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Besitzer müssen Stellplatz selbst prüfen

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Der Besitzer eines Geländewagens hatte einen Tiefgaragenplatz für 115 Euro pro Monat angemietet, den Vertrag aber fünf Tage später wieder fristlos gekündigt, zu Unrecht.
Der Besitzer eines Geländewagens hatte einen Tiefgaragenplatz für 115 Euro pro Monat angemietet, den Vertrag aber fünf Tage später wieder fristlos gekündigt, zu Unrecht. © ap

Wer ein besonders großes Auto fährt, muss sich vorm Anmieten eines Stellplatzes selbst davon überzeugen, ob der Wagen überhaupt dort abgestellt werden kann. Tut dies der Fahrzeughalter nicht, handelt er fahrlässig.

München (ap) - Besitzer von besonders großen Autos müssen sich vorm Anmieten eines Stellplatzes selbst davon überzeugen, ob ihr Wagen überhaupt dort abgestellt werden kann. Zu diesem Ergebnis kam das Amtsgericht München in einem veröffentlichten Urteil.

Der Besitzer eines Geländewagens hatte im Oktober 2006 einen Tiefgaragenplatz für 115 Euro pro Monat angemietet, den Vertrag aber fünf Tage später wieder fristlos gekündigt.

Er begründete den Schritt damit, dass sein Wagen mit einer Breite von mehr als 1,90 Metern nicht auf den Stellplatz passe, obwohl der Vermieter ihm vor Vertragsschluss gesagt habe, der Stellplatz sei groß genug.

Der Vermieter erwiderte, der Mann könne zumindest rückwärts einparken und dann auch über die Fahrertür ein- und aussteigen.Die Münchner Richter gaben dem Vermieter recht: Es sei unerheblich, ob der Vermieter dem Mann zugesichert habe, dass das Auto dorthin passe. Es sei vielmehr eine grobe Fahrlässigkeit des Mieters, sich nicht selbst davon überzeugt zu haben.

Bei einem derart großen Wagen hätte er persönlich den Stellplatz anschauen müssen. Der Vertrag habe deswegen weiter Bestand, und der Mieter müsse weiter zahlen, urteilte das Amtsgericht.

(Aktenzeichen: Amtsgericht München 423 C 11099/07)

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