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Genaues Nachrechnen lohnt

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Skeptischer Blick auf die Preistafel: Die hohen Spritpreise ärgern viele Autofahrer. Ob sich Rabatte von Autoherstellern lohnen, ist aber längst nicht gesagt.
Skeptischer Blick auf die Preistafel: Die hohen Spritpreise ärgern viele Autofahrer. Ob sich Rabatte von Autoherstellern lohnen, ist aber längst nicht gesagt. © Foto: dpa

Angesichts der hohen Benzinpreise setzen Autohersteller auf spezielle Tankrabatte. Die klingen für Autofahrer zunächst verlockend. Doch sie sollten die Angebote genau überprüfen.

Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Der Benzinpreisschock sitzt tief. Deshalb setzen manche Hersteller nun auf spezielle Tankrabatte. Autofahrer sollten genau durchrechnen, ob sich das Angebot für sie lohnt, empfehlen Verbraucherschützer.

Die Angebote suggerieren, dass mit einem Neuwagen in nächster Zeit kostenlos oder wesentlich günstiger getankt werden kann. Die Wahrheit dahinter sieht allerdings meist etwas anders aus und hat nur einen Hintergrund: "Die Hersteller nutzen die Aufmerksamkeit für das Thema Sprit", sagt Sabine Goetz, Sprecherin des Automobilclubs von Deutschland (AvD) in Frankfurt/Main.

So verführerisch es zum Beispiel klingt, für eine Fahrleistung von 30 000 Kilometern kostenfrei tanken zu können - im Grunde ist alles beim Alten: "Im Prinzip gibt es hier keinen großen Unterschied zu anderen Rabatt-Aktionen der Hersteller", so Goetz. Denn ein regelrechter Benzingutschein ist beim Kauf des Wagens kaum zu erwarten. Vielmehr wird zum Beispiel auf Basis des Durchschnittsverbrauchs des Wagens und einer angenommenen Kilometerleistung eine Summe errechnet, die es dann sozusagen als Rabatt gibt.

"Pauschale Aussagen, ob so ein Rabatt lohnend ist, gibt es nicht", erklärt Sabine Goetz. Wie bei allen derartigen Angeboten ist der Kunde selbst gefragt, um für sich die möglichen Vorteile zu errechnen. Er muss das Angebot des Herstellers genau anschauen und durchrechnen, es mit anderen Möglichkeiten wie einer günstigen Finanzierung, der Möglichkeit der Inzahlungnahme des Altwagens oder auch der Barzahlung und dem dadurch möglichen Preisnachlass vergleichen: "Man muss wirklich ganz genau für sich ausrechnen, womit man im Endeffekt besser fährt."

Hinzu kommt, dass Rabattaktionen heute eher die Regel als die Ausnahme sind - und der Käufer so aus einer großen Zahl auswählen kann. Eine Studie des Center Automotive Research (CAR) an der Fachhochschule Gelsenkirchen hat ergeben, dass die Höhe der möglichen durchschnittlichen Rabatte weiter steigt - 16,5 Prozent sind es im Schnitt. Und wer zum Händler geht, findet dort nicht selten auch fast neue Fahrzeuge oder solche mit sogenannten Tageszulassungen für noch günstigere Preise: "Hier sind Nachlässe bis zu 25 Prozent im Vergleich zum eigentlichen Neupreis möglich", sagt Sabine Goetz.

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