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Gespräche im Auto lenken ab

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Telefonieren während des Fahrens ist gefährlich - selbst mit einer Freisprechanlage.
Telefonieren während des Fahrens ist gefährlich - selbst mit einer Freisprechanlage. © ddp

Selbst das Telefonieren mit einer Freisprechanlage kann gefährlich werden. Denn ist der Fahrer im Gespräch, wird der Bremsweg bei einem Unfall deutlich länger.

Warwick/Boston/Austin. ­ Selbst beim Telefonieren über die Freisprechanlage verlängert sich der Bremsweg deutlich. Bei 100 Kilometern pro Stunde stoppt ein telefonierender Fahrer den Wagen erst knapp sechs Meter später als ein unabgelenkter.

Das berechneten Forscher der Universitäten in Warwick und Harvard nach Reaktionstests mit Probanden vor Computerschirmen. Die Reaktionszeit der Menschen, die während eines Tests telefonierten, stieg um durchschnittlich 0,2 Sekunden. Die telefonierenden Teilnehmer machten zudem 83 Prozent mehr Fehler als die nicht-telefonierenden.

In ihrer Studie setzten Melina Kunar und Todd Horowitz die Teilnehmer vor einem Bildschirm mit auftauchenden, rotierenden Scheiben, auf die sie mit einem Tastendruck reagieren mussten. Besonders leistungsmindernd wirkten sich Telefonate aus, bei denen die Teilnehmer auf das Gesagte eine wohlüberlegte Antwort erwidern mussten, berichten die Psychologen in dem Journal "Psychonomic Bulletin & Review".

Dabei habe sich die Reaktionszeit der Teilnehmer sogar um fast 0,5 Sekunden erhöht. Von geschäftlichen Telefonaten während des Autofahrens sei somit abzuraten, folgern die Forscher. "Ohne Hände zu telefonieren, reicht nicht aus." Die Aufgabe, komplexe Antworten zu erzeugen, konkurriere im Gehirn mit den Aktivitäten für ein sicheres Autofahren. Nicht beeinträchtigt in ihrer Leistung waren hingegen Personen, die lediglich gehörte Wörter wiederholten oder aufmerksam einem Hörbuch lauschten. (dpa)

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