehnten Tunneltest des ADAC ist jeder dritte der 31 getesteten Straßentunnel durchgefallen. Das ist das schlechteste Ergebnis seit fünf Jahren.

Düsseldorf (dpa/ddp/rtr) - Beim zehnten europäischen Tunneltest ist jeder dritte der 31 getesteten Straßentunnel durchgefallen. Dies sei das schlechteste Ergebnis seit fünf Jahren, teilte der Automobilclub ADAC am Dienstag in Düsseldorf mit.

Zehn der gestesteten Straßentunnel erhielten das ADAC-Urteil "sehr gut". Fünf wurden mit "gut" bewertet. Sieben Röhren erreichten ein "ausreichend" und erfüllten damit noch die Mindeststandards der EU-Richtlinie. Zwei Tunnel wurden von den Experten als "bedenklich" eingestuft, sieben erhielten ein "mangelhaft"

Sorgen müssen sich Autofahrer vor allem in einem italienischen Tunnel am Comer See machen. Der "Cernobbio"-Tunnel ist zum vierten Mal in Folge der Testverlierer. Hier bemängeln die Prüfer fehlende Notrufeinrichtungen, keine gekennzeichneten Fluchtwege und zu wenige Notausgänge.

Am besten schnitt ein zwei Jahre alter Tunnel in Andorra ab. Unter den Vorzeige-Tunneln stellen die Prüfer besonders den mit sehr gut bewerteten San-Bernardino-Tunnel in der Schweiz heraus. 1999 war er noch mit einem "bedenklich" durch den Test gefallen. Die anschließende Modernisierung für 240 Millionen Schweizer Franken brachte nun die Bestnote.

Zum sichersten deutschen Tunnel wurde der Heidkopf-Tunnel bei Friedland auf der A 38 zwischen Göttingen und Halle gekürt, der im europäischen Vergleich auf dem zweiten Platz landete. Nationaler Testverlierer wurde der Universitätstunnel auf der A 46 in Düsseldorf, der lediglich mit "bedenklich" bewertet wurde.

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