In Italien ist im Straßenverkehr einiges anders geregelt als in Deutschland. Wer gegen die Vorschriften verstößt, muss teils sehr tief in die Tasche greifen.
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Nicht nur bei den Tempolimits unterscheiden sich die Regeln im italienischen Straßenverkehr von den deutschen. (Symbolbild)

Hohe Bußgelder drohen

Verbote und Pflichten beim Autofahren in Italien: Diese Bußgelder drohen

  • Sebastian Oppenheimer
    VonSebastian Oppenheimer
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In Italien ist im Straßenverkehr einiges anders geregelt als in Deutschland. Gegen die Vorschriften zu verstoßen, kann ziemlich teuer werden.

München – Ein Urlaub reißt zumeist ein ordentliches Loch in die Kasse. Damit man nicht schon auf der Fahrt ans Ziel ordentlich draufzahlen muss, lohnt es sich, vor dem Start die Verkehrsregeln des Urlaubslandes einmal genauer anzuschauen. Denn mitunter unterscheiden sich diese deutlich von den Vorschriften in Deutschland. Wer nicht aufpasst, kann im Ausland kräftig zur Kasse gebeten werden. Auch in Italien ist so einiges anders als hierzulande.

Verbote und Pflichten beim Autofahren in Italien

So sind in Italien beispielsweise bestimmte Winter- oder Ganzjahresreifen im Sommer nicht mehr erlaubt. Wie der ADAC erklärt, müssen Autofahrer den auf den Reifen befindlichen Geschwindigkeitsindex mit dem in der Zulassungsbescheinigung Teil 1 eingetragenen Index vergleichen. Die montierten Reifen dürfen den eingetragenen Geschwindigkeitsindex nicht unterschreiten.

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Italien, Manerba: In diesem Dorf haben Autofahrer keine Probleme, einen kleinen Brunnen zu erreichen.
Italien, Manerba: In diesem Dorf haben Autofahrer keine Probleme, einen kleinen Brunnen zu erreichen. © Langenscheidt
Wer auf Reisen ist, kann so einiges erleben. Vor allem im Straßendschungel oder am Wegesrand treffen Urlauber auf Schilder, die obwohl sehr ernst gemeint, komisch sein können. Hier die zehn besten Schnappschüsse. Darunter das Hinweisschild für Touristen mit Fotoapparat, gesehen in Österreich, Hellbrunn.
Wer auf Reisen ist, kann so einiges erleben. Vor allem im Straßendschungel oder am Wegesrand treffen Urlauber auf Schilder, die obwohl sehr ernst gemeint, komisch sein können. Hier die zehn besten Schnappschüsse. Darunter das Hinweisschild für Touristen mit Fotoapparat, gesehen in Österreich, Hellbrunn. © Langenscheidt
Deutschland, Moritzburg: Lebt hier der legendäre Moritzburger Monsterkarpfen?
Deutschland, Moritzburg: Lebt hier der legendäre Moritzburger Monsterkarpfen? © Langenscheidt
Japan, Kyoto: Normale WC's sind im fernen Osten scheinbar eine Herausforderung. Traditionelle Plumpsklos benutzen Japaner mit dem Gesicht zur Wand, so erscheint eine Hinweistafel durchaus sinnvoll.
Japan, Kyoto: Normale WC's sind im fernen Osten scheinbar eine Herausforderung. Traditionelle Plumpsklos benutzen Japaner mit dem Gesicht zur Wand, so erscheint eine Hinweistafel durchaus sinnvoll. © Langenscheidt
Dieses Schild weist in Namibia, Solitaire auf eine Gefahr hin. Aber auf welche eigentlich?
Dieses Schild weist in Solitaire in Namibia auf eine Gefahr hin. Aber auf welche eigentlich? © Langenscheidt
In Bad Griedbach konnte man dieses Schild bestaunen.
In Bad Griedbach konnte man dieses Schild bestaunen. © Langenscheidt
Was da wohl auf einer Toilette in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul los war, dass dieses Schild aufgestellt wurde?
Was da wohl auf einer Toilette in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul los war, dass dieses Schild aufgestellt wurde? © Langenscheidt
Ob es im polnischen Wyreba wohl wirklich Außerirdische gibt? Wenn man diesem Schild glaubt, wohl ja.
Ob es im polnischen Wyreba wohl wirklich Außerirdische gibt? Wenn man diesem Schild glaubt, wohl ja. © Langenscheidt
Im Great Otway National Park in Australien kann so einiges passieren.
Im Great Otway National Park in Australien kann so einiges passieren. © Langenscheidt
Ein Schild auf Sylt, das einen schmunzeln lässt.
Ein Schild auf Sylt, das einen schmunzeln lässt. © Langenscheidt
"Urlaub im Schilderwald", über 100 Schnappschüsse mit Texten von Titus Arnu erschienen im Langenscheidt Verlag für 9,95 Euro.
"Urlaub im Schilderwald", über 100 Schnappschüsse mit Texten von Titus Arnu erschienen im Langenscheidt Verlag für 9,95 Euro. © Langenscheidt

Verbote und Pflichten beim Autofahren in Italien – Aufgepasst beim Thema Vorfahrt

Ebenfalls gut zu wissen: Auf Bergstraßen haben in Italien grundsätzlich bergwärts fahrende Fahrzeuge Vorfahrt, es sei denn, in der Nähe gibt es eine Ausweichmöglichkeit. Immer Vorfahrt haben im italienischen Straßenverkehr Linienbusse. Und auf der Autobahn ist privates Abschleppen verboten. Außerdem muss auf Autobahnen und außerorts das ganze Jahr mit Abblendlicht (oder Tagfahrleuchten) gefahren werden. In einem Kreisverkehr gilt in Italien „rechts vor links“ – im Gegensatz zu Deutschland haben dort also die einfahrenden Fahrzeuge grundsätzlich Vorfahrt gegenüber den sich bereits im Kreisverkehr befindlichen Fahrzeugen haben.

Für Pkw gelten in Italien folgende Tempolimits:

innerorts50 km/h
außerorts90 km/h
Schnellstraßen110 km/h
Autobahnen130 km/h

Verbote und Pflichten beim Autofahren in Italien – es drohen hohe Bußgelder

Die Bußgelder in Italien haben es in sich. Wer etwa mehr als 20 km/h zu schnell ist, muss mindestens 175 Euro bezahlen. Wird man mit mehr als 50 km/h über dem Limit erwischt, sind es gleich mindestens 545 Euro. Auch in anderen Ländern kann zu schnelles Fahren sehr teuer werden.

Ebenfalls mindestens 545 Euro sind fällig, wenn man alkoholisiert hinter dem Steuer erwischt wird – die Promillegrenze in Italien liegt bei 0,5. Ein absolutes Alkoholverbot (0,0 Promille) gilt für Personen, die noch keine drei Jahre im Besitz ihrer Fahrerlaubnis sind. Und auch die Bußgelder für das Nichtanlegen des Sicherheitsgurts (ab 85 Euro) und die Nutzung des Handys am Steuer (ab 165 Euro) sollte man sich besser ersparen. Zudem gilt in Italien im Auto ein Rauchverbot, wenn Minderjährige oder Schwangere an Bord sind.

Wichtig zu wissen: Bußgelder aus Italien können laut ADAC auch in Deutschland vollstreckt werden. Und: Wer innerhalb von fünf Tagen bezahlt, bekommt einen Rabatt von 30 Prozent. Andererseits verdoppelt sich der Betrag, wenn nicht innerhalb der vom Bescheid genannten Frist von 60 Tagen bezahlt wird.

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