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Facebook-User staunen derzeit über ein Video, bei dem die Feuerwehr in Paris ein Auto in seine Einzelteile zerlegt, um es zu löschen (Symbolbild).

User perplex

Feuerwehr nimmt Luxus-Karosse komplett auseinander, um sie zu löschen

Da blutet Mercedes-Fans das Herz: Bei einem Autobrand in Paris zerlegte die Feuerwehr das Fahrzeug erst einmal genüsslich, bevor sie es löschte.

Bei Löscharbeiten müssen Feuerwehrkräfte hin und wieder äußerst rabiat vorgehen, um Menschenleben zu retten. Doch bei einem Autobrand in Paris, bei dem ansonsten keine Personen beteiligt waren, zerlegten die Rettungskräfte das brennende Fahrzeug erst einmal genüsslich, bevor sie die Flammen löschten.

Die Feuerwehr in Mettmann (NRW) musste sich nach einem Einsatz unverschämte Drohungen gefallen lassen. 

Auto in Flammen: Feuerwehr zerlegt es nach allen Regeln der Kunst

Vor zwei Wochen teilte der Facebook-Nutzer Dmitriy Marzoni besagtes Video auf dem sozialen Netzwerk, welches nun die User spaltet: "Eine besondere Technik der Brandbekämpfung", lautet sein Kommentar dazu. Zu sehen sind die Feuerwehrkräfte, wie sie einen brennenden Mercedes noch weiter beschädigen, um ihn zu löschen. Zum Beispiel wird zunächst jedes einzelne Fenster eingeschlagen, bevor der Feuerwehrschlauch zum Einsatz kommt.

Nachdem die Flammen gelöscht waren und nur noch der Qualm aufstieg, zerlegten die Feuerwehrkräfte den Wagen noch weiter - die Motorhaube und Türen wurden rabiat geöffnet und das Dach eingeschlagen. Für einige User ist das schon fast zu viel des Guten: Sie wundern sich, warum es nötig war, das Fahrzeug komplett zu zerstören.

"Warum sollte man die Fenster zerstören, wodurch das Feuer noch mehr Luft bekommt, wenn der Schlauch noch nicht einmal parat ist?", heißt es zum Beispiel in einem Kommentar.

Andere wiederum sehen kein Problem dahinter. Schließlich würde sowieso die Versicherung für den Schaden aufkommen: "Alles richtig gemacht. Die Versicherung zahlt sonst nur den Zeitwert und so ist es Totalschaden."

Nichtsdestotrotz löst das Video eine große Faszination bei den Nutzern aus: Über zwei Millionen Mal wurde es schon aufgerufen, beinahe 25.000 Mal geteilt und fast 1.500 Mal kommentiert.

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Was passiert, wenn die Feuerwehr parkende Autos beschädigt?

Des Öfteren ist vom rabiaten Vorgehen der Feuerwehr gegenüber Fahrzeugen zu lesen. Besonders wenn diese den Weg zu ihrem Einsatzort oder Hilfsmitteln versperren: So verlegte eine amerikanische Feuerwehr im Februar 2019 kurzerhand ihren Löschschlauch durch das Innere eines Wagens hindurch, welches den Hydranten versperrte.

Die Feuerwehr in Bremen hingegen war in einem Fall gezwungen, Pkws zu rammen, um schnell in Stellung zu kommen: Es hätte sich ansonsten ein Brand im Dachstuhl eines Hauses weiter ausgebreitet. Doch das sind noch lange keine Einzelfälle.

Tobias Schülpen, Sprecher der Feuerwehr Düsseldorf, meint laut Rheinischer Post dazu: "Die Zahl der Fälle, in denen wir im Einsatz von Falschparkern behindert werden, wird von Jahr zu Jahr höher. Und sie wird nicht erfasst". Für die Schäden müssten nicht die Falschparker, sondern die Feuerwehr aufkommen. Nach Verkehrsrecht ist nämlich das bewegte Fahrzeug der Unfallverursacher. Aufgrund dessen müssen in Düsseldorf jährlich im Schnitt 25 Fälle von Blechschäden aus öffentlichen Mitteln bezahlt werden.

Christian Gußner, Chef der Fürther Berufsfeuerwehr, erklärte dem Online-Portal Nordbayern, dass es im Normalfall auch nicht die optimale Lösung sei, andere Fahrzeuge zu beschädigen. Schließlich könnte dadurch auch das Feuerwehrfahrzeug selbst Schaden nehmen. Außerdem kann es passieren, dass das gerammte Fahrzeug ungünstig den Weg versperrt, sodass es gar kein Vorbeikommen mehr gibt.

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1. Parken in der Feuerwehranfahrtszone
1. Parken in der Feuerwehranfahrtszone © ADAC Motorwelt
2. Spurwechsel oder abbiegen ohne zu Blinken
2. Spurwechsel oder abbiegen ohne zu Blinken © ADAC Motorwelt
3. Reißverschluss: Zu früh an Engstellen einfädeln
3. Reißverschluss: Zu früh an Engstellen einfädeln © ADAC Motorwelt
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4. Bei schlechtem Wetter mit Nebelschlussleuchte fahren © ADAC Motorwelt
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5. Gute Sicht, freie Straße: Am Stoppschild nicht anhalten © ADAC Motorwelt
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9. Ein Abblendlicht defekt: Erst mal weiterfahren © ADAC Motorwelt
10. Musik im Auto voll aufdrehen
10. Musik im Auto voll aufdrehen © ADAC Motorwelt
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