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Fiats kleine Laster

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© Hersteller

Die Nutzfahrzeug-Fraktion von Fiat hat nun alle vier Klein- und Mittelfamilien rundum erneuert. Vom großen Ducato bis hin zum Doblo Cargo. Fotostrecke: Fiats kleine Laster Scudo und Strada

Frankfurt - Exakt dazwischen Ducato und Doblo tummeln sich der appetitlich geformte neue Scudo sowie der pfiffige neue Strada. Beide dienen dem komfortablen Transport von Menschen und Material.

Mit den Marktanteilen beider in Deutschland - eine weitere Gemeinsamkeit - konnten und wollten die Italiener sich nicht zufrieden geben. Daher umfassende Änderungen, Erweiterungen, Ergänzungen. Während der Scudo als Transporter in Richtung gewerblicher Warentransport getrimmt wurde, wartet die Kombi-Version mit viel Glas, gutem Fahrkomfort und vielen praktischen Kleinigkeiten auf.

Für ein Überland- und City-Fahrzeug hätten wir uns gerne einen um mindestens einen Meter geringeren Wendekreis gewünscht. Ansonsten lässt sich der Scudo wie ein PKW, auch dank großer Außenspiegel, zentimetergenau durch Tore und Gassen zirkeln. Dank der rechten hinteren Schiebetür sind Be- und Entladen quasi ein Kinderspiel, während das Heck als Flügeltüren-oder Klappenlösung angeboten wird.

Ausschließlich drei Dieselmotoren mit 90, 120 oder 136 PS Leistung sind zu ordern, wobei lediglich der stärkste auch serienmäßig über einen Partikelfilter verfügt. Schade drum, denn gerade im häufig strapazierten Cityverkehr wäre ein Rußfilter eigentlich am nötigsten.

Ab der Basis lassen sich die Scudo-Fronttriebler, gleich mit welchem Radstand, mit Sonderzubehör so weit aufrüsten, dass sie das Niveau der PKW-Upper-Class erreichen. Ob Hoch-oder Flachdach, ob Transporter oder Kombi, die Variations- und Kombinationsmöglichkeiten gehen in die Hunderte. Da kann jeder Kunde sich seinen individuellen Scudo "bauen".

Fiat hat aber auch ein Nischenauto, das pfiffig und recht witzig daher kommt: ein Klein-Pickup namens Strada. Ein Segment, das in Europa sehr stiefmütterlich behandelt wird. Deswegen verzettelt sich die Fiat-Leute nicht, wenn sie den Strada nur in zwei unterschiedlichen Kabinenlängen anbieten und nur einen 85 PS-Dieseltreibsatz einbauen (noch ohne Partikelfilter). Der lässt nie Unklarheiten über sein Arbeitsprinzip aufkommen. In der Stadt überwiegen zwar die Fremdgeräusche, aber in ruhigen Gegenden und auf der Autobahn - der Strada ist immerhin 165 Kilometer in der Stunde schnell- tobt der 1,3-Liter Selbstzünder hörbar.

Für Kleinunternehmer

Der Strada: gebaut für den flinken und flexiblen Klein-oder Solounternehmer, der scharf kalkulieren muss. Die Ladefläche mit einer festen, dennoch elastischen Kunststoffplane wind-und wasserdicht abdeckbar. Zwei Sitze vorne sind Standard, weitergehende Bestuhlung hat auch in der längeren Kabinenform keinen Platz. Ist ja wohl auch nicht Sinn dieses Konzepts. Wendig, flott, nützlich, preiswert und dazu noch optisch ausgesprochen nett anzusehen: der Strada ergänzt Fiats Nutzfahrzeugpalette nach unten recht originell.

Big Brother Scudo beginnt bei 21 777 Euro und endet in der erweiterten Basisausstattung bei 32 606 Euro. Little Brother Strada startet schon bei 14 637 und erfüllt alle Wünsche mit 16 482 Euro. Eingeschlossen in diesen Preis sind allerdings lediglich zwei Airbags nebst Gurtstraffern. Bisschen wenig für ein Auto mit PKW-Anspruch, meinen wir. Dennoch: ein wahrlich breites Angebot für Private und Profis. Frank Nüssel

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