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Diese Autofarben liegen absolut im Trend

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Miniaturansichten verschiedener Autolacke bei Kia: Gerade in den kleineren Autoklassen kommen bunte Töne gut an.
Miniaturansichten verschiedener Autolacke bei Kia: Gerade in den kleineren Autoklassen kommen bunte Töne gut an. © Uli Deck

Gedeckte Farben wie Schwarz und Grau sind bei deutschen Autofahrern nach wie vor am beliebtesten. Aber die Zahl weißer Autos in Deutschland hat sich in den vergangenen 20 Jahren verzehnfacht. Welche Progrnose Farbexperten stellen.

Von Claudius Lüder

Weiß ist nach wie vor in. Grau, Silber und Schwarz bleiben Spitze, Blau und Grün liegen im Trend. Auf diese Formel lässt sich die bevorzugte Farbwahl auf Deutschlands Straßen bringen. Auffällig: Der Höhenflug von Weiß bei den Autofarben hält nun schon seit einigen Jahren an. „Weiß erlebt seit 2007 einen richtigen Boom. Heute werden zehn Mal so viele weiße Fahrzeuge verkauft, wie Mitte der 2000er Jahre“, sagt Constantin Hack vom Automobil Club Europa (ACE).

Weiß ist und bleibt Spitzenreiter der Beliebtheitskala

Laut dem BASF European Color Report For Automotive ist Weiß europaweit gesehen mit 30 Prozent sogar die beliebteste Autofarbe vor Schwarz (19 Prozent), Grau (16 Prozent) und Silber (13 Prozent). In Deutschland hingegen liegen weiterhin Schwarz und Silber sowie Grau vorne, haben allerdings die Plätze getauscht. Laut Kraftfahrtbundesamt liefen im vergangenen Jahr 28,7 Prozent aller Neuwagen in Silber oder Grau vom Band sowie 27,3 Prozent in Schwarz.

Damit machen allein diese Klassiker einen Verkaufsanteil von 75 Prozent aller Fahrzeuge in Deutschland aus. „Tatsächlich sind besonders die klassischen Nicht-Farben allgemein sehr beliebt“, bestätigt Daimler-Sprecherin Anja Wassertheurer. Mehr bunte Töne in den kleineren Klassen beobachtet allerdings BASF. So liegt beispielsweise der Rot-Anteil bei Kleinwagen europaweit bei neun Prozent, in der Oberklasse aber nur bei zwei Prozent. Orange oder Purpur kommen bei Kleinwagen immerhin auf ein Prozent und liegen in der Mittel- oder Oberklasse im Promillebereich.

Naturfarben werden öfter gekauft

Ob neben Fahrzeugmodell und -größe auch das Geschlecht der Käufer bei der Farbwahl eine Rolle spielt, darüber sind sich Experten nicht einig. Bei Toyota entscheiden sich Frauen überwiegend für Weiß und Rot und im Vergleich zum Gesamtmarkt weniger oft für Silber und Schwarz. „Außerdem registrieren wir höhere Gelb- und Orangeanteile bei weiblichen Käufern als bei Männern“, sagt Thomas Heidbrink von Toyota. Wassertheurer hält eher den individuellen Geschmack als geschlechterspezifische Farbvorlieben für ausschlaggebend.

„Der aktuell hohe Stellenwert des Themas Ökologie führt dazu, dass Naturfarben an Bedeutung gewinnen“, sagt Mark Gutjahr von BASF Coatings. „Vor allem erwarten wir einen Grün-Trend. Diese Farbe hat lange Zeit kaum eine Rolle gespielt.“ Daneben bleibe Blau weiter im Trend, was auf die Themen Digitalisierung und Technologie zurückzuführen sei.

Auch der Werterhalt spielt eine Rolle bei der Farbentscheidung

Der Lackexperte rechnet damit, dass ungewöhnliche Texturen und Oberflächen auf den Motorhauben zunehmen werden. „Farben mit technischem Charakter haben oft sehr komplexe Effekte, die gezielt mit dem Lichteinfall interagieren“, erklärt Gutjahr. So könne der Lack virtuell haptischer wirken oder durch neue Konzepte tatsächlich rauer sein. Aktuell hat BASF einen Effekt entwickelt, bei dem kleinste Glaspartikel im Lack bei Sonneneinstrahlung für ein unterschiedlich starkes Funkeln sorgen.

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