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Diese Städte sind Hochburgen der Autodiebe

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Achtung, Langfinger: Vor allem in deutschen Großstädten schlagen Autodiebe gerne zu.
Achtung, Langfinger: Vor allem in deutschen Großstädten schlagen Autodiebe gerne zu. © dpa

Und plötzlich ist das Auto weg. In Deutschland werden täglich 103 Kraftwagen gestohlen. Wie eine aktuelle Studie zeigt, sind dabei einige Städte besonders betroffen. Lesen Sie hier, welche Städte die Hochburgen der Autodiebe sind.

Im vergangenen Jahr sind insgesamt 37.427 Fahrzeuge als gestohlen gemeldet worden. Der finanzielle Schaden ist enorm. Kein Wunder, dass da auch die Kosten für die Kfz-Versicherungen um bis zu 10 Prozent steigen sollen, denn die Teilkaskoversicherung deckt auch Autodiebstahl ab. Die Autoversicherungen geraten also mit steigender Kriminalität unter Druck. Aber wo genau tragen sich die ärgerlichen Verbrechen zu?

Diebe mögen Großstädte

Das Internetportal Preisvergleich.de hat die Diebstähle mit der Anzahl zugelassener Fahrzeuge in Zusammenhang gesetzt und daraus die vom Autoklau am stärksten betroffenen Regionen Deutschlands ermittelt.

Die gute Nachricht: Frankfurt ist im unteren Drittel des Klau-Rankings zu finden. Auf 100 zugelassene Autos kamen 84 Diebstähle. Über die Hälfte der Fahrzeuge, die unfreiwillig den Besitzer wechseln, stammen aus einer Großstadt (54 Prozent). Die absolute Autoklau-Hochburg ist dabei Frankfurt/Oder – seit 2011 zum dritten Mal in Folge. Statistisch kamen hier auf 100.000 Fahrzeuge 907 geklaute Autos. Diese Quote liegt 750 Prozent über dem Bundesdurchschnitt!

Diebstalhochburgen liegen im Osten

Frankfurt/Oder ist allerdings nicht die einzige Risikoregion im östlichen Deutschland. Insgesamt liegen 58 Prozent der „Diebstahlhochburgen“ im Osten. Platz zwei belegt beispielsweise das sächsische Görlitz mit einer Quote von 720 gestohlenen Kfz je 100.000 zugelassener Fahrzeuge.

Auf Platz 3 folgt schließlich Berlin, wo 2013 gleich 899 Autos mehr gestohlen wurden, als noch im Vorjahr. Insgesamt sind 6.659 Kfz als gestohlen gemeldet worden. Dahinter folgen auf Platz 4 und 5 die Städte Potsdam und Dresden. In Halle (Platz 16) kamen auf 100.000 zugelassene Pkw 162 Diebstähle, damit liegt die Stadt 52 Prozent über dem Bundesdurchschnitt.

Kurze Fluchtwege erleichtern Diebstahl

Die Zahlen legen offen, dass Auto-Schieber vor allem dort aktiv sind, wo kurze sowie schnelle Fluchtwege und offene Grenzen den Autoklau erleichtern. Denn im Gegensatz zu den grenznahen Städten im Norden und Osten Deutschlands, wo ideale Transferbedingungen nach Osteuropa bestehen; sind die Städte im Süden sowie Südwesten Deutschlands weniger stark vom Autodiebstahl betroffen.

Die erste westliche Stadt im Ranking der Studie liegt dieser Theorie entsprechend auch im Norden der Republik: Aachen liegt nah an Belgien und den Niederlanden. 321 je 100.000 zugelassener Fahrzeuge wurden hier im vergangenen Jahr gestohlen. Auf Platz zehn liegt Hamburg mit 1983 geklauten Fahrzeugen. Auch Köln (Platz 23) „darf“ sich mit 647 Pkw-Diebstählen im Jahr 2013 zu den Klau-Hochburgen zählen.

Im Süden sind Autos sicherer

In Bayern und Baden-Württemberg ist die Autoklau-Quote deutlich geringer. Besonders Garmisch-Partenkirchen, Kempten, Freising und Reutlingen schneiden gut ab. Mehr als acht Kraftwagen wurde aus keiner dieser Städte entwendet. München liegt trotz vieler lohnenswerter Luxusschlitten im unteren Drittel – die Diebstahlquote liegt 72 Prozent unter dem Durchschnitt. Die Ergebnisse für alle erfasste Städte können Sie in der Studie nachlesen.

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