Wenn die Hauptuntersuchung fällig ist, muss das Auto einer Prüforganisation vorgeführt werden.
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Wenn die Hauptuntersuchung fällig ist, muss das Auto einer Prüforganisation vorgeführt werden.

TÜV, Dekra, KÜS, GTÜ

Coronavirus: Kann ich mit dem Auto zur Hauptuntersuchung?

  • Franziska Kaindl
    vonFranziska Kaindl
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Die Einschränkungen bedingt durch das Coronavirus werden gelockert. Können Auto-Besitzer zur Hauptuntersuchung? Haben TÜV, Dekra, GTÜ und KÜS geöffnet?

  • Die Beschränkungen aufgrund des Coronavirus werden bundesweit gelockert.
  • Darf das Auto mittlerweile wieder zur Hauptuntersuchung vorgeführt werden?
  • Das ist die Situation bei TÜV, Dekra, GTÜ und KÜS.

In Deutschland ist jeder in irgendeiner Form von den Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus betroffen. Durch die Beschränkungen, die bundesweit gelten, sind nämlich alle Bürger nach wie vor dazu angehalten, den Kontakt zu anderen Menschen möglichst zu beschränken. Wie sieht es mit der Hauptuntersuchung (HU) fürs Auto aus?

Hauptuntersuchungen finden statt - Fristverlängerungen nicht garantiert

Laut ADAC führen alle großen Prüfstellen die Hauptuntersuchung durch. TÜV, Dekra sowie GTÜ würden demnach ihrem Arbeitsbetrieb nachgehen. Eigentlich droht beim Ablauf der zweimonatigen Frist für die HU ein Verwarnungsgeld. Doch das Bundesverkehrsministerium hat vorgeschlagen dies auf insgesamt vier Monate zu verlängern.

Eine Garantie für diese Fristverlängerung besteht jedoch nicht - die einzelnen Länder können selbst darüber entscheiden. Laut ADAC bedarf es nicht allerorts einer Anpassung der Fristen, da die Prüfkapazitäten ohnehin nicht ausgelastet seien. Dann könnte auch eine Ahndung wie üblich nach zwei Monaten drohen. Daher sollten Auto-Besitzer im Zweifel bei ihrer örtlichen Prüfstelle nachfragen.

Vor Ort gelten auch die gängigen Abstandsregeln während der Corona-Krise: Das bedeutet, dass Sie 1,5 bis 2 Meter Abstand zu anderen Personen einhalten und innerhalb von Gebäuden einen Mund-Nasen-Schutz tragen müssen.

Meldung vom 23. März 2020: Hauptuntersuchung ist fällig - Das droht bei Überziehung - auch während Corona-Krise?

Grundsätzlich darf die Hauptuntersuchung* nicht überzogen werden. Wer die Frist um mehr als zwei Monate überzieht, muss mit einer Sanktion von 15 Euro rechnen. Bei mehr als vier bis acht Monaten Verspätung wird ein Bußgeld von 25 Euro fällig. Wer danach immer noch nicht das Auto zur Hauptuntersuchung vorfährt, wird vom Gesetzgeber mit einem Bußgeld von 60 Euro und einem Punkt in Flensburg bestraft. Aber gelten diese Regelungen auch noch während der Corona-Krise?

Wie Vincenzo Lucà vom TÜV Süd gegenüber der Deutschen Presse-Agentur erklärt, gilt die Prüfpflicht auch trotz Coronavirus: "Solange die Behörden nichts Anderes anordnen, prüfen wir weiter", heißt es.

Laut den Bundesländern und dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) dient das Durchführen von regelmäßigen technischen Untersuchungen der Sicherheit im Straßenverkehr und ist zur Aufrechterhaltung der systemrelevanten Logistikketten notwendig.

Generell gilt zum Beispiel in Bayern auch in den Zeiten von Corona, dass das Aufsuchen einer Kfz-Werkstatt ein triftiger Grund ist, das Haus zu verlassen - solange die Arbeiten nicht auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden können. Trotzdem soll bei solch einem Termin ein Abstand von mindestens 1,5 Metern eingehalten werden. Zudem sollten sich Kunden bei den Prüforganisationen informieren, ob es Änderungen bei den Öffnungszeiten gibt.

