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Benziner oder Diesel – was lohnt sich für mich?

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Auch der Dieselpreis ist in den letzten Jahre deutlich gestiegen, dennoch ist der Liter immer günstiger als Benzin.
Auch der Dieselpreis ist in den letzten Jahre deutlich gestiegen, dennoch ist der Liter immer günstiger als Benzin. © dpa

Ab wie vielen Kilometern pro Jahr sollten Autofahrer auf ein Diesel-Modell umsteigen? Sind Benziner nur etwas für die Fahrten in der Stadt? Bei der Wahl des richtigen Antriebs gibt es einiges zu beachten, hier erfahren Sie, für wen welches Modell lohnt.

Von René Kohlenberg

Die allgmeien Annahme ist: Ein Diesel ist die beste Wahl für Vielfahrer, ein Benziner hingegen für alle, die weniger unterwegs sind. Dieses grundlegende Prinzip ist auch heute noch gültig, sollte aber nicht als alleinige Entscheidungshilfe herangezogen werden. Denn die technische Weiterentwicklung lässt Grenzen verschwimmen, auch Benziner werden immer sparsamer. Berücksichtigen Sie daher der Fahrzeugwahl am besten auch andere Kriterien wie das alltägliche Streckenprofil und die Fahrzeuggröße.

Stärken und Schwächen

Dieselmodelle sind längst nicht mehr die Dreckschleudern, als die sie einst verschrien waren. Rußpartikelfilter reduzieren die Feinstaubbelastung, im Vergleich zu Benzinern emittieren Selbstzünder weniger CO2 und kommen mit weniger Sprit aus. Dieser ist zudem günstiger als Superbenzin.

Dafür punkten Benzinmodelle in Sachen Anschaffungspreis und sonstige Unterhaltskosten: Kfz-Steuer, Versicherung und Inspektionen fallen günstiger aus oder müssen seltener durchgeführt werden.

Für Vielfahrer lohnt ein Diesel

Nach wie vor ist es entscheidend, ob Sie grundsätzlich viel oder wenig Auto fahren. Damit die höheren Anschaffungskosten plus die höheren Kosten für Steuer, Versicherung und Wartung eines Dieselmodells durch die günstigeren Kraftstoffpreise und den niedrigeren Verbrauch ausgeglichen werden, müssen Sie jährlich viele Kilometer zurücklegen.

Je nach Modellrechnung variieren die Laufleistungen, ab denen sich ein Diesel rechnet. Der Fahrzeugzulieferer Bosch empfiehlt, Dieselmodelle erst ab 15.000 Kilometern jährlich. Im Kostencheck des ADAC zeigt sich, dass viele Diesel-Modelle sich bereits ab 10.000 Kilometern lohnen. So zum Beispiel auch der Alfa Romeo Giulietta 1.6 JTDM 16V Impression, der Audi A1 1.6 TDI Attraction oder der Mercedes CLA 180 CDI.

Autos wie der Hyundai ix20 1.6 CRDi Classic oder der Honda Accord 2.2 i-DTEC S sind hingegen erst ab 30.000 Kilomtern pro Jahr wirklich günstiger als das Benziner-Modell. Damit sich ein Ford C-MAX 2.0 TDCi Trend lohnt, müssen sogar mehr als 30.000 Kilometer abgerissen werden.

Benziner für kurze Strecken

Zum individuellen Fahrprofil gehört aber auch die Berücksichtigung der überwiegend gefahrenen Strecken. Legen Sie häufig viele Kilometer auf Autobahnen oder Fernstraßen zurück, ist ein Diesel die besser Wahl. Für häufige Kurzstreckenfahrten im Stadtverkehr eignet sich ein Benziner besser.

Schwere Modelle oder kleine Flitzer?

Darüber hinaus sollten Fahrzeugtyp und -größe bei der Entscheidung eine Rolle spielen. Während Dieselmotoren insbesondere bei großen und schweren Modellen ihre Stärken ausspielen können, machen moderne und sparsame Benziner kleine Stadtautos zur kostengünstigen Alternative.

Drehmomentstarke Selbstzünder sorgen im Kombi oder SUV für ausreichend Antritt, während bei Sportwagen Benzinmotoren aufgrund ihres unmittelbaren Ansprechverhaltens erste Wahl sind. (mit Material von Autonews)

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