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Das Ende der Stoffkapuze

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Noch rechtzeitig zur nächsten Frischluft-Saison kündigt BMW sein neues 3er-Cabrio an. Es soll ab 24. März zu Einstiegspreisen knapp unter 40 000 bis fast 51 000 Euro in den Niederlassungen und bei den Händlern stehen. Zum Marktstart sind fünf Motorisierungen vorgesehen, darunter ein Diesel. Fotostrecke: Der neue 3er

Von GÜNTHER KOCH (ARIZONA)

Noch rechtzeitig zur nächsten Frischluft-Saison kündigt BMW sein neues 3er-Cabrio an. Es soll ab 24. März zu Einstiegspreisen knapp unter 40 000 bis fast 51 000 Euro in den Niederlassungen und bei den Händlern stehen. Zum Marktstart sind fünf Motorisierungen vorgesehen, darunter ein Diesel.

"Es hat einige Diskussionen gegeben", deutet Michael Brachvogel von der Projektleitung bei der Fahrvorstellung des offenen Zweitürers in Scottsdale bei Phoenix in Arizona an. Grund dafür: Erstmals haben sich die Entwickler dem Trend folgend für ein Blechdach entschieden; es besteht aus drei Teilen und braucht etwas über 20 Sekunden, bis es sich vollautomatisch auf Knopfdruck in den Kofferraum faltet. Dann passen dort freilich statt zunächst 350 nur noch 210 Liter mittelgroßes Gepäck hinein. Wer größere Koffer leichter einladen will, dürfte sich über die Ladehilfe freuen, die das gefaltete Dach per Fernbedienung aus der Versenkung hebt. Gegen Aufpreis ist eine 40 Zentimeter breite Durchlade, etwa für Ski oder Golftaschen, zu haben. Zudem ist die hintere Rücklehne umklappbar, um zusätzlich Gepäck darauf abzustellen.

Das Cabrio ist noch am ehesten mit dem Coupé aus der Kompaktbaureihe der Münchner verwandt, selbst wenn der Gewichtsunterschied wie beim Vorgänger um die 200 Kilogramm beträgt. Sein Dach ist niedriger und reicht nicht ganz so weit nach hinten. Auch sitzt der Heckdeckel tiefer. Und die Seitenscheiben hinten lassen sich voll versenken. Innen ist Platz für vier Personen. Im Fond haben Kopf-, Schulter-/Ellbogen- und Kniefreiheit zugelegt. Größer Gewachsene müssen bei geschlossenem Verdeck freilich dort ihr Haupt wohl etwas neigen. Das optional erhältliche Windschott mindert zusätzlich Verwirbelungen im Fahrgastraum.

Benzin-Einsparung

BMW lässt in seiner nach 1986, 1993 und 2000 vierten 3er-Cabrio-Generation den Kraftstoff in allen Benzinern direkt einspritzen. Im Einstiegsmodell 320i sind laut Brachvogel mit der Start-Stopp-Funktion - im Leerlauf schaltet das System den 170 PS starken Vierzylinder ab und beim Tritt auf die Kupplung automatisch wieder ein - Einsparung bis zu 20 Prozent möglich. Darüber sind die beiden Sechszylinder 325i und 330i mit 218 und 272 PS angesiedelt.

Spitzenvariante ist der von uns getestete 335i mit 306 PS, der wie eine Katze schnurren, aber auch entsprechend fauchen kann, wenn es, kultiviert und mit sportlichem Biss, zur Sache geht. Kein Wunder, haben die Techniker in diesem Sechszylinder doch die direkte Benzinspritzung mit Turboaufladung kombiniert.

Diesel ab 49 000 Euro

Der ab 49 000 Euro teure Diesel 330d mit ebenfalls sechs Zylindern, 231 PS und Partikelfilter fährt mit 500 Newtonmetern durchzugsstark und mit unter sieben Liter Verbrauch relativ sparsam vor. Standardmäßig übertragen gut zum sportlichen Charakter dieses Wagens passende Sechsgang-Handschalter die Kraft auf die Räder, optional kann ein Sechsstufen-Automat geordert werden.

Die Geräuschkulisse hält sich in Grenzen. Die Verarbeitung des bereits im Basismodell mit einer Reihe wichtiger Sicherheits- und Komfortdetails ausgestatteten Cabrios kann sich wie in der Limousine, dem Touring-Kombi und Coupé sehen lassen. In der Kabine geht es gewohnt sportlich und funktionell zu; die Anmutung ist wertig. Große Fensterflächen sorgen bei geschlossenem Dach für guten Überblick; auch hat sich die Sicht nach hinten verbessert. Die Abstimmung des Fahrwerks geht eher in die straffe Richtung, ohne auf Komfort beim Fahren zu verzichten. Worüber es sicher keine Diskussionen geben wird.

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