Wer jedoch aufgrund besonderer Gesundheitsvorsicht den Termin der fälligen Hauptuntersuchung länger als zwei Monate und bis maximal vier Monate überzieht, solle derzeit nicht mit einem Bußgeld rechnen müssen - so die Empfehlung des BMVI an die Bundesländer. Dies geht aus einer Mitteilung der GTÜ hervor.

Passend dazu: TÜV: So bereiten Sie sich richtig auf die Hauptuntersuchung vor.

Coronavirus: Das sagt der TÜV zur Hauptuntersuchung

Wie der TÜV Süd auf seiner Webseite mitteilt, wurde das Netz von Service-Centern auf systemrelevante Prüfstellen mit reduzierten Öffnungszeiten und einer Notbesetzung eingeschränkt. Darum gelten in Bayern nun Öffnungszeiten von Montag bis Freitag jeweils von 8 bis 12 Uhr und 13 bis 16 Uhr. Der TÜV Nord bittet Kunden darum, sich zeitnah an die örtliche TÜV-Station zu wenden, um die Einhaltung oder Vereinbarung eines Termins abzuklären. Dort habe die Befolgung der Hygienevorschriften und das Gebot, Abstand zu wahren, oberste Priorität. Laut dem TÜV Rheinland sind deren Prüfstellen mehrheitlich geöffnet und bieten Dienstleistungen in vollem Umfang an. Ausnahmen sind Prüfstellen, die sich in Gebieten mit hohem Gefährdungspotenzial befinden. Um persönlichen Kontakt zu vermeiden, sollen Kunden jedoch vor der Prüfstation im Wagen sitzen bleiben, bis ein Mitarbeiter auf sie zukommt. Während der Prüfung sollen diese sich nicht im Prüfbereich, sondern im Freien aufhalten. Ansonsten ist der Aufenthalt im Kundenbereich bei zwei Meter Abstand zu anderen Wartenden möglich. Nach Abstand der Prüfung könne das Ergebnis mit einem Mitarbeiter in zwei Meter Abstand besprochen werden. Rechnungen sind möglichst bargeldlos zu begleichen.

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Hauptuntersuchung bei Dekra in Coronavirus-Zeiten

Die Dekra hält den Prüfbetrieb von Fahrzeugen auch während der Corona-Krise aufrecht, wie das Online-Portal MOZ schreibt. So bieten zum Beispiel die Niederlassungen in Oranienburg, Potsdam und Berlin weiterhin die Haupt- oder Abgasuntersuchung von Fahrzeugen in den verschiedenen Prüfstellen an. Der Oranienburger Niederlassungsleiter Jens-Peter Schultze rät Kunden, im Online-Kalender auf den Webseiten Termine zu buchen, um Wartezeiten zu vermeiden. Außerdem wird Kunden geraten im Auto zu warten, bis ein Mitarbeiter kommt und während der Prüfungen Abstand zu wahren.

Hauptuntersuchung in Zeiten des Coronavirus bei GTÜ

Die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) teilt ebenfalls mit, dass die Hauptuntersuchung auch in der gegenwärtigen Situation noch geregelt möglich und Pflicht bei jedem zugelassenen Fahrzeug ist. Mehr als 750 Prüfstellen der GTÜ-Partner und ein Großteil der Prüfstützpunkte stünden den Kunden deshalb weitgehend ohne Einschränkung zur Verfügung.

"Auch während der Hauptuntersuchung steht der Gesundheitsschutz der Bürgerinnen und Bürger sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Vordergrund", sagt Robert Köstler, Sprecher der Geschäftsführung der GTÜ. Daher bittet das Unternehmen beim Aufenthalt in der Prüfstelle um das Einhalten der Hygienemaßnahmen und geltenden Abstandsbestimmungen. Eine vorherige Terminvereinbarung mit dem GTÜ-Partner sei sinnvoll und ermögliche einen reibungslosen Ablauf vor Ort. Die aktuelle Erfahrung zeige, dass eine Hauptuntersuchung derzeit ohne große Wartezeiten zu absolvieren sei.

Coronavirus: Das gilt bei Hauptuntersuchungen bei KÜS

"Für uns hat die Gesundheit unserer Kunden und Mitarbeiter oberste Priorität und steht an erster Stelle. Es ist auch unser Bestreben, den Prüfbetrieb in Deutschland im Sinne der Verkehrssicherheit aufrecht zu erhalten, unter der Beachtung aller Sicherheitsmaßnahmen", erklärte ein Sprecher der saarländischen Überwachungsorganisation unserer Redaktion. "Unser Firmenzweig KÜS Service, u.a. verantwortlich für die Themen Arbeitssicherheit und Arbeitsmedizin, versorgt unsere Partner permanent mit Informationen und Tipps."

Video: TÜV-Studie - Deutsche wollen kein E-Auto

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Die 50 häufigsten und dümmsten Autofahrer-Ausreden bei TÜV Süd

Wenn es um die Begründung von Mängeln am Auto geht, werden die Fahrer offenbar kreativ: Der TÜV Süd hat in seinen Service-Centern außergewöhnliche Ausreden gesammelt, wie er am Dienstag in München mitteilte. Heraus kam, dass die “die guten, die schrägen und die skurrilen Ausreden“ keineswegs ausgestorben sind. Nachfolgend 50 Ausreden, die wohl jeden TÜV-Prüfer verzweifeln lassen. Es seien die "häufigsten, respektive originellsten", so TÜV Süd. © dpa
1. „Das Auto kriegt morgen meine Frau zum Geburtstag als Überraschung, ich muss jetzt sofort TÜV haben." © dpa
2. „Mit dem Wagen fährt nur meine Frau." © dpa
3. „Da habe ich keine Ahnung, mit dem Auto fährt nur mein Mann." © dpa
4. „Meine Frau bringt mit dem Auto bloß die Kinder zur Schule." © dpa
5. Attraktive Frau: „Mein Freund meinte, wenn ich beim TÜV vorfahre, bekommen wir vielleicht die Plakette." © dpa
6. Kundin: „Mein Mann hat gesagt, ich soll alles unterschreiben, wir verkaufen das Auto eh an die Werkstatt." © dpa
7. „Der Ölverlust kommt vom Danebenleeren beim Einfüllen." © dpa
8. „Ich fahr eh bloß bei Tag." (bei Beleuchtungsmangel) © dpa
9. „Die Nebelschlussleuchte brauch ich nicht, bei so Wetter bleib ich sowieso zuhause." © dpa
10. „Da passiert doch nichts, den Riss hab ich schon seit einem Jahr in der Scheibe." © dpa
11. „Versprochen, nächste Woche mach ich Winterreifen drauf." © dpa
12. „Da hinten sitzt bei mir nie jemand." (fehlende Sicherheitsgurte) © dpa
13. „Ist alles in Ordnung, hab isch original im ebay ´kauft." © dpa
14. „Wozu brauch ich eine Handbremse, das ist doch ein Automatik!" © dpa
15. „Da ist nur schlechter Sprit drin vom Urlaub, normal sind die Abgaswerte gut." © dpa
16. „Je lauter mein Auspuff, desto sicherer, weil man mich besser herannahen hört." © dpa
17. „Müssen Sie so streng sein, das könnte ja genauso noch nach der Prüfung hier kaputt gehen." © dpa
18. „Da darf kein Mangel im Prüfbericht stehen, ich will den Wagen verkaufen!" © dpa
19. „Wenn ich das machen lass, dann hält das eh' wieder nicht lange!" © dpa
20. „Schreiben Sie´s ruhig drauf, ich mach es eh' nicht!" © dpa
21. „Dann meld´ ich den halt ab. Dann gehen dem Staat aber die Steuern weg, wollen Sie das verantworten?" © dpa
22. „Nach hinten brauch ich nichts sehen, mich überholt keiner!" © dpa
23. „Ich fahre doch nicht viel." © dpa
24. „Vor zwei Jahren hat der Kollege kein Wort gesagt, dass mit den Bremsen etwas nicht stimmt." © dpa
25. „Die Ersatzteile für den amerikanischen Wagen sind erst in drei Monaten wieder lieferbar." © dpa
