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Chevrolet zeigt drei globale Mini-Studien

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Kleinwagen in den Staaten kommen bisher als Import ins Land. Mit den jetzt von Chevrolet gezeigten Modellen - zunächst noch reine Prototypen - könnte sich das demnächst ändern. Die Kleinwagen made by Chevrolet sind in jeder Hinsicht für die USA eine Rovolution.

New York - Internationale Autoschau in New York. Bob Lutz ist an diesem Tag, an dem die Medien sich über die Neuheiten der Branche informieren, ein gefragter Mann. Immer wieder muss der bei General Motors für globale Produktentwicklung zuständige Manager erklären, was es mit Beat, Groove und Trax auf sich hat. Als könnte die Fachwelt kaum glauben, was da vor ihr auf der Bühne am Stand der General-Motors-Markentochter Chevrolet steht: Es ist - nicht mehr, aber auch nicht weniger - eine amerikanische Revolution.

Die Einsicht mag überraschen, aber auch im Land der großen Schlitten und dem großem Verbrauch kommt man ganz offensichtlich am Stichwort "Umwelt- und Klimaschutz" nicht mehr vorbei: Amerikaner können sogar kleine Autos bauen. Selbst wenn es sich bei Beat, Groove und Trax vorerst nur um Studien handelt, von denen jedenfalls der General-Motors-Mann findet, dass es schon "sehr aufregend" sei, sie einfach nur anzuschauen.

Kompetenz für Kleinwagen

"Diese Autos", sagt Lutz, "zeigen die Kompetenz von Chevrolet bei Kleinwagen." Und sie seien die Art von Fahrzeugen, die sich gut in das US-Angebot des Konzerns integrieren ließen, unter Umständen sogar über Chevrolet als Einstiegsmarke von General Motors hinaus. Das Mini-Trio, fügt Lutz hinzu, demonstriere darüber hinaus die "Tiefe beim Design und das Talent der Ingenieure von General Motors weltweit".

Die drei Studien, von denen eine laut Lutz mit Sicherheit in Serie geht, sind im südkoreanischen Designstudio Inchon entworfen worden. Im Matiz-Format wenden sie sich vor allem an junge Käufer in städtischen Märkten. Sie zeigen selbst aus Sicht von Chevrolet "der amerikanischen Öffentlichkeit, was Europäer längst wissen: Qualität von Kunst hängt nicht von der Größe der Leinwand ab." So kommen Beat, Groove und Trax in der Tat durchaus einfallsreich daher und setzen zumindest nach Ansicht der Amerikaner "Energie, Vielfalt und den Reiz moderner Urbanität in attraktive Autos um, die Spaß, niedrigen Kraftstoffverbrauch und ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten".

Beim in Indien gebauten Beat handelt es sich um einen Sport-Mini; die dreitürige Steilheck-Studie mit Frontantrieb wird von einem 1,2-Liter-Turbobenziner mit Automatik angetrieben. Hinter dem Groove verbirgt sich ein Retrolook-Konzept mit üppigen Kotflügeln und senkrechter Windschutzscheibe, das dank kurzer Motorhaube und langem Aufbau größer wirkt, als es ist; für den Antrieb der Vorderräder sorgt ein kleiner, wirtschaftlicher 1,0-Liter-Diesel.

Der Trax schließlich als letzter im neuen Trio der Kleinen hat einen 1,0-Liter-Benziner, ist mit Allrad kombiniert und wird wie der Groove in den USA gefertigt. Er soll sich auch im Gelände zu Hause fühlen. Große einteilige Stoßfänger, die ebenfalls die Kotflügel umfassen, das Reserverad am Heck und der Dachträger betonen den insgesamt kompakt-bulligen Auftritt.

Während für Ed Welburn vom Global Design von General Motors alle drei die Bedeutung der globalen Produktentwicklung unterstreichen, "die sich rasch ändernden Anforderungen der unterschiedlichen weltweiten Märkte gedanklich vorwegzunehmen und schnell zu befriedigen", bringt es Bob Lutz auf den Punkt: "Es sind einfach unerwartete Autos von uns."

Chevrolet ist eine von vier globalen Marken von General Motors. In 120 Ländern erfüllt sie die unterschiedlichen Kundenbedürfnisse mit Fahrzeugen vom Mini bis zur ausgewachsene Limousine, vom Pickup und SUV bis zu Sportwagen-Ikonen wie der Corvette. Chevrolet ist nach eigenen Angaben eine der am schnellsten wachsenden Marken der Welt. In Europa repräsentiert die einstige Marke Daewoo die Chevy-Kleinwagen.

Außerhalb von Nordamerika ist der Absatz danach seit 2001 um 158 Prozent gestiegen. 2006 hat Chevrolet weltweit 4,3 Millionen Fahrzeuge verkauft, 2,8 Millionen davon in den USA, 340 000 in Europa und 23 132 in Deutschland, wo die Firmenzentrale demnächst von Bremen nach Rüsselsheim verlegt wird. Die Konzernmutter General Motors, noch der größte Automobilhersteller der Welt, hat vergangenes Jahr fast 9,1 Millionen Pkw und Nutzfahrzeuge abgesetzt unter den Markennamen Buick, Cadillac, Chevrolet, GMC, GM Daewoo, Holden, Hummer, Opel, Pontiac, Saab, Saturn und Vauxhall. Günther Koch

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