+
Manche Konzept-Fahrzeuge sind so hässlich, dass die Hersteller gut daran tun, diese Autos nie zu bauen.

Scheußliche Studien

Zu hässlich für die Serie

Um das Publikum auf Auto-Messen zu erstaunen, überbieten sich die Hersteller mit Entwürfen. Bei einigen dieser Studien ist es gut für die Hersteller und das Straßenbild, dass sie nie in Serie gegangen sind. Wir zeigen eine Auswahl der hässlichsten Entlein.

Von Sebastian Quillmann

Manche Studien zielen gar nicht darauf ab, mit ihrem Design zu punkten. Sie sind Technologie-Träger oder präsentieren neue Innenraum-Konzepte. Diese Neuerungen kommen dann Jahre später in der Form weitaus gefälliger gestalteter Fahrzeuge auf den Markt. So trug der umstrittene „Offroadster“ BMW Z18, der eher anmutete wie eine Kreuzung aus Auto und Motorboot, als Prototyp 1995 bereits einen ähnlichen Antriebsstrang wie der spätere BMW X5.

Andere Konzept-Autos dienen dem bloßen Effekt. Sie sorgen für Aufmerksamkeit, sind aber weit entfernt von allem, das sich in absehbarer Zeit produzieren und verkaufen ließe. Ein Beispiel dafür ist der kastenförmige Honda Fuya-jo, der 1999 auf der Tokyo Motor Show präsentiert wurde. Was der Form nach aussieht wie eine hochkant aufgestellte Gemüsekiste, beherbergt im Inneren auf kleinster Fläche einen Party-Raum für vier Personen.

Einige Auto-Studien sind deshalb so besonders hässlich, weil die Form klar der Funktion untergeordnet ist. Ein Beispiel dafür ist der Fiat Ecobasic, der im Jahr 2000 auf dem Genfer Salon als Dreiliter-Auto präsentiert wurde, das auf viel Platz, Gewichts- und Spritersparnis sowie einen möglichen Marktpreis von nur 5.000 Euro ausgelegt war. Wer sich heute einen Fiat Multipla anschaut, entdeckt im Design leider Parallelen zum Ecobasic, der nie in Serie gebauten eierlegenden Wollmilchsau.

Ja, und manche sündhaft hässliche Studie ist auch einfach so wieder in den Schubladen der Hersteller verschwunden – weil sich eben doch nicht jede Idee als gut und erst recht nicht als schön genug erweist, um sie gleich in Serie zu produzieren. (FR, qui)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion