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Die neue Corvette C7 ist in Genf erstmals als Cabrio zu sehen.

Autosalon 2013

Diese Cabrios glänzen in Genf

Gäbe es einen besseren Ort und Zeitpunkt als den Genfer Salon, um neue Cabrios zu enthüllen? Die Messe läutet traditionell den Auto-Frühling ein. Auch in diesem Jahr sind die Hersteller mit einigen Frischluft-Fahrzeugen in die Schweiz gereist.

Grauer Himmel, kalter Wind und niedrige Temperaturen – man muss schon ein hartgesottener Cabrio-Fan sein, um in diesen Tagen mit einem offenen Auto am Genfer See unterwegs zu sein. Am Quai du Mont-Blanc, unten an der Seepromenade, sind fast nur Limousinen und Geländewagen unterwegs. Doch auf dem Messegelände Palexpo ist der Frühling bereits ausgebrochen: Dort nutzen viele Hersteller den Genfer Autosalon (noch bis 17. März) für die Präsentation einer Reihe an neuen Roadstern und Cabrios.

Opel Cascada

Viel frischen Wind ins Segment der offenen Autos bringt General Motors. Die GM-Marke Chevrolet zeigt die neue Corvette der Generation C7 erstmals als Cabrio, 465 PS stark. Und Opel meldet sich unter freiem Himmel mit dem Cascada zurück. Technisch vom Astra abgeleitet und mit einem Grundpreis von 25.945 Euro in der Kompaktklasse verankert, misst der Viersitzer mit Stoffdach 4,70 Meter und passt so gesehen eher in die Klasse von Audi A5 statt VW Golf.

Nur bei den Motoren kann Opel mit der Mittelklasse noch nicht mithalten: Statt sechs oder gar acht Zylindern bieten sie nur vier Töpfe und 1,4 bis 2,0 Liter Hubraum, mit denen sie ein Leistungsspektrum von 120 PS bis 195 PS abdecken.

Opel Adam Rocks

Als zweite Neuheit hat Opel den Adam Rocks parat. Die Konzeptstudie ist allerdings kein waschechtes Cabrio, lässt bei geöffnetem Rollstoffdach aber noch genügend Sonne herein. Weil das Auto zudem ein bisschen robuster aussehen soll, haben die Hessen die Bodenfreiheit um zwei Zentimeter und die Kotflügel mit Anbauteilen vergrößert.

So repräsentiert der Adam Rocks gleich zwei Ableger, die von Opels Kleinwagen denkbar sind – eine offene und eine Freizeitvariante. „Damit wollten wir zeigen, dass wir beim Adam noch viele Ideen haben und noch weitere Varianten bringen werden“, sagte der neue Opel-Chef Karl-Thomas Neumann.

Toyota FT 86 Open Concept

Aber die GM-Marken haben die Sonne nicht allein gepachtet: Am anderen Ende der Halle hofft man bei Toyota ebenfalls auf den Frühling – mit dem GT-86 in sportlicher Cabrio-Version. Offiziell sei der weiße 2+2-Sitzer mit der knappen Stoffmütze noch eine Studie, räumt Pressesprecher Jürgen Stolze ein. „Aber die offene Variante war bei der Konstruktion des Sportwagens von Anfang an mit eingeplant.“ So soll der offene GT-86 beim Kofferraumvolumen gegenüber dem geschlossenen Modell kaum beeinträchtigt sein, ebenso wenig das Platzangebot im Fahrzeug.

Offene Design-Studien

Neben serienreifen oder seriennahen Open-Air-Modellen, stehen in Genf auch einige Studien, die man wohl nur auf der Messe und danach nie wieder sehen wird. Eine Reihe von Designstudios zeigen ihre Arbeit gerne an offenen Autos, weil diese mehr Blicke fangen, aber auch tiefere Einblicke in den Innenraum ermöglichen. Dass gilt für die Roadster-Variante des Geländesportwagens Giugiaro Parcour ebenso wie für den Pininfarina Sergio, dem neben dem Dach auch gleich noch die Scheiben fehlen.

Roadster KTM X-Bow

Weil das auf Dauer allerdings wenig komfortabel ist, hat einer der Open-Air-Extremisten zum Genfer Salon wieder umgedacht. Den KTM X-Bow, der zurzeit vielleicht radikalste Roadster am Markt, gibt es erstmals auch mit einer Frontscheibe.
Der martialisch anmutende GT basiert auf dem 300 PS starken X-Bow R, hat aber im Gegensatz zu diesem eine vollwertige Windschutzscheibe mit Heizung und Wischanlage. Der 2.0-TFSI-Motor stammt von VW und leistet im GT 285 PS.

Glas-Lamellendach von Magna

Von den zuletzt so gefeierten Hardtop-Verdecken ist in diesem Jahr übrigens kaum mehr die Rede. Stattdessen bringt der Entwicklungs- und Produktionsdienstleister Magna mit dem sogenannten ViewTop eine neue Alternative ins Gespräch: eine Art Lamellendach mit großen, in Textilelementen eingefassten Scheiben, das man wie eine Jalousie öffnen kann.

Dieses Verdeck, das für die Messe zur Demonstration in einen Peugeot RCZ eingebaut wurde, braucht weniger Platz als ein versenkbares Hardtop. Und das mit viel Glas versehene Konstrukt biete noch einen weiteren Vorteil, argumentieren die Entwickler. Egal ob es draußen warm oder kalt ist: Die Sonne scheine damit immer ins Auto. Sofern der Himmel nicht grau ist. (dpa, autonews, dmn)

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