26. „Das ist das Auto von meinem Nachbarn." © dpa
27. „Ich bin doch auch hergefahren, da kann es ja nicht so schlimm sein." © dpa
28. „Man kann ein Auto auch tot-reparieren." © dpa
29. „Den Defekt hat mein Auto seit Jahren, das hat noch nie gestört." © dpa
30. „Die Nebelschlussleuchte brauche ich nie, ich weiß nicht einmal, wo ich die einschalten muss." © dpa
31. Bei der HU werden fehlende Wischerblätter bemängelt: „Gestern war die noch dran, jetzt hat die schon wieder jemand geklaut." © dpa
32. „Die Mängel jetzt zu beheben ist völlig sinnlos. Das Auto ist für einen Crashversuch vorgesehen, braucht aber für den Crash einen gültigen TÜV." © dpa
33. „Ich brauch den TÜV aber jetzt, mein Kurzzeitkennzeichen läuft ab." © dpa
34. Prüfer: „Ihr Verbandskasten ist abgelaufen." Sie: „Das macht nichts, ich bin Krankenschwester!" © dpa
35. Prüfer: „Sie haben starken Ölverlust am Motor." Autofahrer: „Macht nix, ich habe in der Garage eine Wanne unters Auto gestellt. © dpa
36. "Abgefahrene Reifen an Zugmaschinen: „Wir fahren kaum auf der Straße". © dpa
37. Bei der Abgasuntersuchung an einem Fahrzeug, das hinten komplett mit Matratzen ausgelegt ist, sagt die Dame aus dem Rotlichtmilieu: „Wenn das Abgas nicht klappt, ist es nicht schlimm, ich stehe nur an der Ingolstädter Straße und brauche den Motor nur zum Heizen. © dpa
38. "Bei der HU funktioniert kein Abblendlicht. „Ich fahre nicht bei Dunkelheit." © dpa
39. Bei der HU reißt ein Handbremsseil. In der schriftlichen Beschwerde findet sich der Satz: „Das Seil ist nur gerissen, weil der Prüfer an der Handbremse gezogen hat wie ein Ochse." © dpa
40. Prüfer: „Ihre Federn scheinen lahm zu sein." Autofahrer: „Wundert mich nicht, ich habe 5 Zentner Kartoffeln im Auto." © dpa
41. „Wenn ich die Scheibe austauschen muss, wer zahlt mir dann meine Vignette?" © dpa
42. Bei einem Eintrag wurde die zulässige Achslast um 100 kg reduziert. Daraufhin der Kunde: „Dann kann ich mei Oide nimma mitnehmen." © dpa
43. Anruf an der Prüfstelle: „Wieso hat mein Nachbar den TÜV bekommen? Der versaut mir immer die Straße!" © dpa
44. Bei der HU: „Bitte schaun Sie genau hin und schreiben alles auf. Ich will ein neues Auto und meine Frau hat es mir verboten. Vielleicht schaffe ich es so, sie zu überzeugen." © dpa
45. An einem russischen Auto funktioniert die Hinterradbremse nicht. „Das ist ein russischer Wagen, der hat hinten keine Bremse. © dpa
46. "Vor der Probefahrt mit dem Motorrad bemerkt der Prüfer den zu geringen Reifenluftdruck. Er misst nach und sagt dem Besitzer, dass nur 0,3 bar Druck auf dem Reifen sind. Kunde: „Ich dacht schon: Mein Gott, sind die Straßen schlecht!" © dpa
47. Anfrage eines Kunden, für dessen Wohnwagen die TÜV-Plakette abgelaufen war: „Mein Wohnwagen steht in Spanien, reicht es, wenn ich Ihnen Bilder zeige und sie machen mir dann den Stempel in die Papiere? © dpa
48. Bei einem Traktor funktioniert die Hupe nicht, sagt der Landwirt: „Ja mei, ich kann ja schreien, ist eh alles offen, da hört man mich schon." © dpa
49. „Brauchst nicht genau schauen bei meinem Traktor – mit dem fahre ich nur im Obstgarten." © dpa
50. „Früher habe ich mich vor dem TÜV mehr gefürchtet, als vor dem Zahnarzt. Aber heute hat es mir echt gut gefallen." © dpa

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